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Gutes Leben neu denken

SPRACHE ZUR VERWIRKLICHUNG VON VERBUNDENHEIT

Wie können wir Verbundenheit mit der Sprache verwirklichen?

In den letzten Beiträgen habe ich immer wieder Trennendes in der Sprache beschrieben. Jetzt möchte ich einmal beim Verbindenden bleiben. Dazu gehe ich einer These nach:

Alle Menschen sind miteinander in der Biosphäre verbunden. Und: Diese implizit und systemisch bestehende Verbundenheit strebt nach Realisierung in der beobachtbaren Welt.

Die Verbundenheit als eigene systemische Einheit betrachtet strebt zur Erscheinung durch Kommunikation und Kooperation ihrer Teilsysteme (auch Agenten genannt)[1]. Wir Menschen haben schließlich alle denselben Ursprung, dieselben Urahnen. Immerhin atmen wir alle die Luft derselben Atmosphäre ein und aus. Immerhin ernähren wir uns von Pflanzen und Tieren, die auch zu unserer Biosphäre gehören und letztlich einen gemeinsamen Ursprung haben. Wir sind alle Teile desselben Übersystems, der Biosphäre.

So erscheint es nur natürlich, dass wir – nachdem wir als körperlich abgenabelte und begrenzte Einzelwesen in diese Welt geboren sind – danach streben, unsere tiefe systemische Verbundenheit wiederzufinden und zum Ausdruck zu bringen. Das tun wir u. a., indem wir mit unseren Mitmenschen kooperieren, sinnliche Nähe suchen und als Erwachsene im Geschlechtsakt sogar so kokreativ vereinigen können, dass Ei- und Samenzelle zusammenfinden zu einem neuen Menschen. Das hat teilweise auch ohne Sprechen ganz gut funktioniert.

Aber wenn ich mich mal von meinen Liebsten entfernt habe und wieder zurückkomme, trennen mich meine alleine gemachten Erfahrungen von ihnen. Ich will meine Erfahrungen mitteilen und vergemeinschaften. Das ist einer von zwei Hauptgründen für das Entwickeln von Sprache. Dazu brauche ich zur Sprache immer wieder Pausen zum Einstimmen.

Der zweite Hauptgrund zum Sprechen sind in die Zukunft gerichtete Vorhaben. Um mit anderen etwas zu unternehmen, ein praktisches Ziel zu erreichen, muss ich ihnen meine Absicht mitteilen. Dazu ist das Sprechen hilfreich bis unersetzlich. Um mit anderen ein Haus zu bauen, muss ich das absprechen. Sprache dient mir immer zum Wieder- und Neu-Verbinden wie auch zum Kooperieren selbst bei räumlicher Trennung.


Die Komplexität der Verbundenheit

Wie gerade angedeutet ist die Verbundenheit in der Biosphäre extrem komplex. Schon in meiner Familie ist die gefühlte und gelebte Verbundenheit so komplex, dass ich mit Worten nur kleine Teilaspekte davon beschreiben kann. In meiner Gemeinschaft und meinem Biotop ist sie noch komplexer. In meiner Nation und Kultur sind die wechselseitigen Dynamiken wiederum dimensional komplexer – da kenne ich nur einen kleinen Bruchteil der in ihr verbundenen Menschen und weiteren Teilsysteme. Wie komplex sind erst meine Beziehungen in der Biosphäre?

Angenommen, ich habe innere Antennen, Sensoren für unterschiedliche Aspekte der Verbundenheit: Temperaturfühler für die Temperatur meiner Umgebung und meines Körpers, Gasfühler für den Sauerstoff und Kohlenoxidgehalt der Luft und anderer Gase und Chemikalien außen und innen, Resonanz-/Spiegelneuronen für das Befinden meiner Mitmenschen (Mitgefühl), Sensoren für den Zustand der Natur um mich herum… – womöglich habe ich auch noch Antennen für das Empfinden und Befinden von Menschen aus Afrika, Südamerika, Indien… und für den Zustand der Natur insgesamt? Gibt es zur Beschreibung all dieser wahrgenommenen Verbundenheit in ihren einzelnen und veränderlichen Aspekten genügend und treffende Worte? Oder muss ich mich damit begnügen, dass ich immer nur Bruchstücke bewusst wahrnehmen und kommunizieren kann?

So ist unsere Sprache von vornherein ein Versuch mit sehr begrenzten Möglichkeiten, die tatsächlich vorhandene Verbundenheit auszudrücken. Eine andere Sprache in einer anderen Kultur drückt andere Aspekte der Verbundenheit aus und realisiert andere Aspekte. Mit einem Verstehen anderer Sprachen und Kulturen kann ich mein Verstehen der Möglichkeiten der Verbundenheit erweitern. Weiter kann ich die Begrenztheit der eigenen Sprache klarer reflektieren.


Allerdings kann ich mich mit dieser prinzipiellen Beschränkung der Sprache auch zufriedengeben. Ich kann mir und dir sagen, dass es ok so ist, wie es ist, und mich darüber freuen, dass wir uns mit Hilfe der Sprache über unsere Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen ebenso austauschen und abstimmen können wie über womöglich neue Kooperationen. Vernetzungen, die wir miteinander knüpfen, schaffen Konkretisierungen einer möglicherweise vorab bestehenden impliziten Verbundenheit. Durch vernetzte Kooperationen kann die Verbundenheit sich explizit kokreativ entfalten. Diese sind dann unsere Verwirklichungen der vorbestehenden impliziten Verbindungen. Dazu dient Sprache.


Babylonische Sprachverwirrung

Dabei erleben wir häufig, dass Menschen mit denselben Wörtern ganz unterschiedliche Dinge meinen. Dazu habe ich den letzten Beiträgen in diesem Blog schon eine Reihe von häufigen Beispielen aufgeführt. So erscheinen schon innerhalb einer Sprache das Verstehen und Kooperieren allein mittels Sprache (wie z. B. über E-Mails) oft schwierig. Ich muss möglichst den ganzen Menschen erleben, um seinen Worten die passende Bedeutung zu geben. Und selbst dann kann sich nach einer Weile herausstellen, dass wir aneinander vorbeigeredet haben, dass ich unter seinen explizierten Absichten etwas anderes verstanden habe, als er umsetzen konnte. Noch viel schwieriger wird es, wenn ich mit einem amerikanischen Kollegen über eine Kooperation zu einem gemeinsamen Artikel spreche. Ich erinnere mich an die babylonische Sprachverwirrung.


Schon vor Abrahams Zeiten – kurz nach der Sintflut – soll es in Babylon eine Sprachverwirrung gegeben haben. Diese soll dazu geführt haben, dass der König Nimrod mit den Babyloniern seinen Turmbau nicht weiter schaffen konnte. Ohne ein Absprechen der jeweils nächsten Schritte konnten diese nicht mehr kooperieren.

Ähnlich fühle ich mich heute oft, wenn ich in Medien, wie auch Büchern lese: oft schöne Worte, die in meiner Vorstellung einen Kartenturm formen, dessen Karten plötzlich an bestimmten Punkten nicht zusammenpassen – mit der Wirkung, dass der ganze Turm in sich zusammenfällt. Diese Tendenzen sehe ich heute noch verstärkt, wenn die Sprache in Medien von der sog. Künstlichen Intelligenz KI produziert wird. KI will und kann nicht kokreativ kooperieren, sondern nur Befehle ausführen und Kartentürme konstruieren.


Ein gemeinsames und neues Verstehen der Sprache?

Mir hilft ein vorhandenes Bewusstsein und Empfinden der Verbundenheit mit anderen Menschen sowie mit der Natur auch jenseits der Sprache. Und auch jenseits der Emotionen, die oft trennend sind und schmerzhaft. Wenn wir unsere Schmerzen, die im Leben immer wieder mal auftreten können, als individuellen Trennungsschmerz verstehen, so kann uns dieser darin erinnern, dass es hinter und über dem sichtbaren Getrenntsein eine größere lebendige und tiefere Verbundenheit gibt – eine systemische, (virtuelle) metaphysisch und gleichzeitig physisch funktionelle, informierende.


Wenn ich mit diesem Bewusstsein von tiefer und informierender Verbundenheit meinen Mitmenschen begegne, komme ich in die Lage, hinter allen sprachlichen, ggf. gefühlsmäßig trennenden Widersprüchen, Kritiken, Meinungsverschiedenheiten und Anfeindungen eben diese menschlich natürliche und lebendige Verbundenheit zu erkennen. Ich kann immer öfter verstehen, wie es trotz der tiefen impliziten Verbundenheit zu derlei Gegensätzlichkeiten kommen konnte und kann. Das ist ein Verstehen einer Wahrheit, die hinter der Sprache liegt. Indem ich darüber spreche, kann ich diese Wahrheit auch in die gelebte Wirklichkeit bringen.


Bei Anna Greinetz möchte ich mich für das Lektorieren und konstruktive Vorschläge zu dem Post bedanken!


Theodor Dierk Petzold




[1] Bertalanffy L v (1949,1990) Das biologische Weltbild. Böhlau Verlag Wien, Köln 1990;


Luhmann N (1987) Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen Theorie. Frankfurt/M.: Suhrkamp;


Petzold TD, Henke A (2023) Motivation. Grundlegendes für ein gelingendes Leben. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.

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Deutsches Diagramm von Bewusstsein und Zeit: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft mit einem blauen Pfeil und beschrifteten Ebenen
von Dr. med. T.D. Petzold 25. Juli 2025
Angesichts sich überschlagender Krisenereignisse in der Welt, scheint es angebracht, einmal zu versuchen, diese in einem größeren historischen Rahmen zu reflektieren. Womöglich ergibt sich aus einer etwas distanzierteren reflexiven Sicht mehr Klarheit über die größeren Zusammenhänge und auch darüber, wohin die Entwicklung im positiven Fall gehen kann. Grob zusammengefasst ist die hier vertretene These: Die kulturelle (R-)Evolution im 20. Jhdt. (insbesondere der 2. Hälfte, hier als „Wendezeit“) bezeichnet) ging in Richtung einer humanistisch geistig geprägten Ära, die häufig Informationszeitalter genannt wurde. Die Menschheit mit ihren Kulturen war auf dem Weg, sich in ein Zeitalter zu entwickeln, in dem der lebendige Geist das gute Leben zunehmend menschlich bestimmt. Diese (R)Evolution gefiel aber nicht allen. Insbesondere GewinnerInnen einer materialistisch ausgerichteten Denk- und Wirtschaftsweise agierten immer offener zur konter(r)evolutionären „Zeitenwende“. Im vorliegenden Beitrag, dem ersten Teil zu diesem Thema, geht es um die „Wendezeit“, wie ich sie erlebt habe und jetzt reflektiere. Im folgenden 2. Teil (voraussichtlich Ende August) geht es dann um die „Zeitenwende“, die die geistigen Entwicklungen der Menschheit versucht rückgängig zu machen. Im 3. Teil soll es dann um vorhandene zukunftsweisende Entwicklungen gehen. Ich lade Sie / Dich herzlich ein, bei dieser Meta-Reflexion mitzuwirken. Bitte schicken Sie mir Ihre / Du Deine Gedanken zu meinen Posts oder zu eigenem Erleben von Wendepunkten in der Wendezeit sowie auch zu Erfahrungen und Reflexionen zur Zeitenwende und zur Zukunftsperspektive. 1. Teil: „Wendezeit“ - Evolution der Menschlichkeit Gerade hat der Umweltmediziner Dr. Heinz Fuchsig aus Innsbruck mir eine Präsentation geschickt zu den „Co-Benefits Klimahandeln“. Er macht deutlich, wie viel in den letzten 40 Jahren im Umweltschutz schon erreicht wurde, das sich auch positiv auf die Gesundheit wie auch die Kindersterblichkeit auswirkt. Diese positiven Veränderungen wurden nach dem 2. Weltkrieg immer sichtbarer. In Wissenschaften Einige LeserInnen erinnern sich womöglich noch an das Buch „Wendezeit“ von dem Physiker und Philosophen Fridjov Capra, das 1983 in Deutsch erschien. Es war ein Highlight des intellektuellen Zeitgeschehens aus der Mitte der 2. Hälfte des 20. Jhdt. Capra versuchte dabei, Physik und Spiritualität zu integrieren. Er führte neue Methoden zur Integration des Subjektes sowie der Komplexität in das wissenschaftliche Arbeiten aus. Beide Themen sind große Herausforderungen für viele WissenschaftlerInnen (s. Capra 1983; Petzold 1996, 2001, 2022, 2024 u. Blog-Beiträge vom 1.2.2024 (Komplexität und Sprache) und 4.3.2024 (Subjektivität und Objektivität). In verschiedensten oder sogar allen Wissenschaften gab es in dieser Wendezeit Ansätze für neues Denken und Forschen. Thomas S. Kuhn hatte 1962 mit seinem Buch zur Struktur wissenschaftlicher Revolutionen einen „Meilenstein zur Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie“ (Wikipedia) gesetzt. Mit diesem Buch wurde der Begriff Paradigmenwechsel popularisiert. Nach Kuhn verläuft die Evolution der Wissenschaften in Phasen, die an das dialektische Prinzip von Hegel, Marx und Engels erinnern. Starke Impulse für Paradigmenwechsel in vielen Wissenschaften kamen aus der Quantenphysik und theoretischen Physik, aus der auch Capra berichtete. Auch die Kybernetik, Informatik, Systemtheorie und später die Chaosforschung gaben wichtige Anstöße zu einem neuen Denken. Von dem Biologen v. Bertalanffy wurde die Systemtheorie formuliert, die das moderne Denken in allen Lebenswissenschaften sowie auch Therapie- und Beratungsmethoden stark prägt. Sowohl in theoretischen Sozial- und Geisteswissenschaften als auch in praxisbezogenen Gesundheitswissenschaften wie der Psychotherapie, der ganzheitlichen Medizin (Gesundheitstag 1980) bis hin zur Ottawa-Charta der WHO 1986 wurde „out oft he box“ gedacht und es wurden neue Perspektiven, Praktiken und Theorien diskutiert (z. B. auch Antonovskys Salutogenese).
von Dr. med. T. D. Petzold 24. Januar 2025
Wir Menschen lernen sprechen im vertrauten Kreise unserer Familie. Sprechen erweitert unsere Kommunikation zunächst mit unseren vertrauten und nächsten Mitmenschen. Sprechen, dazu gehört jede Form von Kommunizieren mit vereinbarten Zeichensystemen, ermöglicht uns eine differenzierte Kommunikation über Ziele, Wünsche und
Eine Gruppe von Menschen steht draußen und hört einem Mann zu, der spricht. Einige tragen Sonnenbrillen und helle Kleidung.
von Dr. med. T. D. Petzold 2. Dezember 2024
Am 15.8.2024 wollte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil das „Geheimnis von Heckenbeck“ erkunden und lösen. Heckenbeck ist ein Dorf, ein Ortsteil von Bad Gandersheim, das schon mehrfach Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat: u.a. durch Preise bei Landeswettbewerben „Unser Dorf hat Zukunft“ sowie durch NDR-Fernsehfilme von Christian Pietscher „Dorf macht glücklich“ und „Lust auf Dorf“ (2016). Das Dorfleben in Heckenbeck floriert seit vielen Jahren mit traditionellen Vereinen und besonders mit vielen neuen „alternativen“, meist von Kooperationen gegründeten und betriebenen Projekten wie einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis, einer Hebammenpraxis, einer Freien Schule mit Kindergarten, der „Weltbühne“ (ein soziokulturelles Zentrum des „KuK e.V. Kommunikation und Kultur“), einem Meditationshaus, einer Solidarischen Landwirtschaft mit Gemüseanbau, einem Mitglieder-Bioladen, mehreren Handwerksbetrieben … Die Einwohnerzahl ist in den letzten 40 Jahren um 25% gestiegen, während sie in den meisten anderen Dörfern Südniedersachsens um etwa 20% zurückging. Was ist anders – gibt es ein „Geheimnis von Heckenbeck“? In Heckenbeck leben viele Menschen weitgehend selbstbestimmt. Sie kommunizieren kokreativ und kooperativ. Es gab einen intensiven Kommunikationsprozess, der immer noch anhält. Natürlich auch immer wieder mit schmerzhaften Erlebnissen. Als ich dem MP vor dem „Brennesselhof“, auf den ich 1984 gezogen war, in fünf Minuten die Geschichte des gemeinschaftlichen Lebens in Heckenbeck erklären sollte, habe ich von unserem kooperativen und gegenseitigen Helfen mit den Landwirten vor 40 Jahren berichtet und von der kokreativen Zusammenarbeit der neu dazu gezogenen. Und von der Entfaltung der Kommunikation im Gemeinschaftsleben, unter anderem durch die Kabarettistin Elisabeth Möller, die Erfahrungen im Theater der Befreiung von Augosto Boal und anderem hatte. Durch Loslassen und Zurückhaltung der therapeutischen Rolle und einem Kultivieren des Ausdrucks der eigenen Bedürfnisse, Gefühle, Wünsche, Anliegen und Visionen konnten wir eine vertrauensvolle Nähe herstellen. – Für weitere Einzelheiten blieb bei der Dorfführung mit dem MP keine Zeit. Aber hier kann ich Weiteres berichten. Verschiedene Menschen haben verschiedene Methoden zu kommunizieren in das alternative Dorfleben in Heckenbeck eingebracht: die Forumsarbeit aus dem ZEGG, den Redestab-Kreis aus indigenen Traditionen, Visionssuche, Gewaltfreie Kommunikation GfK, Co-Counceln aus der amerikanischen Selbsthilfebewegung … Dann habe ich den Verlauf der erfolgreichen lösenden Gespräche wie z. B. in unserer Hofgruppe reflektiert und daraus eine Methode formuliert, aus der später auf unserem Salutogenese-Symposium unter dem Einfluss weiterer „Techniken“, wie der OpenSpace-Technology der „Kokreative Raum KoRa“ wurde[1]. „ko-ko-ko“ macht glücklich Die Mischung aus einer vertrauensvollen kooperativ zupackenden Haltung (typisch männlich?) und einer offenen, mitfühlenden und sich mitteilenden Kommunikation (typisch weiblich?)[2] hat womöglich die Kokreativität zur Entfaltung gebracht und „glücklich“ und zufrieden gemacht. Für alle Beteiligten war dabei Geld verdienen, persönlichen materiellen Gewinn machen, nicht das oberste Ziel des Arbeitens wie Kooperierens. Allerdings hatte es seinen wichtigen Stellenwert, wie in der heutigen Realität erforderlich, aber dennoch nachrangig. An erster Stelle stand ein gutes Leben, ein erfülltes, sinnvolles Leben zu führen – gemeinsam und in und mit der Natur: der umgebenden wie auch unserer eigenen inneren. Das erscheint als artegerechtes Leben: kokreativ kooperativ kommunizieren kokoko. Das zeigen inzwischen viele Forschungen[3]). Das „Geheimnis von Heckenbeck“, das gemeinschaftliche Leben in und mit der Natur, ist im Kern womöglich ganz einfach die naturgegebene Art des Menschen, gut zu leben.
von Anne Lohmann 27. Mai 2024
Anknüpfend an den Beitrag vom 21. März ist die Frage im Raum, wie wir, uns bei einem Angriffskrieg verhalten wollen. Es geht nicht darum, Partei für Putin oder die USA zu ergreifen. Es geht um unser eigenes Wohl. Wie haben wir und unsere Nachkommen nachhaltig ein gutes Leben mit Leib und Seele? Dazu brauchen wir einen
von Dr. med. T. D. petzold 29. April 2024
Die Frage nach einer Selbstbestimmung taucht in Gesundheitsfragen eigentlich nur auf, wenn es keine freiwillige Übereinstimmung zwischen Patient und Behandler gibt. Normalerweise ist die Kooperation zwischen diesen PartnerInnen so stimmig und vertrauensvoll, dass die Selbstbestimmung und Autonomie des Patienten eine..
von Dr. med.T. D. Petzold 21. März 2024
Sollen Kinder lernen, Frieden zu stiften oder Krieg zu erdulden? Die Kriegsvorbereitungen durch die Bundesregierung werden immer offener und umfassender. Mit der „Zeitenwende“ zurück zu einem hochgerüsteten kriegerischen Deutschland und der Einstimmung auf einen möglichen Krieg gegen Russland (und/oder…
von Dr. med. T.D. Petzold 4. März 2024
Wie können wir unser lebendiges Subjekt angemessen in der Sprache kultivieren? In einer subjekt-entleerten naturwissenschaftlich technischen Sprache geht es angeblich nur um eine ‚objektive‘ Beschreibung von ‚Fakten‘. Für das Funktionieren der Technik sind diese Fakten maßgeblich. Wo aber bleibt dabei der Mensch...
von Dr. med. T. D. Petzold 5. Januar 2024
Alle Menschen, die ich kenne, sagen, dass sie Frieden wollen. Wie kommt es, dass trotzdem immer wieder Krieg geführt und dafür gerüstet wird? Und warum rechtfertigen so viele Menschen den Krieg dann irgendwie und machen ihn mit? Sind das Folgen von Hirnwäsche? Wie können wir eine friedvolle Sprache kultivieren?
von Dr. med. T.D. Petzold 22. Dezember 2023
MASSENMEDIEN UND SPRACHE ALS MITGESTALTUNGSRAUM Wenn wir den Sprachraum als Mitgestaltungsraum wollen…?
von Dr. med. T. D. Petzold 29. November 2023
Zur Rettung des Sprachraums als Kohärenzraum Eigentlich reden wir miteinander[1], um unsere Bedürfnisse, Wünsche, Anliegen (Motivation, Intentionalität) und Beziehungsrollen untereinander abzustimmen. Das kommunikative Abstimmen geschieht aus dem Bedürfnis und im Hinblick auf kooperative Verbundenheit. So bildet die Sprache einen verbalen Kommunikationsraum als Grundlage und als Potential zu weiteren Kooperationen[2].