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Gutes Leben neu denken

FRIEDEN IN DER SPRACHE MITGESTALTEN

Alle Menschen, die ich kenne, sagen, dass sie Frieden wollen. Auch sonst habe ich von keinem gehört oder gelesen, dass er für Krieg ist. Wie kommt es, dass trotzdem immer wieder Krieg geführt und dafür gerüstet wird? Und warum rechtfertigen so viele Menschen den Krieg dann irgendwie und machen ihn mit? Sind das Folgen von Hirnwäsche?


Heute ist eine, allerdings nicht als solche deklarierte, kognitive/ psychologische Kriegsführung (Kriegspropaganda) recht verbreitet. Da ist die Frage nicht nur langfristig, sondern sogar sehr aktuell, ob und ggf. wie wir ganz explizit in der Sprache und damit ganz besonders in den Medien sinnvolle Friedensarbeit leisten können?[1] Wie können wir eine friedvolle Sprache kultivieren?


Psychologische Sicht auf Macht-Opfer-Muster



Psychologisch gesehen ist das Ausgangsgefühl für Krieg in aller Regel, dass man selbst oder nahe Mitmenschen Opfer einer existentiellen Bedrohung ist bzw. sind; oder dass man Angst hat, Opfer zu werden. Ein solches Gefühl von Opfer-sein entsteht auch durch Ausschluss aus einer Gemeinschaft. In Naturvölkern kam das einer Todesstrafe gleich. Für Kinder, die abhängig von der Familie sind, ist es gefühlt genauso. So entsteht dieses angstvolle Opfergefühl mit einer erhöhten Aktivität des neuroendokrinen Aversionsmodus (s. Petzold & Henke 2023) in vielen Menschen, ohne dass sie eine beobachtbare ‚objektive‘ Bedrohung erlebt haben müssen. In diesem Gefühl von Angst vor einer Bedrohung, ich nenne es Opfermodus, werden Menschen bereit zu kämpfen, um den (potentiell) bedrohlichen Täter unschädlich zu machen. In den abrahamitischen monotheistischen Religionen war und ist die Bedrohung durch Ausschluss aus dem auserwählten Volk, als Ungläubige bzw. Heiden eine ständige Quelle von Angst, die Gegenwart eines latenten Opfermodus, wenn man nicht den Anweisungen der Heiligen Schrift bzw. der Stellvertreter Gottes auf Erden befolgte.[2]


Wenn man selbst im psychologischen Opfermodus ist, hat man Existenzangst und nicht mehr das Gefühl, etwas Äußeres verlieren zu können. Gefühlt kann man in diesem Modus nur gewinnen (Zuckerbrot) – zumindest Sicherheit und Macht und Kontrolle gegenüber dem (potentiellen) Täter. In der politischen Sprache heißt es Verteidigung, und Angriff ist die beste Verteidigung. Wenn es uns gerade gut geht, werden uns Bilder gezeigt und Geschichten erzählt von Menschen, die verletzt werden. Dann finden wir aus unserem Mitgefühl (und womöglich einem unbewussten, auch kollektiven Opfermodus) heraus den Kampf zum Neutralisieren einer potentiellen Bedrohung gerecht und unterstützen den Krieg. Wenn jede Regierung nun ihrem Volk entsprechende Bilder und Geschichten von anderen Systemen vor Augen hält, werden viele BürgerInnen bereit, in den Krieg zu ziehen, aufzurüsten und für den Krieg zu spenden usw. – trotzdem sie eigentlich Frieden wollen.

Verbales Triggern von Opfergefühlen


Im psychologischen Opfermodus ist das Fühlen und Denken des Menschen zweckmäßigerweise eingeengt auf die Bedrohung, um diese genau zu analysieren, ihre Schwachstellen zu finden und darauf, die eigene Stärke (Resilienz) aufzubauen, um die Bedrohung zu neutralisieren. Es ist die Einstellung im neuropsychischen Aversionsmodus, in dem unser Stresssystem aktiviert und die Handlungsbereitschaft erhöht ist. Dieser in bestimmten Situationen zweckmäßige Opfermodus kann also über die Sprache und Medien angeregt werden durch entsprechende Geschichten und Bilder und auch durch die Androhung von Ausschluss. Wenn kritisierende Begriffe wie Leugner, Kollaborateure mit dem Feind, Putin–Versteher, rechts-populistisch, rassistisch, antisemitisch u.Ä., nicht mehr als Kritik an einer Meinungsäußerung und Aufforderung zur Diskussion gemeint sind, sondern mehr als moralisches Urteil zum Ausschluss aus der Gemeinschaft, wird die Macht-Opfer-Dynamik getriggert. So entsteht bei vielen entweder ein Gefühl von Ausgeschlossensein (Opfermodus) oder – und das ist die für die Kriegführung gewollte Wirkung – eine Angst vor dem Ausschluss, vor der Peitsche, und damit eine Aktualisierung eines alten Gefühls von Opfer-sein und Hoffnung, dass die Regierung den „bösen Riesen“ (vgl. Don Quijotes sprichwörtlichen Kampf gegen die Windmühlenflügel) bändigen wird. Das hat eine Folgsamkeit bei der Kriegführung zur Folge. Dafür winken dann zumeist noch versprochene Belohnungen (Zuckerbrot) wie Freiheit, Lob, Zugehörigkeit, Sold u.a.




Frieden in der Sprache kultivieren


Der Sprachraum wird top-down und bottom-up gestaltet. Früher waren für die Gestaltung des Sprachraums wesentlich die SchamanInnen, PredigerInnen und RegentInnen maßgeblich. Allerdings haben auch sie sich der Sprache der einfachen Menschen bedienen müssen, wenn sie verstanden werden wollten. So kam die einfache Sprache indirekt auch in die Weisheitsbücher. Heute wird die Sprache über LehrerInnen an Schulen vermittelt und es gibt eine Jugendsprache, die sich über Peergroups und sog. social-media ausbreiten und über Jahre und Jahrzehnte Eingang in die Alltagssprache finden. Inzwischen wird das „Jugendwort des Jahres“ gekürt, das auch über viele Massenmedien verbreitet wird.

So können wir mit einer Mitgestaltung des Sprachraums beim Sprechen mit anderen Menschen beginnen – ganz gleich welchen. Eine bewusst friedvolle Sprache kann Resonanz auch bei JournalistInnen finden, die diese womöglich in ihren Medien umsetzen…

Eine friedvolle Sprache beginnt damit, dass wir


  1. Mehr über Frieden sprechen: Was bedeutet Frieden für dich und für mich und für uns? Wie können wir immer wieder in Frieden zusammenkommen? Frieden ist wertvoll. Was können wir selbst und was können PolitikerInnen für anhaltenden Frieden tun?
  2. Mehr über unsere Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen austauschen; darüber, was mir jeden Tag und im Leben allgemein Sinn macht: Was motiviert mich und was dich? Wo haben wir möglicherweise eine gemeinsame Intentionalität zu aufbauenden Zielen?
  3. Möglichkeiten der Integration von bislang Ausgeschlossenem auch von Bedrohlichem und ungewünschten Emotionen suchen – in einer übergeordneten Dimension der Biosphäre und dynamisch evolutionären Sichtweise kann alles seinen Platz finden. Frieden ist der Anspruch auf Integration/Inklusion von bisher Ausgeschlossenem unter Respektierung seiner Qualität/Information (bei weitgehendem Gewaltverzicht).
  4. Menschen in ihrem Handeln, Fühlen und Denken verstehen wollen – nicht verurteilen: Allparteilichkeit.
  5. Zur Diskussion und Kritik stehen nur die Handlungsweisen und Denkmuster –nicht die Menschen. Dazu gehört auch ein weitgehender Verzicht auf Urteilen über Menschen, moralische Schubladen, Vorwürfe, einseitiges parteiergreifen und ständiges Retten wollen, ohne gefragt worden zu sein.


Bei Anna Greinetz möchte ich mich besonders für das Lektorieren und konstruktive Vorschläge zu dem Post bedanken!

Theodor Dierk Petzold


Hier ist der Link zu dem kostenlosen Vortrag „Krieg und Frieden aus psychologischer Sicht“.



[1] Mit der Sprache konstruieren wir unsere Realität in unterschiedlichem Sinne, vgl. Felder & Gardt (Hg.)(2018) Wirklichkeit oder Konstruktion? Berlin: De Gruyter; www.degruyter.com.

[2] Als systemisch denkender Mensch suche ich bei Äußerungen und Beziehungen von Systemen nach dem Ursprung in den Anfängen des Systems. Gibt es dort das Thema? Deshalb habe ich angesichts des anhaltenden und immer wieder aufflammenden Krieges zwischen den (islamistischen) Hamas und der (orthodox jüdischen) israelischen Regierung nach der Geschichte Abrahams gesucht, dem Urvater der monotheistischen Religionen. Wenn die Heilung am tiefsten Punkt der Verletzung stattfindet (s. Ben Aharon zitiert von Rolf Bastian in Der Mensch 49 2/2014 S. 8f), so könnte es in Bezug auf religiös begründete Kriege beim Schöpfer der Religion sein. Wo war bei Abraham das Opferthema? Abraham war bereit, seinen Sohn auf Geheiß Gottes hin zu opfern. Dazu hatte er ihn schon am Altar festgebunden (deshalb „Bindung Isaaks“), um ihn zu töten. Gerade noch rechtzeitig kam dann ein Botschafter Gottes, der meinte, dass dieser Beweis der „Gottesfurcht“ Abrahams genüge, und Isaak leben bleiben könne. Hier ist in der Geschichte des Urvaters der drei monotheistischen Religionen schon die Botschaft, dass deine Furcht vor Gott und seiner Strafe (Peitsche) größer sein soll als die Liebe zu deinem Kind. Kinder sind hier (potentielle) Opfer und damit religiös getaufte Krieger. Das Thema der Prägung des Sprachraums durch Religionen wird das Thema des nächsten Beitrags hier sein.

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Deutsches Diagramm von Bewusstsein und Zeit: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft mit einem blauen Pfeil und beschrifteten Ebenen
von Dr. med. T.D. Petzold 25. Juli 2025
Angesichts sich überschlagender Krisenereignisse in der Welt, scheint es angebracht, einmal zu versuchen, diese in einem größeren historischen Rahmen zu reflektieren. Womöglich ergibt sich aus einer etwas distanzierteren reflexiven Sicht mehr Klarheit über die größeren Zusammenhänge und auch darüber, wohin die Entwicklung im positiven Fall gehen kann. Grob zusammengefasst ist die hier vertretene These: Die kulturelle (R-)Evolution im 20. Jhdt. (insbesondere der 2. Hälfte, hier als „Wendezeit“) bezeichnet) ging in Richtung einer humanistisch geistig geprägten Ära, die häufig Informationszeitalter genannt wurde. Die Menschheit mit ihren Kulturen war auf dem Weg, sich in ein Zeitalter zu entwickeln, in dem der lebendige Geist das gute Leben zunehmend menschlich bestimmt. Diese (R)Evolution gefiel aber nicht allen. Insbesondere GewinnerInnen einer materialistisch ausgerichteten Denk- und Wirtschaftsweise agierten immer offener zur konter(r)evolutionären „Zeitenwende“. Im vorliegenden Beitrag, dem ersten Teil zu diesem Thema, geht es um die „Wendezeit“, wie ich sie erlebt habe und jetzt reflektiere. Im folgenden 2. Teil (voraussichtlich Ende August) geht es dann um die „Zeitenwende“, die die geistigen Entwicklungen der Menschheit versucht rückgängig zu machen. Im 3. Teil soll es dann um vorhandene zukunftsweisende Entwicklungen gehen. Ich lade Sie / Dich herzlich ein, bei dieser Meta-Reflexion mitzuwirken. Bitte schicken Sie mir Ihre / Du Deine Gedanken zu meinen Posts oder zu eigenem Erleben von Wendepunkten in der Wendezeit sowie auch zu Erfahrungen und Reflexionen zur Zeitenwende und zur Zukunftsperspektive. 1. Teil: „Wendezeit“ - Evolution der Menschlichkeit Gerade hat der Umweltmediziner Dr. Heinz Fuchsig aus Innsbruck mir eine Präsentation geschickt zu den „Co-Benefits Klimahandeln“. Er macht deutlich, wie viel in den letzten 40 Jahren im Umweltschutz schon erreicht wurde, das sich auch positiv auf die Gesundheit wie auch die Kindersterblichkeit auswirkt. Diese positiven Veränderungen wurden nach dem 2. Weltkrieg immer sichtbarer. In Wissenschaften Einige LeserInnen erinnern sich womöglich noch an das Buch „Wendezeit“ von dem Physiker und Philosophen Fridjov Capra, das 1983 in Deutsch erschien. Es war ein Highlight des intellektuellen Zeitgeschehens aus der Mitte der 2. Hälfte des 20. Jhdt. Capra versuchte dabei, Physik und Spiritualität zu integrieren. Er führte neue Methoden zur Integration des Subjektes sowie der Komplexität in das wissenschaftliche Arbeiten aus. Beide Themen sind große Herausforderungen für viele WissenschaftlerInnen (s. Capra 1983; Petzold 1996, 2001, 2022, 2024 u. Blog-Beiträge vom 1.2.2024 (Komplexität und Sprache) und 4.3.2024 (Subjektivität und Objektivität). In verschiedensten oder sogar allen Wissenschaften gab es in dieser Wendezeit Ansätze für neues Denken und Forschen. Thomas S. Kuhn hatte 1962 mit seinem Buch zur Struktur wissenschaftlicher Revolutionen einen „Meilenstein zur Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie“ (Wikipedia) gesetzt. Mit diesem Buch wurde der Begriff Paradigmenwechsel popularisiert. Nach Kuhn verläuft die Evolution der Wissenschaften in Phasen, die an das dialektische Prinzip von Hegel, Marx und Engels erinnern. Starke Impulse für Paradigmenwechsel in vielen Wissenschaften kamen aus der Quantenphysik und theoretischen Physik, aus der auch Capra berichtete. Auch die Kybernetik, Informatik, Systemtheorie und später die Chaosforschung gaben wichtige Anstöße zu einem neuen Denken. Von dem Biologen v. Bertalanffy wurde die Systemtheorie formuliert, die das moderne Denken in allen Lebenswissenschaften sowie auch Therapie- und Beratungsmethoden stark prägt. Sowohl in theoretischen Sozial- und Geisteswissenschaften als auch in praxisbezogenen Gesundheitswissenschaften wie der Psychotherapie, der ganzheitlichen Medizin (Gesundheitstag 1980) bis hin zur Ottawa-Charta der WHO 1986 wurde „out oft he box“ gedacht und es wurden neue Perspektiven, Praktiken und Theorien diskutiert (z. B. auch Antonovskys Salutogenese).
von Dr. med. T. D. Petzold 24. Januar 2025
Wir Menschen lernen sprechen im vertrauten Kreise unserer Familie. Sprechen erweitert unsere Kommunikation zunächst mit unseren vertrauten und nächsten Mitmenschen. Sprechen, dazu gehört jede Form von Kommunizieren mit vereinbarten Zeichensystemen, ermöglicht uns eine differenzierte Kommunikation über Ziele, Wünsche und
Eine Gruppe von Menschen steht draußen und hört einem Mann zu, der spricht. Einige tragen Sonnenbrillen und helle Kleidung.
von Dr. med. T. D. Petzold 2. Dezember 2024
Am 15.8.2024 wollte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil das „Geheimnis von Heckenbeck“ erkunden und lösen. Heckenbeck ist ein Dorf, ein Ortsteil von Bad Gandersheim, das schon mehrfach Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat: u.a. durch Preise bei Landeswettbewerben „Unser Dorf hat Zukunft“ sowie durch NDR-Fernsehfilme von Christian Pietscher „Dorf macht glücklich“ und „Lust auf Dorf“ (2016). Das Dorfleben in Heckenbeck floriert seit vielen Jahren mit traditionellen Vereinen und besonders mit vielen neuen „alternativen“, meist von Kooperationen gegründeten und betriebenen Projekten wie einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis, einer Hebammenpraxis, einer Freien Schule mit Kindergarten, der „Weltbühne“ (ein soziokulturelles Zentrum des „KuK e.V. Kommunikation und Kultur“), einem Meditationshaus, einer Solidarischen Landwirtschaft mit Gemüseanbau, einem Mitglieder-Bioladen, mehreren Handwerksbetrieben … Die Einwohnerzahl ist in den letzten 40 Jahren um 25% gestiegen, während sie in den meisten anderen Dörfern Südniedersachsens um etwa 20% zurückging. Was ist anders – gibt es ein „Geheimnis von Heckenbeck“? In Heckenbeck leben viele Menschen weitgehend selbstbestimmt. Sie kommunizieren kokreativ und kooperativ. Es gab einen intensiven Kommunikationsprozess, der immer noch anhält. Natürlich auch immer wieder mit schmerzhaften Erlebnissen. Als ich dem MP vor dem „Brennesselhof“, auf den ich 1984 gezogen war, in fünf Minuten die Geschichte des gemeinschaftlichen Lebens in Heckenbeck erklären sollte, habe ich von unserem kooperativen und gegenseitigen Helfen mit den Landwirten vor 40 Jahren berichtet und von der kokreativen Zusammenarbeit der neu dazu gezogenen. Und von der Entfaltung der Kommunikation im Gemeinschaftsleben, unter anderem durch die Kabarettistin Elisabeth Möller, die Erfahrungen im Theater der Befreiung von Augosto Boal und anderem hatte. Durch Loslassen und Zurückhaltung der therapeutischen Rolle und einem Kultivieren des Ausdrucks der eigenen Bedürfnisse, Gefühle, Wünsche, Anliegen und Visionen konnten wir eine vertrauensvolle Nähe herstellen. – Für weitere Einzelheiten blieb bei der Dorfführung mit dem MP keine Zeit. Aber hier kann ich Weiteres berichten. Verschiedene Menschen haben verschiedene Methoden zu kommunizieren in das alternative Dorfleben in Heckenbeck eingebracht: die Forumsarbeit aus dem ZEGG, den Redestab-Kreis aus indigenen Traditionen, Visionssuche, Gewaltfreie Kommunikation GfK, Co-Counceln aus der amerikanischen Selbsthilfebewegung … Dann habe ich den Verlauf der erfolgreichen lösenden Gespräche wie z. B. in unserer Hofgruppe reflektiert und daraus eine Methode formuliert, aus der später auf unserem Salutogenese-Symposium unter dem Einfluss weiterer „Techniken“, wie der OpenSpace-Technology der „Kokreative Raum KoRa“ wurde[1]. „ko-ko-ko“ macht glücklich Die Mischung aus einer vertrauensvollen kooperativ zupackenden Haltung (typisch männlich?) und einer offenen, mitfühlenden und sich mitteilenden Kommunikation (typisch weiblich?)[2] hat womöglich die Kokreativität zur Entfaltung gebracht und „glücklich“ und zufrieden gemacht. Für alle Beteiligten war dabei Geld verdienen, persönlichen materiellen Gewinn machen, nicht das oberste Ziel des Arbeitens wie Kooperierens. Allerdings hatte es seinen wichtigen Stellenwert, wie in der heutigen Realität erforderlich, aber dennoch nachrangig. An erster Stelle stand ein gutes Leben, ein erfülltes, sinnvolles Leben zu führen – gemeinsam und in und mit der Natur: der umgebenden wie auch unserer eigenen inneren. Das erscheint als artegerechtes Leben: kokreativ kooperativ kommunizieren kokoko. Das zeigen inzwischen viele Forschungen[3]). Das „Geheimnis von Heckenbeck“, das gemeinschaftliche Leben in und mit der Natur, ist im Kern womöglich ganz einfach die naturgegebene Art des Menschen, gut zu leben.
von Anne Lohmann 27. Mai 2024
Anknüpfend an den Beitrag vom 21. März ist die Frage im Raum, wie wir, uns bei einem Angriffskrieg verhalten wollen. Es geht nicht darum, Partei für Putin oder die USA zu ergreifen. Es geht um unser eigenes Wohl. Wie haben wir und unsere Nachkommen nachhaltig ein gutes Leben mit Leib und Seele? Dazu brauchen wir einen
von Dr. med. T. D. petzold 29. April 2024
Die Frage nach einer Selbstbestimmung taucht in Gesundheitsfragen eigentlich nur auf, wenn es keine freiwillige Übereinstimmung zwischen Patient und Behandler gibt. Normalerweise ist die Kooperation zwischen diesen PartnerInnen so stimmig und vertrauensvoll, dass die Selbstbestimmung und Autonomie des Patienten eine..
von Dr. med.T. D. Petzold 21. März 2024
Sollen Kinder lernen, Frieden zu stiften oder Krieg zu erdulden? Die Kriegsvorbereitungen durch die Bundesregierung werden immer offener und umfassender. Mit der „Zeitenwende“ zurück zu einem hochgerüsteten kriegerischen Deutschland und der Einstimmung auf einen möglichen Krieg gegen Russland (und/oder…
von Dr. med. T.D. Petzold 4. März 2024
Wie können wir unser lebendiges Subjekt angemessen in der Sprache kultivieren? In einer subjekt-entleerten naturwissenschaftlich technischen Sprache geht es angeblich nur um eine ‚objektive‘ Beschreibung von ‚Fakten‘. Für das Funktionieren der Technik sind diese Fakten maßgeblich. Wo aber bleibt dabei der Mensch...
von Dr. med. T.D. Petzold 1. Februar 2024
Wie können wir Verbundenheit mit der Sprache verwirklichen? In den letzten Beiträgen habe ich immer wieder Trennendes in der Sprache beschrieben. Jetzt möchte ich einmal beim Verbindenden bleiben. Dazu gehe ich einer These nach: Alle Menschen sind miteinander in der Biosphäre verbunden...
von Dr. med. T.D. Petzold 22. Dezember 2023
MASSENMEDIEN UND SPRACHE ALS MITGESTALTUNGSRAUM Wenn wir den Sprachraum als Mitgestaltungsraum wollen…?
von Dr. med. T. D. Petzold 29. November 2023
Zur Rettung des Sprachraums als Kohärenzraum Eigentlich reden wir miteinander[1], um unsere Bedürfnisse, Wünsche, Anliegen (Motivation, Intentionalität) und Beziehungsrollen untereinander abzustimmen. Das kommunikative Abstimmen geschieht aus dem Bedürfnis und im Hinblick auf kooperative Verbundenheit. So bildet die Sprache einen verbalen Kommunikationsraum als Grundlage und als Potential zu weiteren Kooperationen[2].