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    <title>VERTRAUEN IM LEBEN IN DER SPRACHE</title>
    <link>https://www.salutogenese-zentrum.de</link>
    <description>Wir Menschen lernen sprechen im vertrauten Kreise unserer Familie. Sprechen ermöglicht uns
eine differenzierte Kommunikation über Ziele, Wünsche und Anliegen sowie Erfahrungen, die aktuell nicht sinnlich erfahrbar sind. Damit ermöglicht unsere sprachliche Kommunikation auch Verständigung über abstrakte und zeitabhängige Verläufe. Mit Hilfe der Sprache können wir
auch mit Menschen kooperieren…</description>
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      <title>VERTRAUEN IM LEBEN IN DER SPRACHE</title>
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    <item>
      <title>Salutogenese und intentionale Netzwerke</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/salutogenese-und-intentionale-netzwerke</link>
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  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der Salutogenese gehen wir der Fragestellung nach: Wie können Menschen sich in Richtung Gesundheit entwickeln? Angefangen beim biologischen und sozialen Netzwerken zum guten Leben schauen wir jetzt weiter zu einem kokreativ kooperierenden intentionalen Netzwerken – auch online.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allgemeine wissenschaftliche Erkenntnis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit den Worten moderner Wissenschaften können wir heute die Frage der Salutogenese ganz allgemein so beantworten: Gesundheit entsteht in intentionalen Netzwerken. 1986 wurde diese Frage lebenspraktisch in der Ottawa-Charta so beantwortet: „Gesundheit entsteht da, wo Menschen lernen, lieben...“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wissenschaftlich können wir es heute differenzierter so formulieren: Menschen entwickeln sich in ihren Wechselbeziehungen vernetzter Strukturen sowohl im Gehirn mit Sinnesorganen als auch im ganzen Organismus gesund: zwischen (Bio-)Molekülen, Zellen und Organen sowohl innerhalb des Individuums als auch mit seiner natürlichen und künstlichen Umgebung; vernetzt mit anderen Menschen in Familie und Gemeinschaft, organisiert im Leben in der Sprache in gesellschaftlicher Ökonomie und im Geiste bezogen auf die ganze Menschheit und Biosphäre und womöglich in noch größeren Dimensionen wie dem Sonnensystem und Kosmos.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesundheit und Kohärenz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbst die Funktion unserer Biomoleküle wie die Aktivität der Gene steht in Wechselwirkung mit der Umwelt wie der Strahlung, Luft und Nahrung sowie zwischenmenschlichen Beziehungen (Epigenese). Das Zusammenwirken der mehrdimensionalen Netzwerke folgt dabei attraktiven Zielen wie Sollzuständen. Diese müssen ein Mindestmaß an Kohärenz (Stimmigkeit, Zusammenhalt, Passung) aufweisen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Praktische Konsequenzen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hat diese theoretische Erkenntnis Bedeutung für unser alltägliches Leben und unsere Gesundheitsarbeit? In diesem Blogbeitrag soll es nicht um das individuelle Gesundheitsverhalten wie Ernährung gehen. Hier möchte ich die kulturelle Dimension der Organisation salutogener Arbeit fokussieren und diskutieren. Wie kann sich eine Kultur mehr auf Gesundheit ausrichten? Wie entstehen in der Gesellschaft gesundheitsbildende Strukturen wie Organisationen? Nicht nur zur Erhaltung von Gesundheit, sondern zu ihrer Bildung, zur gesunden Entwicklung? Können intentionale wie spontane salutogene Netzwerke organisiert werden? Wie viel Freiheit und Spontaneität und wie viel Struktur ist förderlich? Und welche Strukturen? Wann wird eine Struktur hinderlich?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Beispiel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als positives Beispiel dafür denke ich an unsere Symposien im Mai 2024 und 2026 in Passau. Die (nicht organisierte) Netzwerkpartnerin Petra Keiten äußerte 2022 bei einem Treffen aus Anlass der Jahrestagung der ÖGL in Linz die Idee und den Wunsch, mal wieder ein Symposium zu haben. Die drei weiteren Anwesenden fanden die Idee gut und schon wurde gemeinsam beschlossen, 2024 ein Symposium zu organisieren. Alle vier fanden wie verabredet zu einer guten und professionellen Kooperation. In diesem Salutogenese-Symposium wurden die Teilnehmenden angeregt und entwickelten eine Aufbruchstimmung. – Mal angenommen, dass dies Symposium wirklich ein (ggf. kleiner) Beitrag und Schritt auf dem Wege bewusster gesunder Entwicklung der Gesellschaft war, stellt sich die o.g. Frage, ob und ggf. wie wir solche kokreative Netzwerkarbeit kultivieren und organisieren können, um immer mehr Salutogenese wie gesunde Entwicklung in der Gesellschaft zu entfalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hierarchische Strukturen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Herkömmliche, überwiegend hierarchische Strukturen mit Vorständen bzw. Chefetage sind dort erfolgreich, wo die Mitglieder/MitarbeiterInnen („ArbeitnehmerInnen“) die Ideen bzw. Aufträge/Befehle von oben ausführen sollen, ohne eigene kreative Ideen einzubringen (wie es beim Militär in krasser Form praktiziert wird, in Unternehmen wie auch im Wissenschaftsbetrieb teilweise etwas offener). Diese hierarchische Organisation kann bei der Umsetzung kurzfristiger und technischer Projekte erfolgreich sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Netzwerkarbeiten sind von Attraktiva geleitet
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei längerdauernden Vorhaben, die zur Selbstorganisation eines guten Lebens wie der Salutogenese dienen sollen, braucht es gerade die aktive Beteiligung und aufbauende kokreative Kooperation möglichst aller Beteiligten. Da ist das Ziel der Kooperation nicht so eindeutig wie beim Militär oder bei der Herstellung eines technischen Produktes. Das gesunde und gute Leben ist grundsätzlich komplex. Das bedeutet, dass es nicht von einem ausgedacht und formuliert werden kann und dann nur umgesetzt werden muss. Es ist ein ständiger Entwicklungsprozess mit vielen z.T. rhythmischen Dynamiken und einem sehr diffusen attraktiven Ziel – einer „regulativen Idee“ oder „Leitidee“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="file:///C:/Users/Petzold/Documents/zentrum%20f%C3%BCr%20Salutogenese/PraxisNetzwerk-Salutogenese/Salutogenese%20und%20intentionale%20Netzwerke-Blog-1.docx#_ftn2" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           [2]
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Dieses hat mehr das Wesen einer komplexen Attraktiva zur Anziehung von Energie und Materie, die nicht eindeutig berechnet oder gar gemessen werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="file:///C:/Users/Petzold/Documents/zentrum%20f%C3%BCr%20Salutogenese/PraxisNetzwerk-Salutogenese/Salutogenese%20und%20intentionale%20Netzwerke-Blog-1.docx#_ftn3" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           [3]
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir mit der abstrakten salutogenen Attraktiva, der Leitidee „Gesundheit“ und/oder „Kohärenz“ in Resonanz gehen, verbinden wir uns intentional. Aus dieser geteilten und gemeinsamen Intentionalität entfaltet sich dann ein kokreatives Kooperieren
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="file:///C:/Users/Petzold/Documents/zentrum%20f%C3%BCr%20Salutogenese/PraxisNetzwerk-Salutogenese/Salutogenese%20und%20intentionale%20Netzwerke-Blog-1.docx#_ftn4" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           [4]
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            – z. B. in Netzwerken, wie bei unserem Beispiel der Salutogenese-Symposien 2024 und 2026.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sehendes Vertrauen für kokreatives Kooperieren
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu brauchen wir erstens das allgemeine (Ur-)Vertrauen, dass gerade diejenigen unter der salutogenen Intentionalität aktiv werden und Verantwortung für ein Projekt übernehmen wollen und im Netzwerk genügend positive Resonanz dafür finden, die für die gesunde Entwicklung in der Kultur gerade wichtig und möglich sind. Sie gehen samt all ihrer Fähigkeiten mit der Leitidee / Attraktiva in Resonanz, wollen Verantwortung für ein Projekt übernehmen und finden im Netzwerk genügend MitgestalterInnen. Es ist eine Selbstorganisation bottom-up in Resonanz auf eine übergeordnete Attraktiva /Leitidee. Diese hat offenbar eine intentionale Top-down-Wirkung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Durch eine Vielzahl der NetzwerkpartnerInnen wird die Chance und Wahrscheinlichkeit größer, dass immer neue Passungen in Bezug auf die kulturelle Salutogenese sich entfalten. Die Organisationsform wäre optimal dem Ziel und den Inhalten der Salutogenese angepasst. Im reflektierenden Bewusstsein, dass jede Organisationsform nur einzelne Aspekte der gesamten komplexen Wirklichkeit in die Realität bringen kann, gibt es in diesem Netzwerk einen Kreis, eine Gruppe von Aktiven sowie eine Organisation der Finanzen. Für die weiteren Tätigkeiten gilt das Vertrauen in den Prozess und die Mitglieder des Netzwerkes.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="file:///C:/Users/Petzold/Documents/zentrum%20f%C3%BCr%20Salutogenese/PraxisNetzwerk-Salutogenese/Salutogenese%20und%20intentionale%20Netzwerke-Blog-1.docx#_ftnref1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           [1]
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            entnommen von:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://ch.wetter.com/magazin/wood-wide-web-das-steckt-hinter-dem-geheimen-leben-der-baeume_aid_69df65cd5576fbfac6075e07.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://ch.wetter.com/magazin/wood-wide-web-das-steckt-hinter-dem-geheimen-leben-der-baeume_aid_69df65cd5576fbfac6075e07.html
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            am 04.07.2026
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="file:///C:/Users/Petzold/Documents/zentrum%20f%C3%BCr%20Salutogenese/PraxisNetzwerk-Salutogenese/Salutogenese%20und%20intentionale%20Netzwerke-Blog-1.docx#_ftnref2" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           [2]
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kant I (1787/2015) Kritik der reinen Vernunft. In: Die Drei Kritiken. Köln: Anaconda.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Uexküll T v, Wesiack W (1996) Wissenschaftstheorie: ein bio-psycho-soziales Modell. In: Adler RH, Herrmann JM, Köhle K, Schonecke OW, Uexküll Tv, Wesiack W (Hrsg.) Uexküll – Psychosomatische Medizin. München: Urban &amp;amp; Schwarzenberg; S. 13-52.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Göpel E (2005) Erkenntnistheoretische Grundlagen der Gesundheitsförderung. In: Prävention. Zeitschrift für Gesundheitsförderung; 28.Jg. H.1: S. 3-8
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="file:///C:/Users/Petzold/Documents/zentrum%20f%C3%BCr%20Salutogenese/PraxisNetzwerk-Salutogenese/Salutogenese%20und%20intentionale%20Netzwerke-Blog-1.docx#_ftnref3" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           [3]
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Attraktionsprinzip ist das Prinzip der Emergenz oder der Schöpfung, das besagt, dass sich Energie wie Masse in Richtung von Attraktoren/ Attraktiva bewegt. Das geschieht durchaus auf chaotischen, nicht exakt berechenbaren Wegen – hin zu neuen dynamischen Ordnungszuständen wie Strukturen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="file:///C:/Users/Petzold/Documents/zentrum%20f%C3%BCr%20Salutogenese/PraxisNetzwerk-Salutogenese/Salutogenese%20und%20intentionale%20Netzwerke-Blog-1.docx#_ftnref4" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           [4]
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Petzold TD (2022) Schöpferisch kommunizieren – Aufbruch in eine neue Dimension des Denkens. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung; 2. überarb. Aufl.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Petzold TD (2024) Kokreativ gesund entwickeln. Salutogenese als radikal integratives Gesundheitskonzept. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 04 Jul 2026 16:20:56 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>VON DER "WENDEZEIT" ZUR "ZEITENWENDE"?</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Geist-Realitaet.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Von der „Wendezeit“ zur „Zeitenwende“?
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Angesichts sich überschlagender Krisenereignisse in der Welt, scheint es angebracht, einmal zu versuchen, diese in einem größeren historischen Rahmen zu reflektieren. Womöglich ergibt sich aus einer etwas distanzierteren reflexiven Sicht mehr Klarheit über die größeren Zusammenhänge und auch darüber, wohin die Entwicklung im positiven Fall gehen kann.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Grob zusammengefasst ist die hier vertretene These: Die kulturelle (R-)Evolution im 20. Jhdt. (insbesondere der 2. Hälfte, hier als „Wendezeit“) bezeichnet) ging in Richtung einer humanistisch geistig geprägten Ära, die häufig Informationszeitalter genannt wurde. Die Menschheit mit ihren Kulturen war auf dem Weg, sich in ein Zeitalter zu entwickeln, in dem der lebendige Geist das gute Leben zunehmend menschlich bestimmt. Diese (R)Evolution gefiel aber nicht allen. Insbesondere GewinnerInnen einer materialistisch ausgerichteten Denk- und Wirtschaftsweise agierten immer offener zur konter(r)evolutionären „Zeitenwende“.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im vorliegenden Beitrag, dem ersten Teil zu diesem Thema, geht es um die „Wendezeit“, wie ich sie erlebt habe und jetzt reflektiere.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im folgenden 2. Teil (voraussichtlich Ende August) geht es dann um die „Zeitenwende“, die die geistigen Entwicklungen der Menschheit versucht rückgängig zu machen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im 3. Teil soll es dann um vorhandene zukunftsweisende Entwicklungen gehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich lade Sie / Dich herzlich ein, bei dieser Meta-Reflexion mitzuwirken. Bitte schicken Sie mir Ihre / Du Deine Gedanken zu meinen Posts oder zu eigenem Erleben von Wendepunkten in der Wendezeit sowie auch zu Erfahrungen und Reflexionen zur Zeitenwende und zur Zukunftsperspektive.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           1. Teil: „Wendezeit“ - Evolution der Menschlichkeit
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Gerade hat der Umweltmediziner Dr. Heinz Fuchsig aus Innsbruck mir eine Präsentation geschickt zu den „Co-Benefits Klimahandeln“. Er macht deutlich, wie viel in den letzten 40 Jahren im Umweltschutz schon erreicht wurde, das sich auch positiv auf die Gesundheit wie auch die Kindersterblichkeit auswirkt. Diese positiven Veränderungen wurden nach dem 2. Weltkrieg immer sichtbarer.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           In Wissenschaften
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Einige LeserInnen erinnern sich womöglich noch an das Buch „Wendezeit“ von dem Physiker und Philosophen Fridjov Capra, das 1983 in Deutsch erschien. Es war ein Highlight des intellektuellen Zeitgeschehens aus der Mitte der 2. Hälfte des 20. Jhdt. Capra versuchte dabei, Physik und Spiritualität zu integrieren. Er führte neue Methoden zur Integration des Subjektes sowie der Komplexität in das wissenschaftliche Arbeiten aus. Beide Themen sind große Herausforderungen für viele WissenschaftlerInnen (s. Capra 1983; Petzold 1996, 2001, 2022, 2024 u. Blog-Beiträge vom 1.2.2024 (Komplexität und Sprache) und 4.3.2024 (Subjektivität und Objektivität).
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In verschiedensten oder sogar allen Wissenschaften gab es in dieser Wendezeit Ansätze für neues Denken und Forschen. Thomas S. Kuhn hatte 1962 mit seinem Buch zur Struktur wissenschaftlicher Revolutionen einen „Meilenstein zur Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie“ (Wikipedia) gesetzt. Mit diesem Buch wurde der Begriff Paradigmenwechsel popularisiert. Nach Kuhn verläuft die Evolution der Wissenschaften in Phasen, die an das dialektische Prinzip von Hegel, Marx und Engels erinnern.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Starke Impulse für Paradigmenwechsel in vielen Wissenschaften kamen aus der Quantenphysik und theoretischen Physik, aus der auch Capra berichtete. Auch die Kybernetik, Informatik, Systemtheorie und später die Chaosforschung gaben wichtige Anstöße zu einem neuen Denken.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Von dem Biologen v. Bertalanffy wurde die Systemtheorie formuliert, die das moderne Denken in allen Lebenswissenschaften sowie auch Therapie- und Beratungsmethoden stark prägt. Sowohl in theoretischen Sozial- und Geisteswissenschaften als auch in praxisbezogenen Gesundheitswissenschaften wie der Psychotherapie, der ganzheitlichen Medizin (Gesundheitstag 1980) bis hin zur Ottawa-Charta der WHO 1986 wurde „out oft he box“ gedacht und es wurden neue Perspektiven, Praktiken und Theorien diskutiert (z. B. auch Antonovskys Salutogenese).
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/systemische+evolutionsmodell.png" alt="Diagram: Systemic evolution model in a spiral, with levels like &amp;quot;Stimmigkeit,&amp;quot; &amp;quot;Kultur,&amp;quot; and &amp;quot;Globale Einheit.&amp;quot;"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abbildung 1: Die Evolution der Lebewesen geht in Richtung immer komplexerer Fähigkeiten und Kooperationen. Anscheinend befinden wir uns gerade im Übergang in der Entwicklung von national-kulturellem Bewusstsein und Kooperieren zu globalem und geistigem (s. a. Anthropozän; Petzold 2022, 2024).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ein Paradigma begründet oder verändert ein Fachgebiet. Ein Syntagma begründet oder verändert eine Auffassung von Wissenschaft.“ Thure v. Uexküll &amp;amp; Wolfgang Wesiack 1996 S. 20
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei diesen Erwähnungen habe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit – es sind die, die mir gerade in Erinnerung sind. Es war eine Zeit der Paradigmenwechsel. Thure von Uexküll und Wolfgang Wesiack sprachen in der Medizin sogar von einem Syntagmawechsel (1996 S. 19f). Damit wollten sie ausdrücken, dass nicht nur einzelne Elemente einer Wissenschaft erneuert werden, sondern das gesamte Muster wissenschaftlichen Denkens und der Beziehungen der Elemente wie z. B. des Forschers zu seinen Objekten (in Analogie zur Bedeutung in der Linguistik). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Religionen und Spiritualität
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die traditionellen kirchlichen Religionen verloren an Einfluss. Viele Menschen suchten nach einer neuen geistigen Verbundenheit bzw. nach einem passenden Formulieren und Integrieren einer oft unbestimmten Bewusstheit von Verbundenheit. Esoterik, verstanden als die Wissenschaft von inneren Zusammenhängen im Unterschied zur Exoterik als Wissenschaft der im Außen beobachtbaren Dinge, fand so viel Resonanz, dass sie für Kirchen und Wissenschaftsinstitutionen gefährlich erschien und diskriminiert werden musste. Viele Menschen suchen eine Integration von spirituellem und wissenschaftlichem Denken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Politik
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ende der Kolonialzeit mit der Gründung der UNO haben wir als Chance zur friedlichen und kooperativen Völkerverständigung erlebt. Globalisierung, Entwicklungshilfe wie auch Reisemöglichkeiten und dann das Internet waren mit einem Gefühl des Zusammenkommens der Menschheit verknüpft. Ansätze zur Neokolonialisierung wurden eher als Anachronismen gesehen und kritisiert. Die UNO, das Völkerrecht, die Menschenrechte, die WHO und auch der Internationale Gerichtshof (1945) und Strafgerichtshof (2002) machten Hoffnungen auf globale Umsetzung von Menschlichkeit, Frieden und Gerechtigkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Basisbewegungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Parallel zu der Wissenschafts(r)evolution gab es in vielen Gesellschaften ein Erstarken der Frauenbewegung. Diese beflügelte die Friedensbewegung in den 1970er Jahren. Mit der Emanzipationsbewegung zur Lösung traditioneller Frauen- und Beziehungsrollen verknüpft war auch die sog. sexuelle Revolution zur Befreiung der Sexualität von unterdrückenden abspaltenden moralischen Zwangsvorstellungen (Hippie-Bewegung...). Viele begannen in Wohn- und größeren Gemeinschaften zu leben. Die Frage des Natur- und Umweltschutzes, die humane und soziale Ökologie wurde immer mehr zu einem gesellschaftlichen Thema für Alle (Grüne Parteien...). Diese Themen wurden inzwischen von vielen politischen Parteien und Regierungen auf ihre Agenda genommen – soweit diese willens und in der Lage waren, die Anliegen wirklich zu verstehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie haben wir uns gefühlt? Zur Rolle des Subjekts
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der Initiative einer Lebensgemeinschaft in Heckenbeck 1984 wollte ich ein gemeinschaftliches selbstorganisiertes Leben in naher Beziehung mit der Natur entfalten und damit unterschiedliche Aspekte eines neuen guten Lebens integrieren (s. Petzold 2024).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben uns in dieser Entwicklung sehr frei gefühlt. Autonomie war ein wichtiges Thema. Wir konnten viele kreative Gedanken denken, über Sinnfragen austauschen und Projekte umsetzen, ohne Angst haben zu müssen, dafür von oben herab ausgeschlossen zu werden (selbst wenn man mal komisch und mit Unverständnis angeguckt wurde – das war zwischenmenschlich normal und vielleicht auch gegenseitig). Man konnte sich auf den demokratischen Anspruch und Aufbruch berufen. Es gab viele soziale kommunikative und kooperative Experimente. Wir autonomen Subjekte wurden zu bewussten MitgestalterInnen des Lebens. Das Internet wurde als internationales Kommunikationsinstrument empfunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war eine Zeit voller gefühlter Wendepunkte in einer Wendezeit. Mindestens sieben große Themen und Strömungen waren kennzeichnend und im intentionalen Kern (nicht in den einzelnen Aussagen) sogar überwiegend konsensfähig:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Frauen-/Geschlechter-Emanzipation,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Frieden,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Demokratie – Wertschätzung eigener Meinungen und des Diskurses,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Natur-, Umwelt- und Klimaschutz,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            soziale/ gemeinschaftliche Einstellung (kapitalismuskritisch bis sozialistisch),
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            geistige/ spirituelle Offenheit und Suche,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Suche nach einer neuen Ordnung des Wissens (= Wissenschaft), die dem Leben und seiner Komplexität und dem subjektiven Erleben angemessen ist (zumindest eine wissenschaftskritische Haltung).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine gemeinsame Intentionalität blieb implizit, wenn es sie überhaupt gab oder gibt. Reflektierend lässt diese sich wohl am ehesten als menschliche (humanistische) freie und geistige Bewegung bezeichnen. Es hatte sich in weiten Kreisen schon eine weitgehende Normalität und Lebensselbstverständlichkeit in diesem Sinne gebildet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das hat sich inzwischen (seit gut 20 Jahren, ganz besonders seit 2019) geändert (s. a . Bastian 2024). Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass mehr als die Hälfte aller Deutschen sich nicht mehr frei fühlen, öffentlich ihre Meinung zu sagen – der schlechteste Wert seit 1953 (s. a. Schatz u.a. 2023). In der im letzten Jahrhundert führenden Weltmacht, den USA, werden viele Bemühungen zum Umwelt- und Klimaschutz wieder rückgängig gemacht wie aktuell eine Rückkehr zu fossilen Energiequellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Literatur
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bastian R (2024) Übergänge in ein anderes Leben. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Capra F (1983) Wendezeit. Bern: Scherz-Verlag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kuhn TS (1996) Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Berlin: Suhrkamp.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Petzold, Theodor Dierk (1996): Ein Wendepunkt in der Wendezeit? In: Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 1/1996, Ülzen: MLV; S.12-22.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Petzold TD (2001): Objektivität, Subjektivität und Arzt-Patienten-Beziehung. In: Erfahrungsheilkunde EHK 2/2001, S.71-81. Download: chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://gesunde-entwicklung.com/wp-content/uploads/2021/10/Petzold-objektivitaet-subjektivitaet-und-arzt-patienten-beziehung-EHK-2001.pd-f-1.pdf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Petzold TD (2011) Systemische und dynamische Aspekte von Ganzheit in einer Theorie der Allgemeinmedizin. In: Zeitschrift für Allgemeinmedizin ZFA 2011 (87)(10) S.20-26.(407-413).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Petzold TD (2022 b) Schöpferisch kommunizieren – Aufbruch in eine neue Dimension des Denkens. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung; 2. Auflg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Petzold TD (2024) Kokreativ gesund entwickeln. Salutogenese als radikal integratives Gesundheitskonzept. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rushkoff D (20025) Survival of the Richest. Warum wir vor den Tech-Milliardären auf dem Mars sicher sind. Berlin: Suhrkamp.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schatz R, Petersen T, Schmidt RE (2023) Bricht die Mauer des Schweigens? Freiheitsindex 2023 – das Forschungsprojekt des Instituts für Demoskopie Allensbach und Media Tenor International. Zürich: InnoVatio Verlag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Uexküll T v, Wesiack W (1996) Wissenschaftstheorie: ein bio-psycho-soziales Modell. In: Adler RH, Herrmann JM, Köhle K, Schonecke OW, Uexküll Tv, Wesiack W (Hrsg.) (1996) Uexküll – Psychosomatische Medizin. München: Urban &amp;amp; Schwarzenberg; S. 13-52.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Geist-Realitaet.jpg" length="35403" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 25 Jul 2025 12:56:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.salutogenese-zentrum.de/von-der-wendezeit-zur-zeitenwende</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Geist-Realitaet.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Geist-Realitaet.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>VERTRAUEN IM LEBEN IN DER SPRACHE</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/vertrauen-im-leben-in-der-sprache</link>
      <description>Wir Menschen lernen sprechen im vertrauten Kreise unserer Familie. Sprechen erweitert unsere Kommunikation zunächst mit unseren vertrauten und nächsten Mitmenschen. Sprechen, dazu gehört jede Form von Kommunizieren mit vereinbarten Zeichensystemen, ermöglicht uns eine diﬀerenzierte Kommunikation über Ziele, Wünsche und</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VERTRAUEN IM LEBEN IN DER SPRACHE
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir Menschen lernen sprechen im vertrauten Kreise unserer Familie. Sprechen erweitert unsere Kommunikation zunächst mit unseren vertrauten und nächsten Mitmenschen. Sprechen, dazu gehört jede Form von Kommunizieren mit vereinbarten Zeichensystemen, ermöglicht uns eine diﬀerenzierte Kommunikation über Ziele, Wünsche und Anliegen sowie Erfahrungen, die aktuell nicht sinnlich erfahrbar sind. So können Vorstellungen mitgeteilt werden. Damit ermöglicht unsere sprachliche Kommunikation auch Verständigung über abstrakte und zeitabhängige Verläufe. Die Zeit ist eine abstrakte Qualität, die nicht sinnlich direkt wahrnehmbar ist, sondern nur in einer Reﬂexion sinnlicher Wahrnehmungen. Mit Hilfe der Sprache können wir auch mit Menschen kooperieren, die uns noch nicht so vertraut sind und andere Erfahrungen und möglicherweise auch andere Ziele haben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . [1]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verstehst du mich?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei jeder sprachlichen Kommunikation ist im Hintergrund die Hoﬀnung, der Glaube oder ein Vertrauen, dass der Empfänger der Information diese so versteht, wie ich sie gemeint habe. Oder die (meist implizite) Frage danach: Versteht der andere auch wirklich, was ich gemeint habe und sagen wollte? Und: Habe ich ihn richtig verstanden? Wird er auch das tun, was er gesagt hat – so wie ich es verstanden habe? Werde ich das, was er berichtet hat (und ich verstanden habe) auch genauso erfahren? Oder höre ich eine andere Botschaft als er sie mir mitteilen wollte?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Besonderheiten sprachlicher Kommunikation führen nicht selten dazu, dass Menschen etwas anderes hören als gemeint ist, bzw. etwas anderes sagen als sie wirklich meinen und fühlen. Sog. doppelte Botschaften sind ein Ursprung nicht nur von Missverständnissen, sondern auch vieler psychischer Störungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nonverbal durch Tonfall, Mimik und Gestik teilen wir unser subjektives Beﬁnden, unsere direkte Resonanz auf sinnliches Erleben in einer Situation mit. Im Unterschied dazu beschreiben wir mit der Sprache – ganz besonders schriftsprachlich – unsere Wahrnehmungen aus einer in der Evolution neuen Beobachterperspektive des Menschen. Dieser Beobachterstandpunkt kommt in der kollektiven Sprache zum Ausdruck und ist gewissermaßen als ein kollektiver Resonanzraum in der erlebten Welt zu verstehen. Oder womöglich treﬀender: als Resonanz auf die Informationssphäre unserer Welt. Sprache wäre so gesehen ein Mittel zur Selbstverwirklichung des Geistes.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           [2]
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wahrheit und Wahrhaftigkeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Leben in der Sprache ist ein Leben in einer neuen Dimension, in einer zunächst unbekannten virtuellen Landschaft (wie einer weißen Landkarte). Diese abstrakte Sprachlandschaft wird ständig neu gebildet durch täglich neues Sprechen, Träumen, Verstehen und Reden wie auch Medien und durch Kinder. So erscheinen immer wieder neue Herausforderungen, in denen jeder prüft, ob die verstandenen Mitteilungen (noch) mit Erfahrungen bzw. einer geteilten Intentionalität übereinstimmen. Und ob durch Taten wirklich eine Annäherung an die genannten Ziele erreicht oder wenigstens versucht wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wahrheit ist das Phänomen hinter der Sprache. Sie kommt (existiert) vor der Sprache. Mit Hilfe der Sprache wollen wir unsere Wahrnehmung des Phänomens mit anderen Menschen teilen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wahrhaftigkeit ist die Übereinstimmung einer Mitteilung mit dem tiefen inneren Erleben. Sie ist mehr als eine nur sprachliche Mitteilung, mehr als Ehrlichkeit. Wahrhaftigkeit ist umfassender und unmittelbarer Ausdruck ganzheitlichen Erlebens.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es taucht die Frage nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit auf, nach Wahrheit oder Lüge, nach Wahrhaftigkeit oder Manipulation und Show. Im Hintergrund dieser Frage steht immer der Wunsch nach vertrauensvollem Kooperieren: Kann ich dem Gesagten bzw. Geschriebenen und seinem Urheber vertrauen? Kann ich mit dem Autor der verbalen Mitteilung kooperieren (ggf. auch nur ideell im Geiste oder durch Wahl)?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sprache und Autorität
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Leben in der Sprache fühlen sich viele Menschen anderen Menschen überlegen, die sich von ihren Gefühlen („niederen Instinkten“, „Trieben“, ihrem Unbewussten,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Autopilot“) steuern lassen und/oder sprachlich nicht so gewandt sind. Über die Sprache wird die Zugehörigkeit zur Kultur mit ihren Werten und Normen hergestellt. Kinder erfahren – ganz besonders durch Urteilen wie „richtig“ oder „falsch“, „gut“ oder „böse“ und damit angenommen, zugehörig oder abgelehnt, ausgeschlossen –die Sprache als mächtig, als Macht, der sie sich unterordnen müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Menschen neigen aﬀektiv dazu, verbale Aussagen für die Wahrheit oder Unwahrheit zu halten. Ich möchte dazu einladen, Sprache als ein Mittel bewusst wahrzunehmen, um das zu kommunizieren, was man für wahr hält, was man wahrnimmt. Jeder Mensch gibt damit seine Perspektive auf die Realität preis, nicht unbedingt die Wahrheit per se. Die lebendige Wahrheit ist viel größer und komplexer, als wir mit Worten mitteilen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Viel Wahrheit ist auch in den Zwischenräumen der verbalen Kommunikation zu ﬁnden – dort, wo feine Resonanzen nachschwingen und Intuition auﬂeuchten kann. Sogar in (scheinbaren) Widersprüchen wie Paradoxien ﬁnden wir Wahrheiten. Zum Beispiel in der in sich unmöglichen Aussage: „Ich bin ganz normal.“ Wenn ein Mensch er selbst also individuell ist, kann er nicht einer Norm entsprechen, weil Norm und Individualität widersprüchlich sind. Andererseits will der Sprecher damit sagen, dass er sich bemüht, mit seinem Dasein in der Norm seiner Gesellschaft zu bleiben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           [3]
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sprache und ein Gefühl der Macht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gefühl von Überlegenheit im Leben in der Sprache mag daher rühren, dass Erwachsene im Vergleich zu kleinen Kindern mehr Verantwortung und Macht haben, also übergeordnet sind und die Regeln und Gesetze der Kultur maßgeblich auch für Familien sind und zum Urteilen über Individuen benutzt werden. So wird zurecht von der „Macht der Sprache“ gesprochen. Auch psychologisch gesehen hat das seine Berechtigung. Das können wir uns bewusst machen, indem wir reﬂektieren, wie weitgehend unser Tagesablauf und unser Berufsleben vom Leben in der Sprache bestimmt wird. Sprachlich vermittelte Informationen wie auch Gedanken haben für uns eine vielfältige Top-down-Wirkung. Wir folgen ihnen und planen unsere Tage entsprechend. Physische Bedürfnisse und Emotionen haben vergleichsweise eher kurzfristigen Einﬂuss auf unser Verhalten – als notwendige Verrichtungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit dem Sprechen Lernen / Spracherwerb wachsen Kinder allmählich in die Verantwortung und Machtrollen von Erwachsenen und übernehmen die mit dem Sprechen-Lernen verknüpften Kommunikationsmuster. Dabei spielt die urteilende Richterrolle aus der Kultur eine besondere Rolle, weil sie im be- oder verurteilten Menschen Opfergefühle hervorrufen oder triggern kann
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           [4]
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sprache und Individualität
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So hat das Vertrauen in die Sprache zwei Seiten: 1. Die meisten Menschen geben der sprachlichen Kommunikation und den Urhebern von Texten einen Vertrauens- oder Misstrauensvorschuss (wie bei ihren Eltern). Und 2. Sprachliche Kommunikation wird primär als mächtig erlebt gegenüber den eigenen Bedürfnissen und Emotionen. Wenn man sich dabei mit seinen Bedürfnissen identiﬁziert, fühlt man sich leicht als Opfer des Lebens in der Sprache und agiert aus dieser Opferrolle heraus sehr empﬁndlich auf besondere urteilende Top-down-Aspekte in der Kommunikation.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um ein (möglichst sehendes) Vertrauen in die Sprache herzustellen, müssen die individuellen und sozialen Bedürfnisse und Gefühle einen angemessenen Platz, eine passende Bedeutsamkeit im Leben in der Sprache bekommen. Das Ringen um diese stimmige Integration des Subjektes ins kulturelle Leben in der Sprache ist ein ständiger Aushandlungsprozess in allen Lebensbereichen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           [5]
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Die Salutogene Kommunikation versteht sich als bewusster Teil dieses Entwicklungsprozesses. Das beginnt mit einer auch expliziten Wertschätzung der individuellen Bedürfnisse und ihrer Sinnhaftigkeit für die Gestaltung des guten Lebens.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Täter-Opfer-Richter- und Retter-Kommunikationsmuster
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn das nicht geschieht, ist es schwierig, überhaupt Vertrauen in sprachliche Kommunikation zu entwickeln – es sei denn, diese greift die Gefühle aus der Opferrolle auf (s. Trumps Kommunikation im Täter-Opfer-Richter/Retter-Interaktionsmuster; ähnlich kommunizieren alle politisch extremen Parteien …). Durch Verurteilen von Menschen (wie z.B. „Kriminelle“, „psychisch Kranke“, „Dummköpfe“ …) werden diese zu Opfern gemacht. Eine solche Kommunikation im Macht-Opfer-Dreieck zerstört Vertrauen und aufbauendes Kooperieren. Es entstehen Kooperationen im Aversionsmodus / aversiv motiviert, in Angst, die zu Zerstörungen führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Interaktionsmuster ist biologisch vorgeprägt und typisch für das Patriarchat, da die Männer/Väter in einer Familie die wichtige Aufgabe des Schutzes und der Verteidigung hatten. So ist auch zu verstehen, dass in Gefahrensituationen viele Menschen einschließlich vieler Frauen Männer wählen, die sich stark auﬀühren und vorgeben, das Land vor äußeren Bedrohungen sicher zu machen. Das ist auch der Grund, warum alle Diktatoren Bedrohungen von außen konstruieren oder aufblähen, weil das am ehesten die BürgerInnen dazu bringt, sie zu wählen, ohne auf Inhalte und Wesentlichkeiten zu achten. Allerdings führt die daraus resultierenden Kooperationen im angstgeprägten Aversionsmodus folgerichtig zu Chaos und Zerstörung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesundes Misstrauen und sehendes Vertrauen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So erscheint es gesund zu sein, Menschen zu misstrauen, wenn sie anhaltend und überwiegend im Aversionsmodus kommunizieren – vor allem, wenn sie in einer Machtstellung sind oder eine solche anstreben. Gesundes Misstrauen führt dazu, dass wir unser Kooperieren verweigern; und wo möglich, positiv aufbauende Kooperationen mit einem sehenden Vertrauen bilden. Sehendes Vertrauen kann z. B. diﬀerenziert unterscheiden, ob der potentielle Kooperationspartner wahrhaftig ist und seine verbalen Mitteilungen in Bezug auf positive Ziele in sich abgestimmt hat oder ob er andere Absichten verfolgt mit einer „hidden / versteckten Agenda“ (wie z. B. in Geschäften primär Gewinn „Deals“ zu machen wie auch über andere zu siegen).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fragen zum sehenden Vertrauen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Möchte und könnte ich mit dem Urheber einer verbalen Kommunikation (z. B. eines Textes) kooperieren (ggf. auch nur ideell bzw. indirekt durch Wählen)? Mit welchem Ziel? Was ist mein Ziel und was ist seins? Wo bin ich misstrauisch? Möchte ich das ändern?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein inneres Vertrauensbarometer bleibt wach und achtsam angesichts von Texten aller Art: Sind sie wahr, und formuliert der Autor wahrhaftig?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind sie in sich stimmig? Wie weit kann ich ihre Aussagen überprüfen? Wie viel will und muss ich glauben?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immer wieder können wir die Fragen stellen: Wem bzw. welcher
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Organisation/Institution möchte ich gerne mehr vertrauen? Wo möchte ich misstrauisch bleiben? Und: Was brauche ich zu mehr sehendem Vertrauen? Was kann der bzw. die Betreﬀende dazu beitragen? Was kann ich selbst dafür tun (z. B. brauche ich mehr Selbst- und/oder Urvertrauen?)?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Lernprozess zur Bildung sehenden Vertrauens geht wohl lebenslang
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           [6]
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sprache und ein Gefühl der Macht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [1]	„Vertrauensbuch zur Salutogenese“ ist 2012 als Sammelband vom Salutogenese-Symposium 2011 in Bad Gandersheim; Hrsg. Theodor Dierk Petzold; verlag Gesunde Entwicklung: www.geen.de.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [2]	S. a. den Blog: „Sprache zur Verwirklichung von Verbundenheit“ vom 1.2.2024: https://salutogenese-zentrum.de/sprache-zur-realisierung-von-verbundenheit/
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [3]	Unter anderen hat Wolf Büntig dieses Bestreben als „Normopathie“ bezeichnet und damit eine weitere mögliche implizite Wahrheit in dieser Aussage benannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [4]	S. a. Petzold (2024) „Kokreativ gesunde entwickeln – Salutogenese als radikal integratives Gesundheitskonzept“. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [5]	S. Blog-Post vom 27.5.2024: „Über Fake, Objektivität und Subjektivität“, und vom 30.10.2023 „Zur Rettung des Sprachraums als Kohärenzraum“ u.a.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            [6]	Dem Bilden von sehendem Vertrauen dienen VertrauensRäume und VertrauensTage, wo Teilnehmende sich mit Salutogener Kommunikation unter Anleitung Vertrauensfragen stellen und beantworten können: s. a.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           T
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;a href="/termine"&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            erminkalender
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           auf dieser Homepage.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 24 Jan 2025 15:17:39 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>DAS „GEHEIMNIS VON HECKENBECK“ GELÖST?</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/das-geheimnis-von-heckenbeck-geloest</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         DAS „GEHEIMNIS VON HECKENBECK“ GELÖST?
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Dezember 2024
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Weil-MP-Theo-IMG_8346-scaled.jpg" alt="Eine Gruppe von Menschen steht draußen und hört einem Mann zu, der spricht. Einige tragen Sonnenbrillen und helle Kleidung."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Am 15.8.2024 wollte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil das „Geheimnis von Heckenbeck“ erkunden und lösen. Heckenbeck ist ein Dorf, ein Ortsteil von Bad Gandersheim, das schon mehrfach Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat: u.a. durch Preise bei Landeswettbewerben „Unser Dorf hat Zukunft“ sowie durch NDR-Fernsehﬁlme von Christian Pietscher „Dorf macht glücklich“ und „Lust auf Dorf“ (2016). Das Dorﬂeben in Heckenbeck ﬂoriert seit vielen Jahren mit traditionellen Vereinen und besonders mit vielen neuen „alternativen“, meist von Kooperationen gegründeten und betriebenen Projekten wie einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis, einer Hebammenpraxis, einer Freien Schule mit Kindergarten, der „Weltbühne“ (ein soziokulturelles Zentrum des „KuK e.V. Kommunikation und Kultur“), einem Meditationshaus, einer Solidarischen Landwirtschaft mit Gemüseanbau, einem Mitglieder-Bioladen, mehreren Handwerksbetrieben … Die Einwohnerzahl ist in den letzten 40 Jahren um 25% gestiegen, während sie in den meisten anderen Dörfern Südniedersachsens um etwa 20% zurückging.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Was ist anders – gibt es ein „Geheimnis von Heckenbeck“?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           In Heckenbeck leben viele Menschen weitgehend selbstbestimmt. Sie kommunizieren kokreativ und kooperativ. Es gab einen intensiven Kommunikationsprozess, der immer noch anhält. Natürlich auch immer wieder mit schmerzhaften Erlebnissen. Als ich dem MP vor dem „Brennesselhof“, auf den ich 1984 gezogen war, in fünf Minuten die Geschichte des gemeinschaftlichen Lebens in Heckenbeck erklären sollte, habe ich von unserem kooperativen und gegenseitigen Helfen mit den Landwirten vor 40 Jahren berichtet und von der kokreativen Zusammenarbeit der neu dazu gezogenen. Und von der Entfaltung der Kommunikation im Gemeinschaftsleben, unter anderem durch die Kabarettistin Elisabeth Möller, die Erfahrungen im Theater der Befreiung von Augosto Boal und anderem hatte. Durch Loslassen und Zurückhaltung der therapeutischen Rolle und einem Kultivieren des Ausdrucks der eigenen Bedürfnisse, Gefühle, Wünsche, Anliegen und Visionen konnten wir eine vertrauensvolle Nähe herstellen. – Für weitere Einzelheiten blieb bei der Dorﬀührung mit dem MP keine Zeit. Aber hier kann ich Weiteres berichten. Verschiedene Menschen haben verschiedene Methoden zu kommunizieren in das alternative Dorﬂeben in Heckenbeck eingebracht: die Forumsarbeit aus dem ZEGG, den Redestab-Kreis aus indigenen Traditionen, Visionssuche, Gewaltfreie Kommunikation GfK, Co-Counceln aus der amerikanischen Selbsthilfebewegung … Dann habe ich den Verlauf der erfolgreichen lösenden Gespräche wie z. B. in unserer Hofgruppe reﬂektiert und daraus eine Methode formuliert, aus der später auf unserem Salutogenese-Symposium unter dem Einﬂuss weiterer „Techniken“, wie der OpenSpace-Technology der „Kokreative Raum KoRa“ wurde[1].
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           „ko-ko-ko“ macht glücklich
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Die Mischung aus einer vertrauensvollen kooperativ zupackenden Haltung (typisch männlich?) und einer oﬀenen, mitfühlenden und sich mitteilenden Kommunikation (typisch weiblich?)[2] hat womöglich die Kokreativität zur Entfaltung gebracht und „glücklich“ und zufrieden gemacht. Für alle Beteiligten war dabei Geld verdienen, persönlichen materiellen Gewinn machen, nicht das oberste Ziel des Arbeitens wie Kooperierens. Allerdings hatte es seinen wichtigen Stellenwert, wie in der heutigen Realität erforderlich, aber dennoch nachrangig. An erster Stelle stand ein gutes Leben, ein erfülltes, sinnvolles Leben zu führen – gemeinsam und in und mit der Natur: der umgebenden wie auch unserer eigenen inneren. Das erscheint als artegerechtes Leben: kokreativ kooperativ kommunizieren kokoko. Das zeigen inzwischen viele Forschungen[3]). Das „Geheimnis von Heckenbeck“, das gemeinschaftliche Leben in und mit der Natur, ist im Kern womöglich ganz einfach die naturgegebene Art des Menschen, gut zu leben.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Intentionalit%C3%A4t.png" alt="Diagramm zur Veranschaulichung eines ko-kreativen Dialogs in der salutogenen Kommunikation. Kreise zeigen die Rollen von Therapeut und Patient sowie die Prozesse der Reflexion, der Achtsamkeit und des Handelns."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kokreativ und kooperativ zu kommunizieren macht glücklich. Diese Erfahrungen sind, eingehend wissenschaftlich reﬂektiert, der Kern der Salutogenen Kommunikation. So war Heckenbeck die Brutstätte der Salutogenen Kommunikation. Zu diesen vielfältigen kokreativen Gemeinschaftserfahrungen von gelingendem Leben habe ich noch umfangreiche Erfahrungen und Wissen aus vielen therapeutischen Methoden wie der Hypnose, Transaktionsanalyse, der Bioenergetischen Analyse, der systemischen Familientherapie, dem Neurolinguistischen Programmieren NLP, dem Autonomietraining und weiteren verarbeitet zur Salutogenen Kommunikation SalKom®.
Interessant ist weiter, dass diese Art des guten kooperativen Lebens Zukunft hat, wenn man den Ergebnissen der sog. Spieltheorie zur mathematischen Erforschung des Kooperierens Glauben schenkt[4]. In einer von egoistischem ‚Nicht‘-Kooperieren geprägten Gesellschaft, die sich selbst zerstört, sind auch kleine echt kooperative Beziehungen und Systeme längerfristig erfolgreicher und werden das Nicht-Kooperieren zurückdrängen … Ein gutes Leben ist auch in einer unguten Umgebung möglich und kann und wird sich langfristig entfalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiterführende Literatur
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Esch T (2017)
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Die Neurobiologie des Glücks. Wie die Positive Psychologie die Medizin verändert. Stuttgart – New York: Georg Thieme.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Esch T (2022
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             ) The ABC Model of Happiness—Neurobiological Aspects of Motivation and Positive Mood, and Their Dynamic Changes through Practice, the Course of Life. In: Biology 2022, 11, 843. https://doi.org/10.3390/biology11060843
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Gray J (2019)
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Männer sind anders. Frauen auch. München: Goldmann.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Petzold TD, Henke A (2023)
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Motivation. Grundlegendes für ein gelingendes Leben. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Petzold TD (2022
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             )
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Schöpferisch kommunizieren – Aufbruch in eine neue Dimension des Denkens. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung; 2. Auﬂg.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Petzold TD (2024)
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Kokreativ gesund entwickeln. Salutogenese als radikal integratives Gesundheitskonzept. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          [1]	Aus der Reﬂexion vieler miterlebter kokreativer Gemeinschaftsprozesse über mehrere Jahrzehnte ohne und mit expliziter Leitung habe ich 2000 den „nichtlinear geleiteten kreativen Gruppenprozess“ unter den Aspekten der Chaosforschung beschrieben, weil diese meiner erlebten Wirklichkeit am nächsten kamen. (s. Der Mensch: Heft 58; S. 59)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          [2] S. Gray J (2019) 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          [3]	s. Petzold &amp;amp; Henke 2023; Esch 2017, 2022 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          [4]	S. https://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenendilemma (letzter Abruf 21.08.2024); s. a. Petzold &amp;amp; Henke 2023; Petzold 2024 (in Druck)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Weil-MP-Theo-IMG_8346-scaled.jpg" length="429645" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 02 Dec 2024 11:30:34 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>FRIEDEN STIFTEN IM ANGESICHT VON AGGRESSION</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/frieden-stiften-im-angesicht-von-aggression</link>
      <description>Anknüpfend an den Beitrag vom 21. März ist die Frage im Raum, wie wir, uns bei einem Angriffskrieg verhalten wollen. Es geht nicht darum, Partei für Putin oder die USA zu ergreifen. Es geht um unser eigenes Wohl. Wie haben wir und unsere Nachkommen nachhaltig ein gutes Leben mit Leib und Seele?
Dazu brauchen wir einen</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Friedenstaube-iStock-1407735185-scaled.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frieden im Angesicht eines Angriffs?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anknüpfend an den Beitrag vom 21. März ist die Frage im Raum, wie wir, als Frieden liebende Menschen, uns bei einem Angriﬀskrieg verhalten wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es geht nicht darum, politische Machtspiele mitzuspielen und Partei für Putin oder die USA zu ergreifen. Es geht schlicht und einfach um unser eigenes Wohl, wie es in der Situation der Ukraine wäre. Wollen wir uns wehren und schützen: Auge um Auge, Zahn um Zahn? Oder den Angreifern noch „die andere Wange hinhalten“? Oder ihnen mit stillem Widerstand begegnen, Kooperation verweigern und nicht über uns bestimmen, uns nicht regieren lassen? Oder versuchen, sie zu vernichten?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie haben wir und unsere Nachkommen und womöglich alle anderen Beteiligten nachhaltig ein gutes Leben mit Leib und Seele? Dazu brauchen wir einen breiten öﬀentlichen Diskurs, bevor wir unser Militär hochrüsten und die Rüstungsindustrie füttern anstatt die Menschen und die Kinder für ein gutes Leben in Frieden zu bilden. Anne Lohmann (Heilpraktikerin, SalKom-Therapeutin und Buchautorin „Esskultur pur“) hatte unseren oﬀenen Brief (s. Post vom 21.3.2024) an die Bildungsministerin weitergesendet und – anders als wir – eine Antwort darauf bekommen. Auf diese Antwort vom „Referat Öﬀentlichkeitsarbeit; Bürgerdialog“ hat sie wieder einen Brief an das BMBF geschrieben, der uns so gut gefällt, dass wir ihn hier veröﬀentlichen –zusammen der Antworten des BMBF.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 25.04.2024 um 13:54 schrieb L22 Posteingang :
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sehr geehrte Frau Lohmann,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           vielen Dank für Ihre Zuschrift an die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger MdB, vom 25. März 2024. Frau Stark-Watzinger hat uns gebeten, Ihnen zu antworten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schulen tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler ein Bewusstsein für geopolitische Entwicklungen und kritische Lagen entwickeln. Denn die Gesellschaft muss insgesamt besser mit Krisen wie etwa Pandemien, Kriegen oder Naturkatastrophen umgehen können. Zivilschutz ist dabei ein sehr wichtiger Faktor, der auch in die Schulen gehört. Er soll darüber hinaus junge Menschen auf das Leben vorbereiten, indem sie die Bedrohungen der Freiheit kennenlernen und mit Gefahren für die Freiheit umgehen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der russische Angriﬀskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundene Zeitenwende müssen vor diesem Hintergrund selbstverständlich ebenfalls Thema im Schulunterricht sein. Dazu gehört auch ein unverkrampftes Verhältnis zur Bundeswehr, die als Parlamentsarmee Teil unserer Gesellschaft ist und unsere Freiheit verteidigt. Ihr Referat Öﬀentlichkeitsarbeit; Bürgerdialog ____________________________________
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Referat L22 – Öﬀentlichkeitsarbeit; Bürgerdialog
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bundesministerium für Bildung und Forschung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kapelle-Ufer 1, 10117 Berlin | Postanschrift: 11055 Berlin
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tel.: +49 30 18 57-0 | Fax: 030 1857-5503
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           www.bmbf.de | www.twitter.com/bmbf_bund | www.facebook.com/bmbf.de|www.instagram.com/bmbf.bund
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von: Lohmann Anne
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesendet: Donnerstag, 25. April 2024 23:05
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An: L22 Posteingang ; information@bmbf.bund.de; poststelle@bmbf-bund.de-mail.de Betreﬀ: Re: M-Anfrage Kinder zu Frieden befähigen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sehr geehrte Mitarbeiter des Referats für Öﬀentlichkeitsarbeit und Bürgerdialog,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihre Antwort habe ich erhalten, danke dafür. Ich möchte Ihnen allerdings darauf ein zweites Mal antworten und Ihnen sagen, dass Sie sich – als Vertreter einer Bundesministerin und als Vertreter der Regierenden allgemein – wirklich nicht wundern müssen, dass Menschen sich so von „der Politik“ nicht gehört fühlen und zunehmend politikverdrossen bis ablehnend ihr gegenüber werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selten habe ich eine Antwort gelesen, die am Geschriebenen so vorbei geht, wie die Ihrige.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um es nochmal deutlich zu sagen: In einer Weltlage, die so bedroht ist wie die unsere, kann und darf es nicht der Hauptfokus der Politik und der Schulen sein, Kinder zur Benutzung von Waﬀensystemen und primär zur Abwehr zu befähigen. Unser vorrangigstes Ziel müsste sein, Kinder mit allen Mitteln, die uns in der Gegenwart zur Verfügung stehen, zum Frieden und zum Vorbereiten des Friedens, zu einer friedlichen Geisteshaltung im Kleinen wie im Großen und zu einer nicht eskalierenden Konﬂikt-und Austauschbereitschaft zu erziehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir dürften lernen können, worauf wir verzichten können, nicht nur worauf wir ein Recht haben. Und dass eine Welt von Morgen, in der es viel mehr um den Erhalt des Planeten als Ganzem geht und nicht mehr um die Durchsetzung territorialer oder autoritärer Interessen, heute schon beginnen kann – und beginnen muss, wenn wir am Ende aller Machtkämpfe noch eine Welt haben wollen, auf der es sich zu leben lohnt. Wo ist die entschiedene Bereitschaft der Regierenden, wo sind die Werkzeuge, Ideen und die Konzepte, die DAS VOR allem anderen vermitteln? Auf Regierungsebene und bis runter in die Schulen? Erst wenn Sie damit überzeugend voran gegangen wären, dürften Sie aus meiner Sicht von Bundeswehr und von Verteidigung (als reiner Bereitschaft zur Notwehr) sprechen, ganz besonders vor Kindern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist möglicherweise politisch und gesellschaftlich gesehen leichter, einem Heer den Waﬀengebrauch beizubringen. Aber es dürfte zukunftsweisender sein, dafür einen Beitrag zu leisten, dass Völkerverständigung auch unter extremsten Bedingungen gedacht und gelebt wird. Und dass wir alle – bis zu den Kleinsten – wissen, dass wir dabei gefragt sind und dass es eine Sache aller ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bitte lassen Sie Ihre Bundesministerin, Frau Bettina Stark-Watzinger diese Nachricht persönlich zukommen. Erlauben Sie Ihr und uns allen, dass der gesellschaftliche Dialog eine Note bekommt, die jenseits von Schlag und Gegenschlag wirklich zukunftsfähig ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und ermöglichen Sie bitte mir – vielleicht beispielhaft für viele andere, denen es genauso geht – die Erfahrung, dass die Gedanken von uns, die wir „regiert“ werden, in diesem Land Gehör ﬁnden, als relevant in Betracht gezogen werden und in die Entwicklung von politischen Strömungen einﬂießen werden. Das wäre Demokratie Erfahrung, die begeistern könnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich möchte noch hinzufügen, dass es als Therapeutin mein tägliches Brot ist, mit Menschen zu arbeiten, die traumatisiert sind. Junge Menschen und Menschen aus den Generationen von der Kriegszeit bis heute. Gerade weil ich nahezu täglich erlebe, dass Gewalt und Trauma über Generationen hinweg destruktiv in das Leben Einzelner und ihrer Familien hinein wirkt, habe ich in meinem Arbeitsleben alles daran gesetzt, Methoden zu ﬁnden, zu lernen und anzuwenden, die inneren Frieden ermöglichen, die Heilung in Gang setzen und die Eskalation und Konﬂikt bis ins Kleinste hinein zu vermeiden wissen. Anders als noch vor fünfzig Jahren haben wir diese Werkzeuge heute. Wir müssen sie nur nutzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ja natürlich, auch mir ist klar, die Ukraine ist angegriﬀen worden und Putin ist ein Autokrat und Diktator. Doch eins ist sicher, wenn die Welt aufhören würde, NUR in Schlag und Gegenschlag zu agieren und genau so viel Energie investieren würde in alle, wirklich alle denkbaren Modelle zu Befriedung, würden sich andere Wege auftun. Entfalten Sie bitte Ihre Kreativität dafür. Führen Sie die Gesellschaft – und das Bildungswesen – dem Sie voranstehen, in einer Weise, die keine neuen Kriege vorbereitet, sondern die Möglichkeiten zur Deeskalation beständig ausweitet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Therapeutin fragt man sich täglich, wie viele Generationen wollen die Mächtigen mit den alten Methoden des Denkens und Handelns noch erneut und wieder in diese Gewalterfahrungen hinein führen, bis auch die regierende Ebene wirklich begreift, dass am Frieden absolut kein Weg vorbei führt? Auch weil es sonst – neben dem unermesslichen individuellen Leid – vielleicht unser letzter erstrittener Frieden auf diesem Planeten sein könnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gehen Sie – bitte – ins Gespräch mit den Menschen, die zu den anderen Wegen der Befriedung etwas zu sagen haben. Tragen Sie es in die Öﬀentlichkeit, dass es mehr gibt als nur Sanktionen und Waﬀenlieferungen. Seien Sie so mutig, nach dem Neuen zu suchen, nach dem Zeitgemäßen, nach der destillierten Form des Gelernten aus den Lektionen des zweiten Weltkriegs. Gehören Sie zu denen, die es anders machen als der regierende Mainstream. Bitte holen Sie sich die Fakultäten und die Fachleute in Ihre Beratergremien, die primär dazu etwas beizutragen haben. Das wäre Politik, die weltweit positives Aufsehen erregen würde und die auf dieser Welt beginnen könnte, das Blatt zu wenden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abschließend sei gesagt: eine diesmal wirklich persönliche – und nicht erneut vorgefertigte – Antwort, die auf das Geschriebene wirklich eingeht, würde mir zeigen, dass es für uns Bürger noch Sinn macht, an Politik zu appellieren. Für weiterführende Gespräche bin ich bei Interesse jederzeit ansprechbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit besten Grüßen an Frau Stark-Watzinger,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           hochachtungsvoll, Anne Lohmann
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 27 May 2024 16:08:54 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>SELBSTBESTIMMUNG IN GESUNDHEITSFRAGEN?</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/selbstbestimmung-in-gesundheitsfragen</link>
      <description>Die Frage nach einer Selbstbestimmung taucht in Gesundheitsfragen eigentlich nur auf, wenn es keine freiwillige Übereinstimmung zwischen Patient und Behandler gibt. Normalerweise ist die
Kooperation zwischen diesen PartnerInnen so stimmig und vertrauensvoll, dass die Selbstbestimmung und Autonomie des Patienten eine..</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           SELBSTBESTIMMUNG IN GESUNDHEITSFRAGEN?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/questions-1922477_1280.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Thema wurde von zwei Seiten an mich herangetragen: zuerst von einer Kollegin aus der Kinderheilkunde, die sich gerne bei einem Wunsch von Eltern weigern würde, Impfstoﬀe mit mRNA Kindern zu injizieren, weil sie schlimme, ggf. auch späte unerwünschte Wirkungen befürchtet. Selbst die Herstellerﬁrmen, die die Studien zur (Notfall-)Zulassung durchgeführt haben, haben sich geweigert, die Verantwortung für mögliche Schäden zu übernehmen. Dann hat mich gerade der emeritierte erste Professor für Gesundheitsförderung Dr. med. Eberhard Göpel um einen Beitrag zum Thema Selbstbestimmung im Gesundheitsverhalten gebeten, mit einem Hinweis auf einen anthroposophischen Newsletter zu diesem Thema, in dem auf die Salutogenese verwiesen wird. So möchte ich zu diesem Thema heute zunächst einige grundlegende Gedanken aus salutogenetischer und ärztlicher Sicht beitragen. Im nächsten Beitrag werde ich dann die Frage der Prävention und Impfungen erörtern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstbestimmung oder „Gesundheitsdiktatur“?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frage nach einer Selbstbestimmung taucht in Gesundheitsfragen eigentlich nur auf, wenn es keine freiwillige Übereinstimmung zwischen Patient und Behandler gibt. Normalerweise ist die Kooperation zwischen diesen PartnerInnen so stimmig und vertrauensvoll, dass die Selbstbestimmung und Autonomie des Patienten eine selbstverständliche Grundlage ist. In den letzten Jahren höre ich allerdings häuﬁger das Wort Gesundheitsdiktatur. Zum ersten Mal ist mir 2012 dieser Begriﬀ bewusst begegnet, in einem Vortrag der Gesundheitswissenschaftlerin Frau Prof. Dr. Annelie Keil auf einem Salutogenese-Symposium in der Uni Göttingen. Annelie Keil ging es darum, Erkrankungen als Erfahrungsmöglichkeit zum Lernen für ein gutes Leben in bestmöglicher Gesundheit wertzuschätzen. Viele Erkrankungen sind zunächst Lernräume für individuelle Subjekte, viele auch Lernaufgaben für kollektive Metasubjekte wie die Medizin und die gesamte Gesellschaft. Zum letzteren gehören insbesondere häuﬁge Erkrankungen, da diese naheliegenderweise einen starken kulturellen Bezug aufweisen. Was wollen und können wir im Verlaufe unserer gesunden Entwicklung aus empfundenen Störungen lernen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ethisches Dilemma in der Medizin
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Drei klassische medizin-ethische Regeln bringen ÄrztInnen häuﬁg in Konﬂikte, wenn sie sie wirklich ernst nehmen. Diese Dilemmata können allerdings – als Herausforderung verstanden – neue Entwicklungen anstoßen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es sind die Sätze „Nicht schaden!“ vom Eid des Hippokrates von ca. 400 Jahren v. Chr. und die ersten beiden Sätze des „Ärztlichen Gelöbnis“ des Weltärztebunds von 2017:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Die Gesundheit und das Wohlergehen meiner Patientin oder meines Patienten werden mein oberstes Anliegen sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich werde die Autonomie und die Würde meiner Patientin oder meines Patienten respektieren. Ich werde den höchsten Respekt vor menschlichem Leben wahren.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vertrauensvolles Kooperieren oder Gehorsamkeit?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele kleine Kinder machen früh, bevor sie sprechen können, die Erfahrung, dass sie bei ärztlicher Behandlung Schmerzen und sogar eine Verletzung erleiden und dafür sogar noch festgehalten werden. Derartige Stress-Erfahrungen scheinen systemtypisch für Arztpraxen zu sein. Trotz Unversehrtheit müssen sie den Piks einer Impfspritze erleiden und dass ihre Eltern sie gewaltsam festhalten. Selbst manche Untersuchungen sind unangenehm bis schmerzhaft. Kaum lässt sich der Arzt oder die Bezugsperson durch Schreien oder körperliche Abwehr von seinen Maßnahmen abhalten. Es ist ein frühes Opfererleben – meist ohne Chance auf Selbstwirksamkeit. Maßgeblich für die Gewaltanwendungen sind die Absichten des Arztes als Vertreter der normativen Medizin des kulturellen Systems. Die Eltern kooperieren mit dem Arzt meist trotz ihrer mitfühlenden Fürsorge für ihr Kind, aus Angst vor dessen Erkrankung. So haben die meisten Kinder im Angstmodus gelernt, dass sie mit den ÄrztInnen und deren Medizinkultur kooperieren müssen – auch wenn es schmerzt und sie in die Opferrolle kommen. Möglicherweise liegt hier der Grund für den sog. Weißkittelhochdruck, den manche Erwachsene beim Arztbesuch zeigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Arzt negiere ich mein Mitgefühl und die Autonomie des Kindes mit der Begründung, dass mein Handeln not-wendend erforderlich sei. Bei der Entfernung eines Fremdkörpers aus einem kindlichen Körper ist dieses Argument plausibel. Dann ist das Kind Opfer einer Verletzung und ich bin tatsächlich in der Rolle eines Retters, der in der Not die schon verletzten Grenzen eines Menschen überschreiten darf, um diese wieder heilen zu helfen, sein Leid zu lindern und schlimmeres zu verhindern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwei Seiten der Retterrolle
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine ähnliche Retterrolle habe ich bei medizinischen Notfällen Erwachsener, insbesondere wenn der Mensch nicht in der Lage ist, seinen Willen zu bekunden oder er einen Willen bekundet, sich selbst zu verletzen. Auch für diese Fälle ist vom Gesetz vorgesehen, dass ich den Patienten gegen seinen explizit geäußerten Willen mit den aktuellen Methoden der Medizin behandele und notfalls mit Gewalt in die Psychiatrie einweise, wenn ich keine bessere, freiwillig partnerschaftlich kooperative Möglichkeit habe. Es sind immer Situationen mit einem akut hohen Stressmoment – sowohl für die PatientInnen als auch für die RetterInnen. Häuﬁg ﬁnden diese Menschen nach einer Weile auch wieder ins Leben. In all diesen Notfällen stehen die ärztlichen Übergriﬀe in einem Verhältnis zur Verletzung oder Erkrankung bzw. drohenden Gefahr. Sie sollen deutlich weniger schädigend sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ethisch gesehen stehen wir in all diesen Fällen schon im Konﬂikt mit dem Hippokrates-Eid: „Nicht schädigen!“ und dem Respektieren der Selbstbestimmung des Patienten. Wir lösen das Dilemma im Einzelfall und vorläuﬁg durch Abwägen von Nutzen und Schaden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Unser Lernen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei sollten wir im Gedächtnis behalten, dass dieses Problem noch nicht wirklich allgemein gelöst ist. Ich habe den Patienten geschädigt und seine Selbstbestimmung missachtet. Es braucht für diese Fälle ein besseres, stimmigeres Vorgehen, eine Therapie in einer partnerschaftlichen Kooperation, die mehr an der autonomen Selbst-und Kohärenzregulation (wozu auch die Selbstbestimmung gehört) ansetzt und diese integriert. Es braucht Methoden, die in kokreativer Kooperation mit dem Patienten zum Erfolg führen. Das betriﬀt sowohl die Behandlung der Kinder als auch die von suizidalen PatientInnen und womöglich viele andere mit langwierigen Erkrankungen, die im Stresserleben[1] hängen geblieben sind. Der Konﬂikt mit ethischen (= idealen) Grundsätzen ist gleichzeitig eine Herausforderung zur Entwicklung von integrierenden Heilmethoden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Arzt bin ich das Verbindungsglied zwischen kulturellem Metasubjekt und individuellen Subjekten beim Thema gesunde Entwicklung. Durch meine Arbeit soll sowohl der Patient top-down vom Fachwissen proﬁtieren und lernen als auch die Medizin zur Entwicklung des Fachwissens bottom-up von individuellen Erfahrungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Bild_2.png" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Und wenn es kein Notfall ist?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun könnten wir ganz einfach sagen: Wenn es kein Notfall ist, gibt es keinen Grund, die ethischen Prinzipien zu verletzen. Allerdings kommt dann das medizinische Denken auf den Plan und sagt: Aber wir wollen ja nicht erst warten, dass es zum Notfall kommt, sondern schon vorher einen solchen verhindern: Prävention.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn eine ärztliche Behandlung kein oﬀensichtlicher Notfall ist und auch vom Patienten nicht als solcher erlebt wird, werden von der Medizin statistische Gründe genannt, um eine möglichweise invasive und/oder potentiell schädigende Untersuchung oder Behandlung zu rechtfertigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den USA gab und gibt es z.B. eine Tendenz, dass Frauen ihre Brüste amputieren lassen als Prävention von Brustkrebs, wenn sie eine genetische Prädisposition dazu haben. Es gab und gibt ÄrztInnen, die Frauen dazu geraten und diese Operation durchgeführt haben. Dies Beispiel ist zwar krass, aber es zeigt die gesundheitliche wie auch medizin-ethische Problematik gut auf, mit der uns das statistische Wissen konfrontiert. Sollen und können wir alle statistischen Gefahren beseitigen? Mit einer Karikatur (s.u.) hat die Künstlerin Elisabeth Möller 2008 diese Denkweise in ihrer Konsequenz ad absurdum geführt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Bild3.png" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem die Genanalyse die Neigung zu Brust- und Gebärmutterkrebs er-geben hatte, und wir vorbeugend alles Verdächtige entfernt hatten, war auch ein Gen für Migräne festgestellt worden …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bewährte Methoden – oder: Wenn eine Lösung zum Problem wird … (Zeichnung von Elisabeth Möller 2007: Der Mensch; Heft 38)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kooperieren mit PatientInnen in doppeltem Auftrag
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Mediziner ist es meine Aufgabe, als Experte für die Gesundheit von PatientInnen im Sinne der aktuellen Medizin (Abwesenheit von Krankheiten – Kampf gegen Krankheiten: Retterrolle) zu sorgen und gleichzeitig seine Selbstbestimmung und Autonomie zu respektieren (Rolle als Kooperationspartner auf Augenhöhe). Mit diesen beiden Aufträgen (die die ersten beiden Punkte des ärztlichen Gelöbnisses des Weltärztebundes von 2017 sind (s.o.)), habe ich in meiner Arbeit eine doppelte Auftragsbindung: 1. An mein Fachwissen und damit an das, was das Metasubjekt (die Medizin, Gesellschaft, Kultur) aktuell für gesund hält (Behandlungsstandards, Gesetz), und 2. an das, was der Patient für gesund erachtet – und womöglich noch 3.: Was ich selbst für gesund halte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In meiner Gesundheitsarbeit ist diese doppelte und dreifache Bindung eine Herausforderung zur Integration in einer kokreativen Kommunikation und Kooperation mit dem Patienten. Ich bringe meine Fachkompetenz in die Behandlung ein und der Patient seine Eigenkompetenz. Diese besteht u.a. darin, was es für ihn bedeutet, gesund zu sein, sich wohlzufühlen, wie er sich in seinem Leben gesund entwickeln möchte, was ihm guttut und was nicht, welche guten und schlechten Erfahrungen er gemacht hat, was er gerade braucht u.a.m. Meine Fachkompetenz umfasst primär gelerntes statistisches Wissen über pathogenetische, therapeutische und salutogenetische Zusammenhänge und weiterhin mein Mitgefühl für die Situation des Patienten. Im normalen Praxisalltag bin ich bemüht, in der Kommunikation und Kooperation mit PatientInnen diese häuﬁg ähnlichen aber gelegentlich auch divergierenden Aufträge derart zu integrieren, dass der Patient und ich einer gemeinsam gefundenen Lösung zustimmen und jeder seine übernommene Rolle zur gesunden Entwicklung ausführt.[2]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Konﬂikte in der Arzt-Patient-Kooperation
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn der Patient und ich uns nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen können, kommt es zu einem Dilemma. Dabei ist der erste Auftrag vom kulturellen Metasubjekt heute geprägt von der Abwesenheit von Krankheitszeichen gepaart mit statistischem Fachwissen. Er basiert auf altem naturwissenschaftlichem Denken in (meist linearen) materiellen Kausalitäten sowie ﬁnanziellen Bedingungen. Dieser Auftrag impliziert meine Rolle als rettender Akteur unabhängig von der Eigenaktivität des Patienten also ohne Berücksichtigung der Kooperation. Der zweite Auftrag kommt vom Patienten mit seinem Gesundheitsanliegen, das sein individuelles Leben in seiner mehrdimensionalen Umwelt betriﬀt. Seine gesunde Entwicklung kann nur er ausführen – ggf. mit Hilfe von mir wie auch dem Medizinwesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein besonderer Fall ist heute, wenn invasive, also verletzende, (potentiell) schädigende Maßnahmen zur Prävention von schlimmen Erkrankungen dienen sollen. Dazu gehören insbesondere Impfungen, aber auch invasive Früherkennungsuntersuchungen (Mammographie, Darmspiegelungen…) oder ein besonders krasses Vorgehen: die oben erwähnte Amputation von gefährdeten Körperteilen, wie z. B. der Brüste bei genetischer Brustkrebsdisposition oder Genmanipulation.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die heilsame Lösung eines Gesundheitsproblems soll in partnerschaftlicher Kooperation gefunden werden, nicht in einer übergriﬃgen Retterrolle. Erstere ist eine kokreative Kooperation zwischen einem fachkompetenten Arzt und einem eigenkompetenten Patienten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Autonomie als starker Gesundheitsfaktor
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Weltärztebund hat im Ärztlichen Gelöbnis von 2017 die Achtung der Autonomie und Würde des Patienten ganz obenan gestellt. Im medizinischen und gesundheitsförderlichen Alltag ist die Autonomie eines Menschen ein wichtiger Gesundheitsfaktor. Das bedeutet, dass wir die Eigenverantwortung und Aktivität des Patienten vertrauensvoll respektieren und nach Möglichkeit fördern. Nach den Forschungen von Grossarth-Maticek konnte er selbst die autonome Selbstregulation kommunikativ derart anregen, dass etwa 30% einer Gruppe risikobehafteter Menschen im Schnitt etwa 6 Jahre länger und gesund lebten als die einer Vergleichsgruppe, die diese Anregung nicht erfahren haben[3].
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das bedeutet, dass wir überall, wo kein akuter Notfall ist, die Selbstbestimmung des Patienten auch aus gesundheitsförderlichen Gründen respektieren sollen. Ausgenommen er verlangt von uns seine Schädigung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Gesundheitskompetenz fördern ist mehr als Fachwissen vermitteln
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Autonomie wie Selbstbestimmung und autonome Selbst- und Kohärenzregulation in soziokultureller Wechselbeziehung und Abstimmung ein wesentlicher Gesundheitsfaktor sind – und dafür sprechen nicht nur ethische Gründe, sondern außer Grossarth-Maticeks auch weitere umfangreiche Forschungsergebnisse und therapeutische Erfahrungen – dann sollten wir diese selbstverständlich respektieren und sogar nach Möglichkeit und Fähigkeit fördern. Das kann schon bei der Behandlung von Kindern beginnen. Dann nehmen wir eine Abwehr des Kindes ernst, als eigenkompetenten Ausdruck seiner autonomen Selbst- und Kohärenzregulation und führen die geplante Untersuchung oder Behandlung nur durch, wenn das Kind und die Bezugspersonen kooperieren oder wirklich ein akuter Notfall vorliegt. Wenn wir dies nicht berücksichtigen, verstoßen wir nicht nur gegen die ärztliche Ethik, sondern fügen dem Kind auch potentiellen Schaden zu. Nur durch angemessenen Respekt kann das Kind und können womöglich auch die Eltern in der Arztpraxis lernen, dass seine Selbstwahrnehmung und -äußerung bedeutsam sind und es mit seiner physischen Äußerung Selbstwirksamkeit erfährt. Das stärkt sein Vertrauen und seine Autonomie und unsere zukünftige Kooperation.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Behandlung von Erwachsenen taucht dann die Frage nach der Selbstbestimmung nur ganz selten auf, weil die partnerschaftlich kokreative Kooperation mit dem Patienten auf der Eigenkompetenz des Patienten aufbaut und ich als Arzt meine Expertise beisteuere, damit eine neue gute Lösung für die gesunde Entwicklung des Patienten gefunden wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dr. med. Theodor Dierk Petzold
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was hat das mit der Selbstbestimmung bei Impfungen zu tun? Dazu können Sie im nächsten Blog mehr lesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [1]	Beim Erleben von Bedrohungen schaltet der Organismus sein Stresssystem an, den motivationalen Abwendungs-/Aversionsmodus, der für Sicherheit sorgen soll. Wenn man die Gefahr wie bei einem Trauma gefühlt nicht abwenden konnte, also zum Opfer geworden ist, bleibt dieser Modus ggf. teilweise im Hintergrund angeschaltet. Dies kann das Risiko für chronische Erkrankungen deutlich erhöhen. Das Täter-Opfer-Richter/Retter Interaktionsmuster (Macht-Opfer-Dreieck) erfolgt in diesem Stressmodus (s. Petzold: „Drei entscheidende Fragen…“ 2021 und Petzold &amp;amp; Henke:„Motivation…“ 2023).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [2]	S. Regeln zum menschlichen Kooperieren von Tomasello &amp;amp; Harmann 2012; Petzold &amp;amp; Henke 2023; s.a. Blogbeitrag vom 6.8.2023
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [3]	Grossarth-Maticek R (2000) Autonomietraining.; Wittman W (2008) Ergebnisse einer kritischen Analyse der Daten und Methoden von Ronald Grossarth-Maticek. In: Grossarth-Maticek (2008) Synergetische Präventivmedizin. Forschungsstrategien für Gesundheit.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Autonomietraining, zu dem ich 2002-2007 die Ausbildung aufgebaut hatte, war eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Salutogenen Kommunikation.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/questions-1922477_1280.jpg" length="141784" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 29 Apr 2024 08:00:30 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>FRIEDEN STIFTEN IN DER "ZEITENWENDE"</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/frieden-stiften-in-der-zeitenwende</link>
      <description>Sollen Kinder lernen, Frieden zu stiften oder Krieg zu erdulden? Die Kriegsvorbereitungen durch
die Bundesregierung werden immer offener und umfassender. Mit der „Zeitenwende“ zurück zu
einem hochgerüsteten kriegerischen Deutschland und der Einstimmung auf einen möglichen Krieg gegen Russland (und/oder…</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Friedenstaube-iStock-1407735185-scaled.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Frieden im Angesicht eines Angriffs?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kriegsvorbereitungen durch die Bundesregierung werden immer oﬀener und umfassender. Mit der „Zeitenwende“ zurück zu einem hochgerüsteten kriegerischen Deutschland und der Einstimmung auf einen möglichen Krieg gegen Russland (und/oder China) durch den Verteidigungs- (oder treﬀender: Kriegs-(?))minister Pistorius sowie der Einstellung des Gesundheitswesens auf Krieg durch Gesundheitsminister Lauterbach sollen nach dem Willen von Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger jetzt auch Kinder auf Krieg eingestimmt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           „Friedensdiktat“ oder sich Krieg diktieren lassen?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle Menschen, die ich spreche, wünschen sich aber nachhaltigen Frieden. Welcher Bürger wünscht sich wirklich Krieg? Für seine Kinder und Enkelkinder? Vertreten die Regierung und Bundestagsabgeordneten wirklich die Mehrheit der Bevölkerung?Vertreten sie ihren eigenen Willen? Mir fällt es schwer, dies zu glauben. Statt Frieden zu stiften und notfalls auch zu diktieren, lassen sie sich anscheinend Krieg diktieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon Sokrates soll gesagt haben: „Das Geheimnis der Veränderung besteht darin, deine ganze Energie darauf zu konzentrieren, Neues aufzubauen, statt Altes zu bekämpfen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie kann unser Wunsch nach einem friedlichen Miteinander mehr Raum zur Entfaltung bekommen und wie können womöglich neue, bisher nicht gesehene Möglichkeiten im öﬀentlichen Diskurs gefunden werden? Möglichkeiten zum Frieden stiften, wie die Menschen ihn wirklich wollen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ein oﬀener Brief an Ministerien und andere Verantwortliche zur Diskussion
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben in einem Kokreativen KulturTreﬀen KKT in Präsenz am 17.3.2024 in Heckenbeck Frieden kultivieren zum Thema genommen. Dabei gab die Forderung der Bundesbildungsministerin nach Kriegsvorbereitung der Kinder an den Schulen den Anlass, unsere Wünsche zu formulieren, was Kinder an den Schulen zum Thema Frieden und Kriegsprävention lernen sollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ergebnis ist ein Brief an die Bundesbildungsministerin und die KultusministerInnen und andere. Diesen Brief können Sie sich gerne herunterladen, uns Ihre Zustimmung und Unterzeichnung oder anderes Feedback mitteilen und/oder ihn selbst an verantwortliche Menschen im Bildungssystem senden und/oder an Interessierte weiterleiten…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Offener Brief
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Betr.: Friedens-Bildung an Schulen – auch als Kriegs- und Gewaltprävention
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sehr geehrte Frau Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihre Forderung, dass Schulen Kinder auf den Krieg vorbereiten sollen, hat uns nachdenklich und betroﬀen gemacht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir wünschen uns, dass unsere Kinder bzw. Enkelkinder in der Schule lernen, wie man Frieden stiften und erhalten kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie sollen lernen und vertrauen können, dass Menschen in ihrem tiefsten Wesen von Herzen Frieden wollen und friedensfähig sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie sollen lernen, wie sie durch Kommunikation dazu beitragen können
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             dass Menschen auch in Konﬂiktfällen zu ihrer tiefen Friedensfähigkeit ﬁnden;
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            dass sie Konﬂikte friedlich, zumindest gewaltfrei, lösen können;
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            dass sie konstruktiv streiten können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie sollen lernen, dass sie ein bedeutsamer Teil größerer Gemeinschaften, letztlich einer Weltgemeinschaft und Biosphäre sind. In diesen Gemeinschaften sollen sie kokreativ kooperieren lernen, auch mit der Natur.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie sollen auch lernen, mit Kriegstreibern nicht zu kooperieren. Kriegstreiben macht Angst und verursacht Stress. Wer von Kriegen proﬁtiert, zeigt die Geschichte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kinder sollen Visionen für ein friedvolles Leben in der globalen menschlichen Gemeinschaft und in der Biosphäre entwickeln und versuchen umzusetzen. Das ist die beste Vorbereitung auf und Prävention von Krieg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir wollen unsere Kinder nicht als Kanonenfutter und als Bestandteile von Kriegsplänen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir wollen für unsere Kinder und Enkel Frieden in ihrer Umgebung und in der Menschheit sowie der Biosphäre und fordern Sie auf, dass dies Inhalt des Lehrplans an allen Schulen wird. Dazu gehören auch die Geschichte der Friedensbewegung und Formen gewaltfreien Widerstands und ggf. Erkenntnisse zum fairen Kooperieren aus der Entwicklungspsychologie, die Fähigkeit zur Kommunikation, Mediation sowie Entscheidungsﬁndung in komplexen Situationen in einer vernetzten Welt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir wünschen uns von Ihnen als Bildungsministerin, dass Sie mit gutem Beispiel vorangehen und eine breite öﬀentliche Diskussion zum Thema „Frieden stiften in einer kriegerischen Stimmung“ anregen und organisieren – zumindest im ganzen Bildungswesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hochachtungsvoll 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Theodor Dierk Petzold
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           u. v. a.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 21 Mar 2024 16:29:09 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>ÜBER FAKE, OBJEKTIVITÄT UND SUBJEKTIVITÄT</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/uber-fake-objektivitat-und-subjektivitat</link>
      <description>Wie können wir unser lebendiges Subjekt angemessen in der Sprache kultivieren?
In einer subjekt-entleerten naturwissenschaftlich technischen Sprache geht es
angeblich nur um eine ‚objektive‘ Beschreibung von ‚Fakten‘. Für das Funktionieren der Technik
sind diese Fakten maßgeblich. Wo aber bleibt dabei der Mensch...</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           ÜBER FAKE, OBJEKTIVITÄT UND SUBJEKTIVITÄT
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Teilchen_Welle_Rahmen-copy.png"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           [1] In einer subjekt-entleerten naturwissenschaftlich-technischen Sprache geht es angeblich nur um eine ‚objektive‘ Beschreibung von ‚Fakten‘. Für das Funktionieren der Technik sind diese Fakten maßgeblich. Wo aber bleibt dabei der Mensch, der das alles erfunden und hergestellt hat und über den Gebrauch entscheidet?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Angesichts des Unterschiedes zwischen messbaren Detailfakten und der Deutung dieser Messergebnisse kommt schon der Mensch, das lebendige Subjekt, in den Mittelpunkt der Betrachtung. Er ist der einzige, der die Deutung sinnvoll vornehmen kann. Dabei ist der Unterschied zwischen messen und deuten nur ein gradueller und kein ausschließlicher entweder-oder. Denn schon in der Art des Messens ist ein Stück Interpretation impliziert. In der Quantenphysik ist das vor fast 100 Jahren lange und viel diskutiert worden an der Frage, ob Photonen Wellen oder Teilchen seien –je nach Messmethode kam man zu einem unterschiedlichen Ergebnis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Subjektiv, intersubjektiv, metativ
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So sind sich heute Wissenschafts- und ErkenntnistheoretikerInnen weitgehend einig, dass es eine „Objektivität“ im Sinne von wahr im Gegensatz zu „Subjektivität“ als unwahr nicht gibt. Deshalb sprechen sie heute von „intersubjektiv“. Damit wird ausgedrückt, dass Erkenntnisse von verschiedenen Subjekten wahrgenommen und erkannt wurden oder werden können. Insgesamt ist die Verwendung dieses Begriﬀes aber recht diﬀus und unterschiedlich. So schlage ich den Begriﬀ „metativ“ anstelle von „objektiv“ vor, um zu bezeichnen, dass eine Erkenntnis von mehreren, also von einem Metasubjekt erkannt wurde[2]. Hilfreich dazu ist dann die Angabe, welches Metasubjekt die Erkenntnis hatte: eine Familie, ein Gremium von WissenschaftlerInnen, eine Partei, eine wissenschaftliche Fachrichtung, eine Kultur …?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit metativ wird das Subjekt des Wahrnehmens, Erkennens, Denkens und Kommunizierens wertgeschätzt und gleichzeitig so relativiert, wie es erkenntnistheoretisch angemessen erscheint.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den letzten Jahren sind wir mit angeblich wahren objektiven ‚Fakten‘ nicht nur in der Naturwissenschaft, sondern auch in der Medizin und Politik konfrontiert worden, als es darum ging, was die Corona-Viren sind und was sie für unsere gesunde Entwicklung bedeuten. Dabei wurde Mehreres klar. Zum einen ganz besonders, dass es wichtig ist zu wissen, von welchem Metasubjekt die Messungen und Studien stammten: z. B. von den von Impfungen proﬁtierenden Metasubjekten oder von unabhängigen ForscherInnen? Zum anderen, dass wir die vielen verschiedenen Messergebnisse und Studien nur halbwegs sinnvoll und angemessen deuten können, wenn wir die vielfältigen Interaktionen zwischen Viren und den menschlichen Subjekten, auch den kollektiven Metasubjekten, verstehen. ‚Ver-stehen‘ bedeutet, nicht mehr in einem direkten aﬀektiven Bezug mit dem Geschehen zu stehen (wozu Bekämpfen und Proﬁtieren gehören), sondern in einer Distanz aus einer anderen, reﬂektierten Perspektive zu sehen[3].
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Subjektives Fühlen als Lösung?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sprache ohne Subjekt mit dem Anspruch auf objektive Wahrheit und Richtigkeit (wie sie heute noch an vielen Unis, auch in medizinischen Fakultäten verlangt wird – im Unterschied zu Wahrhaftigkeit und Authentizität) ist eine rechthaberische und damit verdeckt machtergreifende (oft als „patriarchalisch“ kritisierte) Sprache, die Unantastbarkeit suggeriert. Sie fordert und fördert ein Anpassen der Menschen an die Technik und digitale Sprache. Damit ist sie Wegbereiterin für das gesellschaftliche Top-down-Wirken der KI, die die Qualitäten des menschlichen Subjekts nicht hat, nicht reﬂektierend integrativ zurückschalten und mitfühlen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andersherum sind das menschliche Subjekt und seine lebendige von lebendiger Intelligenz formulierte Sprache auch die Mittel, um die KI sinnvoll zu nutzen, anstatt sich einem Missbrauch durch KI auszuliefern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Dominanz einer naturwissenschaftlich-technischen subjektlosen Sprache hat heute zu einer Gegenreaktion geführt, in der die Gefühle und damit etwas Subjektives, kaum zu Entäußerndes, den Maßstab aller Dinge geben sollen. So prägen emotionale wie moralische Geschichten aller Art populistisch die Medienkommunikation. Dabei spielen die Emotionen, die in der Macht-Opfer-Dynamik (s. Beitrag vom 3.1.2024) auftreten, leider Hauptrollen. Die Schlagzeilen in vielen Medien betreﬀen meist Krisen, Kriege und andere Bedrohungen wie Rechtstreite. Sie sind also überwiegend aversiv (s. Beitrag vom 22.12.2023). Die Fernsehprogramme bestehen weitgehend aus Krimis und Konsum-Soaps zur Stress-Kompensation.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So scheint das von den Naturwissenschaften in seiner Bedeutung missachtete lebendige menschliche Subjekt[4] auf fragwürdig aﬀektive Art und Weise durch die Hintertür wieder aversiv und zerstörerisch sowie konsumsüchtig auf die kulturelle Bühne zu treten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ist heute ein neues Mittelalter?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Mittelalter brauchte das Denken in alten religiösen Dogmen der christlichen Kirchen eine große Erneuerung, weil es das damals aufkommende materiell kausale naturwissenschaftliche Denken nicht integrieren konnte.[5] Heute scheint es andersherum zu sein: das Denken in alten naturwissenschaftlichen Dogmen von materieller Kausalität kann das lebendige neue und kokreative Denken in komplexen Dynamiken, Systemen und Lösungen und der Wirksamkeit von attraktiven Informationen wie Geist nicht integrieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anscheinend reicht vielen heute die vorhandene und allseits bekannte wie erfahrbare Zerstörung der Umwelt und Menschlichkeit noch nicht, um sich für ein neues Denken zu öﬀnen. Wird es angesichts dieser Zerstörungen nicht dringend erforderlich, dass wir unsere eigenen zerstörerischen Dynamiken reﬂektieren und verändern? Und neue aufbauende und gesundheitsförderliche kultivieren? Die großen aktuellen Krisen, wie die Umwelt- und Klimakrise wie auch die Kriege haben wir selbst gemacht. Wir brauchen dringend ein Besinnen auf uns selbst: Wo liegen die Neigungen zur Zerstörung in mir und uns und wo die Ressourcen und Fähigkeiten zu heilsam aufbauendem Kooperieren? Diese Reﬂexion und Besinnung braucht es sowohl individuell und kollektiv, sowohl jeder für sich, in kleinen Gruppen, größeren Zusammenhängen als auch national und global. Dazu gehört auch eine Reﬂexion der Kommunikation – ganz besonders der Massenkommunikation über Medien. Dabei können neue Vorgehensweisen nur von Subjekten kokreativ mit lebendiger Intelligenz kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Subjekt in der Sprache neu kultivieren
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gibt es einen stimmigen Zugang zum Subjekt und Subjektiven, der mich in meiner Wechselbeziehung zur Umwelt passend reﬂektierend integriert? Wo ich meine zerstörerischen Muster bewusst regulieren kann und meine kokreativ aufbauenden Fähigkeiten förderlich kultivieren kann?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wo ich mich weder liquidiere noch überhöhe, sondern mich mit all meinen Motiven und Fähigkeiten in kokreativer Kooperation mit Mitmenschen, der Umwelt wie Natur fühle und reﬂektiere, von der ich selbst ein Teil bin?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus den langjährigen Erfahrungen im sehr kreativen Gemeinschaftsleben in Hannover und Heckenbeck sowie explizit beim Kultivieren Salutogener Kommunikation hat sich für mich gezeigt, dass es sehr hilfreich ist, immer wieder nach der eigenen Motivation und Intentionalität zu fragen, welches Bedürfnis und Anliegen ich habe, was mir wirklich bedeutsam ist, wohin ich mich in und mit der mehrdimensionalen Umwelt entwickeln will. Und dass wir uns über unsere Motive und Intentionalität austauschen und abstimmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Theodor Dierk Petzold
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [1]	Graﬁk aus: https://www.philoclopedia.de/einzeldisziplinen/quantenphysik/welle-teilchen-dualismus/
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [2]	Petzold TD (2001) Objektivität, Subjektivität und Arzt-Patienten-Beziehung. In: Erfahrungsheilkunde EHK 2/2001, S.71-81. https://gesunde-entwicklung.com/wp-content/uploads/2021/10/Petzold-objektivitaet-subjektivitaet-und-arzt-patienten-beziehung-EHK-2001.pd-f-1.pdf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [3]	vgl. a. Beitrag vom 5.10.2023 und die motivationalen Modi in Petzold &amp;amp; Henke (2023) Motivation. Grundlegendes für ein gelingendes Leben. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [4]	Z. B. sehr konsequent im Lehrbuch „Biopsychologie“ des Menschen von Pinel et al 2019
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [5]	Angenommen wir beﬁnden uns heute in einer vergleichbaren Übergangssituation wie zum Ausklang des Mittelalters. So wie damals die Dogmen des christlichen Glaubens in den kirchlichen und weltlichen Machtstrukturen sich verhärteten und zu grotesken Erscheinungen wie der Inquisition führten, so scheinen heute die Dogmen der alten Naturwissenschaften mit ihrem Glauben an materiell-lineare Kausalitäten zu ihrer institutionellen Machterhaltung zu inquisitionsähnlichen Kampagnen zu führen. Dazu war bzw. ist das Rechthaben, materiell kausale Beweisen von Fakten und Urteilen über gut und böse, richtig und falsch essentiell.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 04 Mar 2024 08:46:43 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>SPRACHE ZUR VERWIRKLICHUNG VON VERBUNDENHEIT</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/sprache-zur-verwirklichung-von-verbundenheit</link>
      <description>Wie können wir Verbundenheit mit der Sprache verwirklichen?
In den letzten Beiträgen habe ich immer wieder Trennendes in der Sprache beschrieben. Jetzt möchte ich einmal beim Verbindenden bleiben. Dazu gehe ich einer These nach:
Alle Menschen sind miteinander in der Biosphäre verbunden...</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           SPRACHE ZUR VERWIRKLICHUNG VON VERBUNDENHEIT
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Wie können wir Verbundenheit mit der Sprache verwirklichen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den letzten Beiträgen habe ich immer wieder Trennendes in der Sprache beschrieben. Jetzt möchte ich einmal beim Verbindenden bleiben. Dazu gehe ich einer These nach:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Alle Menschen sind miteinander in der Biosphäre verbunden.
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und: Diese implizit und systemisch bestehende Verbundenheit strebt nach
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Realisierung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            in der beobachtbaren Welt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Verbundenheit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            als eigene systemische
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Einheit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            betrachtet strebt zur Erscheinung durch Kommunikation und Kooperation ihrer Teilsysteme (auch Agenten genannt)[1]. Wir Menschen haben schließlich alle denselben Ursprung, dieselben Urahnen. Immerhin atmen wir alle die Luft derselben Atmosphäre ein und aus. Immerhin ernähren wir uns von Pﬂanzen und Tieren, die auch zu unserer Biosphäre gehören und letztlich einen gemeinsamen Ursprung haben. Wir sind alle Teile desselben Übersystems, der Biosphäre.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So erscheint es nur natürlich, dass wir – nachdem wir als körperlich abgenabelte und begrenzte Einzelwesen in diese Welt geboren sind – danach streben, unsere tiefe systemische Verbundenheit wiederzuﬁnden und zum Ausdruck zu bringen. Das tun wir u. a., indem wir mit unseren Mitmenschen kooperieren, sinnliche Nähe suchen und als Erwachsene im Geschlechtsakt sogar so kokreativ vereinigen können, dass Ei- und Samenzelle zusammenﬁnden zu einem neuen Menschen. Das hat teilweise auch ohne Sprechen ganz gut funktioniert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber wenn ich mich mal von meinen Liebsten entfernt habe und wieder zurückkomme, trennen mich meine alleine gemachten Erfahrungen von ihnen. Ich will meine Erfahrungen mitteilen und vergemeinschaften. Das ist einer von zwei Hauptgründen für das Entwickeln von Sprache. Dazu brauche ich zur Sprache immer wieder Pausen zum Einstimmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der zweite Hauptgrund zum Sprechen sind in die Zukunft gerichtete Vorhaben. Um mit anderen etwas zu unternehmen, ein praktisches Ziel zu erreichen, muss ich ihnen meine Absicht mitteilen. Dazu ist das Sprechen hilfreich bis unersetzlich. Um mit anderen ein Haus zu bauen, muss ich das absprechen. Sprache dient mir immer zum Wieder- und Neu-Verbinden wie auch zum Kooperieren selbst bei räumlicher Trennung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Die Komplexität der Verbundenheit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie gerade angedeutet ist die Verbundenheit in der Biosphäre extrem komplex. Schon in meiner Familie ist die gefühlte und gelebte Verbundenheit so komplex, dass ich mit Worten nur kleine Teilaspekte davon beschreiben kann. In meiner Gemeinschaft und meinem Biotop ist sie noch komplexer. In meiner Nation und Kultur sind die wechselseitigen Dynamiken wiederum dimensional komplexer – da kenne ich nur einen kleinen Bruchteil der in ihr verbundenen Menschen und weiteren Teilsysteme. Wie komplex sind erst meine Beziehungen in der Biosphäre?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Angenommen, ich habe innere Antennen, Sensoren für unterschiedliche Aspekte der Verbundenheit: Temperaturfühler für die Temperatur meiner Umgebung und meines Körpers, Gasfühler für den Sauerstoﬀ und Kohlenoxidgehalt der Luft und anderer Gase und Chemikalien außen und innen, Resonanz-/Spiegelneuronen für das Beﬁnden meiner Mitmenschen (Mitgefühl), Sensoren für den Zustand der Natur um mich herum… – womöglich habe ich auch noch Antennen für das Empﬁnden und Beﬁnden von Menschen aus Afrika, Südamerika, Indien… und für den Zustand der Natur insgesamt? Gibt es zur Beschreibung all dieser wahrgenommenen Verbundenheit in ihren einzelnen und veränderlichen Aspekten genügend und treﬀende Worte? Oder muss ich mich damit begnügen, dass ich immer nur Bruchstücke bewusst wahrnehmen und kommunizieren kann?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Evolution-Sprache-e1706818597580.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So ist unsere Sprache von vornherein ein Versuch mit sehr begrenzten Möglichkeiten, die tatsächlich vorhandene Verbundenheit auszudrücken. Eine andere Sprache in einer anderen Kultur drückt andere Aspekte der Verbundenheit aus und realisiert andere Aspekte. Mit einem Verstehen anderer Sprachen und Kulturen kann ich mein Verstehen der Möglichkeiten der Verbundenheit erweitern. Weiter kann ich die Begrenztheit der eigenen Sprache klarer reﬂektieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings kann ich mich mit dieser prinzipiellen Beschränkung der Sprache auch zufriedengeben. Ich kann mir und dir sagen, dass es ok so ist, wie es ist, und mich darüber freuen, dass wir uns mit Hilfe der Sprache über unsere Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen ebenso austauschen und abstimmen können wie über womöglich neue Kooperationen. Vernetzungen, die wir miteinander knüpfen, schaﬀen Konkretisierungen einer möglicherweise vorab bestehenden impliziten Verbundenheit. Durch vernetzte Kooperationen kann die Verbundenheit sich explizit kokreativ entfalten. Diese sind dann unsere Verwirklichungen der vorbestehenden impliziten Verbindungen. Dazu dient Sprache.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Babylonische Sprachverwirrung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei erleben wir häuﬁg, dass Menschen mit denselben Wörtern ganz unterschiedliche Dinge meinen. Dazu habe ich den letzten Beiträgen in diesem Blog schon eine Reihe von häuﬁgen Beispielen aufgeführt. So erscheinen schon innerhalb einer Sprache das Verstehen und Kooperieren allein mittels Sprache (wie z. B. über E-Mails) oft schwierig. Ich muss möglichst den ganzen Menschen erleben, um seinen Worten die passende Bedeutung zu geben. Und selbst dann kann sich nach einer Weile herausstellen, dass wir aneinander vorbeigeredet haben, dass ich unter seinen explizierten Absichten etwas anderes verstanden habe, als er umsetzen konnte. Noch viel schwieriger wird es, wenn ich mit einem amerikanischen Kollegen über eine Kooperation zu einem gemeinsamen Artikel spreche. Ich erinnere mich an die babylonische Sprachverwirrung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon vor Abrahams Zeiten – kurz nach der Sintﬂut – soll es in Babylon eine Sprachverwirrung gegeben haben. Diese soll dazu geführt haben, dass der König Nimrod mit den Babyloniern seinen Turmbau nicht weiter schaﬀen konnte. Ohne ein Absprechen der jeweils nächsten Schritte konnten diese nicht mehr kooperieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ähnlich fühle ich mich heute oft, wenn ich in Medien, wie auch Büchern lese: oft schöne Worte, die in meiner Vorstellung einen Kartenturm formen, dessen Karten plötzlich an bestimmten Punkten nicht zusammenpassen – mit der Wirkung, dass der ganze Turm in sich zusammenfällt. Diese Tendenzen sehe ich heute noch verstärkt, wenn die Sprache in Medien von der sog. Künstlichen Intelligenz KI produziert wird. KI will und kann nicht kokreativ kooperieren, sondern nur Befehle ausführen und Kartentürme konstruieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ein gemeinsames und neues Verstehen der Sprache?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir hilft ein vorhandenes Bewusstsein und Empﬁnden der Verbundenheit mit anderen Menschen sowie mit der Natur auch jenseits der Sprache. Und auch jenseits der Emotionen, die oft trennend sind und schmerzhaft. Wenn wir unsere Schmerzen, die im Leben immer wieder mal auftreten können, als individuellen Trennungsschmerz verstehen, so kann uns dieser darin erinnern, dass es hinter und über dem sichtbaren Getrenntsein eine größere lebendige und tiefere Verbundenheit gibt – eine systemische, (virtuelle) metaphysisch und gleichzeitig physisch funktionelle, informierende.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ich mit diesem Bewusstsein von tiefer und informierender Verbundenheit meinen Mitmenschen begegne, komme ich in die Lage, hinter allen sprachlichen, ggf. gefühlsmäßig trennenden Widersprüchen, Kritiken, Meinungsverschiedenheiten und Anfeindungen eben diese menschlich natürliche und lebendige Verbundenheit zu erkennen. Ich kann immer öfter verstehen, wie es trotz der tiefen impliziten Verbundenheit zu derlei Gegensätzlichkeiten kommen konnte und kann. Das ist ein Verstehen einer Wahrheit, die hinter der Sprache liegt. Indem ich darüber spreche, kann ich diese Wahrheit auch in die gelebte Wirklichkeit bringen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Anna Greinetz möchte ich mich für das Lektorieren und konstruktive Vorschläge zu dem Post bedanken!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Theodor Dierk Petzold
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [1] Bertalanﬀy L v (1949,1990) Das biologische Weltbild. Böhlau Verlag Wien, Köln 1990;
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Luhmann N (1987) Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen Theorie. Frankfurt/M.: Suhrkamp;
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Petzold TD, Henke A (2023) Motivation. Grundlegendes für ein gelingendes Leben. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 01 Feb 2024 09:29:31 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>FRIEDEN IN DER SPRACHE MITGESTALTEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/frieden-in-der-sprache-mitgestalten</link>
      <description>Alle Menschen, die ich kenne, sagen, dass sie Frieden wollen. Wie kommt es, dass trotzdem immer wieder Krieg geführt und dafür gerüstet wird? Und warum rechtfertigen so viele Menschen den Krieg dann irgendwie und machen ihn mit? Sind das Folgen von Hirnwäsche? Wie können wir eine friedvolle Sprache kultivieren?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           FRIEDEN IN DER SPRACHE MITGESTALTEN
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/kisspng-don-quixote-la-mancha-sancho-panza-tilting-at-wind-quijote-5b20b491b601e1.0520247815288700337455.png"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle Menschen, die ich kenne, sagen, dass sie Frieden wollen. Auch sonst habe ich von keinem gehört oder gelesen, dass er für Krieg ist. Wie kommt es, dass trotzdem immer wieder Krieg geführt und dafür gerüstet wird? Und warum rechtfertigen so viele Menschen den Krieg dann irgendwie und machen ihn mit? Sind das Folgen von Hirnwäsche?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute ist eine, allerdings nicht als solche deklarierte, kognitive/ psychologische Kriegsführung (Kriegspropaganda) recht verbreitet. Da ist die Frage nicht nur langfristig, sondern sogar sehr aktuell, ob und ggf. wie wir ganz explizit in der Sprache und damit ganz besonders in den Medien sinnvolle Friedensarbeit leisten können?[1] Wie können wir eine friedvolle Sprache kultivieren?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Psychologische Sicht auf Macht-Opfer-Muster
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Psychologisch gesehen ist das Ausgangsgefühl für Krieg in aller Regel, dass man selbst oder nahe Mitmenschen Opfer einer existentiellen Bedrohung ist bzw. sind; oder dass man Angst hat, Opfer zu werden. Ein solches Gefühl von Opfer-sein entsteht auch durch Ausschluss aus einer Gemeinschaft. In Naturvölkern kam das einer Todesstrafe gleich. Für Kinder, die abhängig von der Familie sind, ist es gefühlt genauso. So entsteht dieses angstvolle Opfergefühl mit einer erhöhten Aktivität des neuroendokrinen Aversionsmodus (s. Petzold &amp;amp; Henke 2023) in vielen Menschen, ohne dass sie eine beobachtbare ‚objektive‘ Bedrohung erlebt haben müssen. In diesem Gefühl von Angst vor einer Bedrohung, ich nenne es Opfermodus, werden Menschen bereit zu kämpfen, um den (potentiell) bedrohlichen Täter unschädlich zu machen. In den abrahamitischen monotheistischen Religionen war und ist die Bedrohung durch Ausschluss aus dem auserwählten Volk, als Ungläubige bzw. Heiden eine ständige Quelle von Angst, die Gegenwart eines latenten Opfermodus, wenn man nicht den Anweisungen der Heiligen Schrift bzw. der Stellvertreter Gottes auf Erden befolgte.[2]
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man selbst im psychologischen Opfermodus ist, hat man Existenzangst und nicht mehr das Gefühl, etwas Äußeres verlieren zu können. Gefühlt kann man in diesem Modus nur gewinnen (Zuckerbrot) – zumindest Sicherheit und Macht und Kontrolle gegenüber dem (potentiellen) Täter. In der politischen Sprache heißt es Verteidigung, und Angriﬀ ist die beste Verteidigung. Wenn es uns gerade gut geht, werden uns Bilder gezeigt und Geschichten erzählt von Menschen, die verletzt werden. Dann ﬁnden wir aus unserem Mitgefühl (und womöglich einem unbewussten, auch kollektiven Opfermodus) heraus den Kampf zum Neutralisieren einer potentiellen Bedrohung gerecht und unterstützen den Krieg. Wenn jede Regierung nun ihrem Volk entsprechende Bilder und Geschichten von anderen Systemen vor Augen hält, werden viele BürgerInnen bereit, in den Krieg zu ziehen, aufzurüsten und für den Krieg zu spenden usw. – trotzdem sie eigentlich Frieden wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Macht-Opfer-1-e1704360086363.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Verbales Triggern von Opfergefühlen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im psychologischen Opfermodus ist das Fühlen und Denken des Menschen zweckmäßigerweise eingeengt auf die Bedrohung, um diese genau zu analysieren, ihre Schwachstellen zu ﬁnden und darauf, die eigene Stärke (Resilienz) aufzubauen, um die Bedrohung zu neutralisieren. Es ist die Einstellung im neuropsychischen Aversionsmodus, in dem unser Stresssystem aktiviert und die Handlungsbereitschaft erhöht ist. Dieser in bestimmten Situationen zweckmäßige Opfermodus kann also über die Sprache und Medien angeregt werden durch entsprechende Geschichten und Bilder und auch durch die Androhung von Ausschluss. Wenn kritisierende Begriﬀe wie Leugner, Kollaborateure mit dem Feind, Putin–Versteher, rechts-populistisch, rassistisch, antisemitisch u.Ä., nicht mehr als Kritik an einer Meinungsäußerung und Auﬀorderung zur Diskussion gemeint sind, sondern mehr als moralisches Urteil zum Ausschluss aus der Gemeinschaft, wird die Macht-Opfer-Dynamik getriggert. So entsteht bei vielen entweder ein Gefühl von Ausgeschlossensein (Opfermodus) oder – und das ist die für die Kriegführung gewollte Wirkung – eine Angst vor dem Ausschluss, vor der Peitsche, und damit eine Aktualisierung eines alten Gefühls von Opfer-sein und Hoﬀnung, dass die Regierung den „bösen Riesen“ (vgl. Don Quijotes sprichwörtlichen Kampf gegen die Windmühlenﬂügel) bändigen wird. Das hat eine Folgsamkeit bei der Kriegführung zur Folge. Dafür winken dann zumeist noch versprochene Belohnungen (Zuckerbrot) wie Freiheit, Lob, Zugehörigkeit, Sold u.a.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Macht-Opfer-2-e1704360791626.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Frieden in der Sprache kultivieren
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Sprachraum wird top-down und bottom-up gestaltet. Früher waren für die Gestaltung des Sprachraums wesentlich die SchamanInnen, PredigerInnen und RegentInnen maßgeblich. Allerdings haben auch sie sich der Sprache der einfachen Menschen bedienen müssen, wenn sie verstanden werden wollten. So kam die einfache Sprache indirekt auch in die Weisheitsbücher. Heute wird die Sprache über LehrerInnen an Schulen vermittelt und es gibt eine Jugendsprache, die sich über Peergroups und sog. social-media ausbreiten und über Jahre und Jahrzehnte Eingang in die Alltagssprache ﬁnden. Inzwischen wird das „Jugendwort des Jahres“ gekürt, das auch über viele Massenmedien verbreitet wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So können wir mit einer Mitgestaltung des Sprachraums beim Sprechen mit anderen Menschen beginnen – ganz gleich welchen. Eine bewusst friedvolle Sprache kann Resonanz auch bei JournalistInnen ﬁnden, die diese womöglich in ihren Medien umsetzen…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine friedvolle Sprache beginnt damit, dass wir
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ol&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mehr über Frieden sprechen: Was bedeutet Frieden für dich und für mich und für uns? Wie können wir immer wieder in Frieden zusammenkommen? Frieden ist wertvoll. Was können wir selbst und was können PolitikerInnen für anhaltenden Frieden tun?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mehr über unsere Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen austauschen; darüber, was mir jeden Tag und im Leben allgemein Sinn macht: Was motiviert mich und was dich? Wo haben wir möglicherweise eine gemeinsame Intentionalität zu aufbauenden Zielen?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Möglichkeiten der Integration von bislang Ausgeschlossenem auch von Bedrohlichem und ungewünschten Emotionen suchen – in einer übergeordneten Dimension der Biosphäre und dynamisch evolutionären Sichtweise kann alles seinen Platz ﬁnden. Frieden ist der Anspruch auf Integration/Inklusion von bisher Ausgeschlossenem unter Respektierung seiner Qualität/Information (bei weitgehendem Gewaltverzicht).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Menschen in ihrem Handeln, Fühlen und Denken verstehen wollen – nicht verurteilen: Allparteilichkeit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zur Diskussion und Kritik stehen nur die Handlungsweisen und Denkmuster –nicht die Menschen. Dazu gehört auch ein weitgehender Verzicht auf Urteilen über Menschen, moralische Schubladen, Vorwürfe, einseitiges parteiergreifen und ständiges Retten wollen, ohne gefragt worden zu sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Anna Greinetz möchte ich mich besonders für das Lektorieren und konstruktive Vorschläge zu dem Post bedanken!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Theodor Dierk Petzold
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hier ist der Link zu dem kostenlosen Vortrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=Qv54_RWem8A" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           „Krieg und Frieden aus psychologischer Sicht“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [1]	Mit der Sprache konstruieren wir unsere Realität in unterschiedlichem Sinne, vgl. Felder &amp;amp; Gardt (Hg.)(2018) Wirklichkeit oder Konstruktion? Berlin: De Gruyter; www.degruyter.com.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [2]	Als systemisch denkender Mensch suche ich bei Äußerungen und Beziehungen von Systemen nach dem Ursprung in den Anfängen des Systems. Gibt es dort das Thema? Deshalb habe ich angesichts des anhaltenden und immer wieder auﬄammenden Krieges zwischen den (islamistischen) Hamas und der (orthodox jüdischen) israelischen Regierung nach der Geschichte Abrahams gesucht, dem Urvater der monotheistischen Religionen. Wenn die Heilung am tiefsten Punkt der Verletzung stattﬁndet (s. Ben Aharon zitiert von Rolf Bastian in Der Mensch 49 2/2014 S. 8f), so könnte es in Bezug auf religiös begründete Kriege beim Schöpfer der Religion sein. Wo war bei Abraham das Opferthema? Abraham war bereit, seinen Sohn auf Geheiß Gottes hin zu opfern. Dazu hatte er ihn schon am Altar festgebunden (deshalb „Bindung Isaaks“), um ihn zu töten. Gerade noch rechtzeitig kam dann ein Botschafter Gottes, der meinte, dass dieser Beweis der „Gottesfurcht“ Abrahams genüge, und Isaak leben bleiben könne. Hier ist in der Geschichte des Urvaters der drei monotheistischen Religionen schon die Botschaft, dass deine Furcht vor Gott und seiner Strafe (Peitsche) größer sein soll als die Liebe zu deinem Kind. Kinder sind hier (potentielle) Opfer und damit religiös getaufte Krieger. Das Thema der Prägung des Sprachraums durch Religionen wird das Thema des nächsten Beitrags hier sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 05 Jan 2024 10:00:15 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>MASSENMEDIEN UND SPRACHE ALS MITGESTALTUNGSRAUM</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/massenmedien-und-sprache-als-mitgestaltungsraum</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           MASSENMEDIEN UND SPRACHE ALS MITGESTALTUNGSRAUM
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir den Sprachraum als Mitgestaltungsraum wollen…?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zur Psychologie der Aufmerksamkeit
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An dieser Stelle kommt die Psychologie ins Spiel, die sich die Werbe-, Kommunikations- und Medienpsychologie zunutze machen, um den Verkauf zu optimieren. Die Aufmerksamkeit der Massen lässt sich kurzfristig am besten erreichen durch Bedrohungsmeldungen – egal, ob und in welchem Ausmaß diese wirklich vorhanden sind – sowie Berichte von Persönlichkeiten mit großem Ansehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass wir angesichts von Bedrohungen schnell agieren, um diese abzuwenden, macht evolutionsbiologisch und psychologisch Sinn. In unserer Zivilisation und für die Massen haben wir in aller Regel allerdings genügend Zeit, um überlegt, in Ruhe und Vorbereitung auf Gefahren zu reagieren. Ständige Krisenmeldungen erzeugen nur unnötigen Stress und Angst und machen manipulierbar. Das wird als Überlebenskampf gerechtfertigt. Allerdings brauchen wir für unser nachhaltiges (Über-)Leben in Gesundheit und Wohlergehen, für unsere Salutogenese vielmehr Gelassenheit, Ruhe, Langsamkeit, Entspannung und Kreativität und eine gesellschaftliche Abstimmung über positive Ziele (s. Petzold &amp;amp; Henke 2023). Vermutlich wären Schlagzeilen zum Thema eines guten Lebens und Frieden überall für viele langweilig. Damit können die Verlage im Rahmen kapitalistischer Konkurrenz vielleicht nicht genug Gewinn machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Neuropsychologisches Verstehen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die menschliche Psychologie wird von drei Grundmotivationen bestimmt, die jeweils neuronalen und hormonellen Netzwerken zugeordnet sind (s. Petzold &amp;amp; Henke 2023). Es sind 1. die langfristig übergeordnete Kohärenzmotivation, die nach einem stimmigen, passenden Leben mit der Umwelt strebt (verknüpft mit dem Präfrontal-Cortex PFC, Serotonin, Parasympathikus); 2. Die Appetenzmotivation, die nach Belohnung, wie Lusterleben z.B. durch Nahrungssuche und -aufnahme sucht (Lustzentren im Gehirn, Dopamin, kann sowohl mit dem 1. und 3. neuronalen Motivationssystem verknüpft sein); und 3. Die Aversionsmotivation, die Sicherheit durch Abwenden von Bedrohungen erreichen soll (Mandelkern, Adrenalin, Kortisol, Sympathikus, Stresssystem).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle drei Grundmotivationen sind in jedem Menschen von der evolutionären Anlage her vorhanden und können durch Umwelteinﬂüsse angeregt werden. Unsere Umweltbeziehungen werden über diese Grundmotivationen geregelt. Für ein gesundes und gutes Leben brauchen wir ein gutes Zusammenspiel dieser drei motivationalen Systeme. Für unser Thema hier ist besonders die Anregung durch Sprache interessant. Verbale Kommunikation erreicht bei vielen Menschen ihre tieferen Schichten der Motivation nicht so schnell und leicht. Es braucht dazu dann Bilder und häuﬁge Wiederholungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Psychologische Kommunikations- und Interaktionsmuster
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch ständige Bedrohungen wie Krisenszenarien in Massenmedien geschieht massenpsychologisch nun folgendes. Es bilden sich (mindestens) drei große Gruppen oder Kategorien von BürgerInnen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ol&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Immer mehr Menschen gucken und lesen zur eigenen Psychohygiene keine Nachrichten und Schlagzeilen mehr – als Selbstschutz, um noch hinreichend im gesundheitsförderlichen Kohärenzmodus zu bleiben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die zweite Gruppe erscheint mir zur Zeit (noch?) als die größte: Sie konsumieren die bedrohlichen Nachrichten und Schlagzeilen und resonieren im Aversionsmodus. In diesem Gefahren-Abwendungsmodus entsteht ein instinktives Täter-Opfer-Rächer/Retter-Interaktionsmuster. Dabei strebt jeder, der sich bedroht fühlt (als potentielles Opfer) nach genügend Macht und Verbündeten, um potentielle Täter abzuwenden, zu neutralisieren (= Rache, Vergeltung, Verurteilung, Präventivschlag), und ggf. um Opfer zu retten. Es entsteht eine Macht-Opfer-Dynamik, die leicht zur Eskalation von Konﬂikten sowie zur Aufrüstung führt. Diese große Gruppe, die im Aversionsmodus entsprechend auf die bedrohlichen Nachrichten resoniert, spaltet sich auf in zwei Untergruppen: 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Diejenigen, die inhaltlich der Benennung des bedrohlichen Feindes durch die Massenmedien zustimmen und Partei gegen diesen ergreifen, der sog. Mainstream 2. Diejenigen, die zwar auch im Aversionsmodus resonieren, aber der Benennung des Feindes widersprechen, diese ablehnen und den sog. Mainstream kritisieren oder gar bekämpfen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die dritte Gruppe ist schwankend. Sie lesen und hören gelegentlich die Nachrichten über die Bedrohungsszenarien, ohne sich davon jeweils sehr anstecken zu lassen. Sie identiﬁzieren sich mal mit dem einen, mal mit dem anderen oder mit keiner Partei. Sie ﬁnden zwischendurch immer wieder in ihre Stimmigkeit, ihren Gelassenheitsmodus, zu ihren Bedürfnissen, Anliegen und Ansichten – zu ihren Ressourcen zu friedlichen Lösungen.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Schlussfolgerungen zur Lösung der verletzenden Muster
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um diese Kommunikationsmuster im Abwendungsmodus heilsam zu lösen, hilft einerseits deren Erkennen und Metareﬂexion, um dieses Muster rechtzeitig abzubrechen. Weiter bräuchte es die (Selbst-?)Disziplin der Medien und AutorInnen, dass diese bei jeder geschilderten Bedrohung auch Anliegen, Ideen, Gedanken und Ansätze zur Lösung nennen und (zumindest) Fragen danach stellen. Dadurch können LeserInnen und KonsumentInnen angeregt werden, nach Lösungen zu suchen, ihre eigenen lösungsorientierten Bedürfnisse und Anliegen zu ﬁnden und zu kommunizieren und nicht ausweglos in der instinkthaft geprägten, zur Eskalation neigenden und stressenden Macht-Opfer-Dynamik hängenzubleiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um das zu gewährleisten, könnte ein demokratisch legitimierter, von der Politik und Ökonomie unabhängiger Rat eine Aufsicht über die Massenmedien, die 4. Gewalt, führen. Medien müssen unabhängig vom kommerziellen Markt und der Politik und Lobbys sein. Sie sollen Kommunikationsforen für die Menschen bieten, in denen diese ihre wichtigen Anliegen austauschen und abstimmen können. Dazu sollen Medien mehr Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung der Massen kultivieren. So könnte womöglich auch im Feld der medialen Massenkommunikation ein erweiterter kokreativer Sprachraum hergestellt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Theodor Dierk Petzold
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/gewerkschaft-gruenden-header-scaled-1-efb82a17.webp" length="75628" type="image/webp" />
      <pubDate>Fri, 22 Dec 2023 10:29:24 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>ZUR RETTUNG DES SPRACHRAUMS ALS KOHÄRENZRAUM</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/zur-rettung-des-sprachraums-als-koharenzraum</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Rettung des Sprachraums als Kohärenzraum
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich reden wir miteinander[1], um unsere Bedürfnisse, Wünsche, Anliegen (Motivation, Intentionalität) und Beziehungsrollen untereinander abzustimmen. Das kommunikative Abstimmen geschieht aus dem Bedürfnis und im Hinblick auf kooperative Verbundenheit. So bildet die Sprache einen verbalen Kommunikationsraum als Grundlage und als Potential zu weiteren Kooperationen[2].
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Störungen der Kohärenz des Sprachraums
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Störung der Kohärenz des Sprachraums kann durch ein Auseinandergehen der Entwicklungen in den Lebensdimensionen entstehen, also ganz besonders in historischen Übergängen – sowie heute z.B. u.a. durch die digitalen Medien. Das kann geschehen, wenn eine Kultur sich zu weit von den lebendig aufbauenden Kooperationen der Menschen und/oder ihren biologischen, sozialen und seelisch-geistigen Eigenschaften entfernt oder zu sehr an alten Mustern festhält, die ihre anstehende Entwicklung hemmen. Eine Inkohärenz im Sprachraum kann auch entstehen, wenn sich seine Umwelt stark verändert – entweder aus ihrer Eigengesetzlichkeit heraus oder durch Menschen gemacht – und damit eine neue Kooperation einer Kultur mit ihrer Umwelt erfordert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute erscheinen große Störungen der Kohärenz des Sprachraums, von denen manche schon lange währen und jetzt eskaliert sind und andere relativ kurz entstanden sind – wie in Zeiten eines großen Übergangs.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Damit sind einmal eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sinnentleerung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            der Sprache durch die Leugnung eines Sinns im Leben durch die Naturwissenschaften gemeint. Die klassischen Naturwissenschaften beanspruchten eine „Objektivität“, die mit Wahrheit gleichgesetzt wurde (und häuﬁg heute noch wird) und setzt Subjektivität mit Täuschung und Irrtum also mit unwahr gleich. Die Natur entwickele sich demnach nach den physikalischen Gesetzen seit dem Urknall des Universums und steuere durch Entropie auf einen „Wärmetod“ zu. Die Zukunft wird von der Vergangenheit entsprechend der Naturgesetze bestimmt. In diesem alten naturwissenschaftlichen Glaubenssystem ist kein Platz für das, was wir Sinn, Ziel, Zweck oder Bedeutung eines Phänomens nennen. Eine sinnhafte Zielorientierung „Teleologie“ des Menschen hatte demnach keine objektive Wahrheit, sondern sei subjektive Einbildung /Täuschung[4]. Die Zielorientierung wird erst seit etwa 20 Jahren durch die Erkenntnisse der Chaos- und Komplexitätsforschung bezüglich Attraktoren in manchen Fachkreisen hoﬀähig.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sinnentleerung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            der Sprache ﬁndet heute mit der Digitalisierung und KI ihren Höhepunkt und hoﬀentlich ihren Wendepunkt.[5] Computer und KI kennen keinen lebendigen Sinn und keine Bedeutung – nur Algorithmen und Daten. Wie diese als Werkzeuge eine sinnvollen Einsatz ﬁnden können, bleibt Thema weiterer Reﬂexion und Diskussion.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Militarisierung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            der Sprache begann nicht erst mit dem Ukraine-Krieg, sondern schon in der Corona-Zeit. Damit begann die in Kriegszeiten übliche binäre Aufteilung in moralisch ausschließend entweder Freund („gut“) oder Feind („böse“) besonders in vielen Massenmedien – möglichst ohne Zwischentöne, ohne gegenseitiges Verständnis und als Wichtigstes: ohne Abstimmen. Binäres Denken passt zum digitalen Sprachverständnis und zum Urteilen. Ein Verurteilen anderer regt die aversive Interaktion im Macht-Opfer-Dreieck[6] an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Beiträge zur Kohärenz der Sprache
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Unterscheidung zwischen bedeutungsloser und deshalb Fake-Sprache (durch KI- wie z.B. chatGPT) und von lebendiger Intelligenz formulierter lebendiger Sprache können Fragen helfen wie: Was ist die Intentionalität des Autors? Was bewirkt der Text in mir?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Unterscheidung einer psychologischen/kognitiven Kriegsführung (letztlich Kriegspropaganda) von einer friedlich motivierten Sprache, können zusätzlich diese Fragen helfen: Bringt der Text Argumente für Frieden oder Vergeltung? Erzeugt er ein Gefühl in Richtung Frieden oder von Angst und Gewalt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Richtungsweisend können und sollen wir uns über die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fragen austauschen und abstimmen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           : Welche Art von Sprache willst du und wollen wir kultivieren? Wie wollen und können wir unseren Sprachraum kohärenter und salutogener mitgestalten?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausgehend davon, dass der übergeordnete evolutionäre Sinn und Zweck von Sprache ist, Menschen überindividuell intentional zu verbinden – können wir intentional sprechend immer komplexere Kommunikation und Kooperation entfalten. Ein sprachlicher Kommunikationsraum bildet einen potentiellen Kohärenzraum für menschliches Kooperieren zum guten Leben. Mit diesem Kohärenzraum ist ein Resonanzraum gemeint, in dem Menschen in Kommunikation miteinander ihre Gesellschaft und Kultur passend aufbauend und entwicklungsfördernd mitgestalten – passend auch in größere, menschliche und ökologische Zusammenhänge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Eigene Anliegen kommunizieren
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ausgehend von dem Wissen um die drei
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/glossar#G"&gt;&#xD;
      
           Grundmotivationen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [7] und deren Zusammenspiel braucht es mehr Kommunikation, die durch die Kohärenzmotivation veranlasst ist. Es braucht mehr Reden über eigene und Abstimmen über gemeinsame Kohärenzziele. Das bedeutet, dass wir die Sprache primär zur Kommunikation unserer Bedürfnisse, Wünsche und auch längerfristigen Anliegen gebrauchen, für individuelle, gemeinschaftliche, kulturelle, globale und geistige Ziele. Zum Abwenden von Gefahren sollen wir sie nur kurzfristig und ansonsten sekundär verwenden (s. „
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/glossar#K"&gt;&#xD;
      
           kokreative Gruppenprozesse
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “), ebenso zur Ausrichtung auf lustversprechende Ziele.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu diesem Thema gibt es noch viel zu reﬂektieren, auszutauschen und zu diskutieren: Was hängt alles mit einer Sprache zusammen? Welche Art von Sprache wollen wir kultivieren? Wie können die verschiedenen Erstsprachen untereinander Kohärenz ﬁnden? Damit Sprachräume und auch die globale Kommunikation kohärenter werden, salutogener und aufbauender?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich freue mich, wenn du dich an diesem kokreativen Austausch beteiligst – durch Kommentare, Fragen und eigene Beiträge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei diesem Beitrag bedanke ich mich herzlich bei Frau Prof. Dr. Daniela Rotter und Herrn Prof. Dr. Dr. Dr. Felix Tretter für hilfreiche Kommentare.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anmerkungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            [1]	Schulz von Thun ist bemüht, mit seinem Vier-Seiten-Modell der Kommunikation (Sachaspekt, Selbstaussage, Beziehungsaspekt und Appell) diese so zu beschreiben, als gäbe es keine verbindende Motivation hinter dem Sprechen (außer beim Appell). Unter dem hier genannten Aspekt des Kooperierens als Sinn und Zweck von Kommunikation rücken andere Teilaspekte in den Fokus der Betrachtung, wie insbesondere die Intentionalität zur und die Rollen in der Kooperation (vgl. Tomasello). Diese beiden Aspekte sind sehr ähnlich den von Watzlawick genannten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Inhaltsaspekt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beziehungsaspekt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [2]	Kooperieren wird hier sehr weit verstanden als „Zusammenwirken zu einem gemeinsamen Zweck“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [3]	Für das Ziel dieser Abstimmung werden unterschiedliche Begriﬀe verwendet: Konsens, Passung, Konsistenz, Kongruenz, auch Resonanz und kognitive Konsonanz. Ich habe mich für den Begriﬀ Kohärenz entschieden, weil er am besten eine Prozesshaftigkeit bezeichnet und kompatibel mit der Bezeichnung von ähnlichen Phänomenen in unterschiedlichen Wissenschaften ist (z.B. Physik, Gesundheitswissenschaft, Psychologie, Soziologie). Eine hinreichende Kohärenz bildet die Grundlage für Resonanz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            [4]	Die wissenschaftstheoretischen und philosophischen Hintergründe habe ich 2021 in meinem Buch
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Schöpferisch kommunizieren – Aufbruch in eine neue Dimension des Denkens“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ausgeführt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [5]	Ähnliche Gedanken zur Sprache ﬁnden wir in der „Simulationstheorie“ von Jean Baudrillard ausgeführt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            [6]	Das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/glossar#MachtOpferDreieck"&gt;&#xD;
      
           Macht-Opfer-Dreieck
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            bezeichnet ein Interaktionsmuster, das in Gesellschaften aus einer verletzenden Täter-Opfer-Interaktion erfolgt. Eigentlich soll es in menschlichen Kulturen Sicherheit von Opfern herstellen und Verletzungen vorbeugen. Die Interaktionen sind von der Aversionsmotivation veranlasst. Das Macht-Opfer-Dreiecksmuster beinhaltet die Interkationen der Rollen von Täter-Opfer und Richter/Retter. Wenn sich das Interaktionsmuster verselbständigt (was leider häuﬁg vorkommt) produziert es Opfer anstatt sie zu verhindern (vgl. a. „Drama-Dreieck“ von S. Karpman; „Hilﬂose Helfer“ bei Schmidbauer).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            [7]	Kohärenz,- Appetenz- und Aversionsmotivation; s. Petzold &amp;amp; henke 2023: Motivation. Grundlegendes für ein gelingendes Lebens“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.geen.de"&gt;&#xD;
      
           www.geen.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kommentare zum Beitrag
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Falk Fischer
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           1. November 2023 um 14:54
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eines der wichtigsten Punkte in der Sprache ist meiner Meinung nach die Prosodie oder – wie der Volksmund so sagt: Der Ton macht die Musik. In Sprache ist es ja möglich, reine Sachaspekte komplett anders zu verstehen (man lasse nur mal Paare, die sich trennen wollen, bestimmte sachliche Vorfälle schildern – zwei komplett unterschiedliche Geschichten zum selben Sachverhalt), oder man kann sich trotz sachlich falscher Inhalte richtig verstehen. Das Gesagte und das Gemeinte sind oft zwei verschiedene Welten, unterschieden häuﬁg allein durch die Sprachmelodie. ‚Tief ist der Brunnen der Vergangenheit‘ lautet der Einleitungssatz eines berühmten Romans, der einen in eine ganz andere Welt (in ein anderes Priming) reinnimmt als der inhaltlich identische Satz: ‚Der Brunnen der Vergangenheit ist tief‘. Durch die Art der Melodieführung setze ich meinem Gegenüber eine andere Deutungsbrille auf, und Schriftsteller achten immer sehr genau darauf, dass sie die Worte so setzen, dass die Sprachmelodie in der genau richtigen Weise fällt. Vermutlich wird Kohärenz viel mehr auf der Ebene der Melodie als auf der Sachebene hergestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Susanne Sußner
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           1. November 2023 um 22:55
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die durch Massenmedien vermittelte Sprache prägt unsere Alltagkultur enorm und hat sich mehr und mehr zum propagandistischen Herrschaftsinstrument entwickelt und eine große Verunsicherung auch im Umgang mit der Sprache mit sich gebracht. Ob es bestimmte Worte sind, die oﬃziell aussortiert wurden, ob es Anglizismen oder das sogenannte gendern ist, all das verändert unsere Sprache in rasanter Weise, ohne dass wir ein Mitspracherecht darüber gehabt hätten. Ältere Menschen z.B. fühlen sich mitunter nicht mehr richtig dazugehörig, weil sie viele Worte gar nicht mehr als ihre Sprache verstehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn diese Verunsicherung dann auch noch auf eine dysfunktionale Fehlerkultur triﬀt wie in der deutschen Gesellschaft, wird es schwierig bei der Kommunikation in den Kohärenzmodus zu kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das schaﬀen dann vielleicht jene, die sich um Fehler nicht so viel Gedanken machen. Ich glaube, dass neben Ehrlichkeit beim Kommunizieren auch ganz viel Humor und Sprachwitz hilfreich sind, um wieder mehr zum Wesentlichen und Lebendigen zu ﬁnden. Dort, wo Sinnentleerung der Sprache Einzug gehalten hat, brauchen wir mehr Sinn, und den können wir uns nur selbst geben. Über sinngebende Themen sich auszutauschen, wäre also im Gespräch ein Ansatzpunkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 29 Nov 2023 11:14:44 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>EINLADUNG ZU EINER METAREFLEXION VON SPRACHE</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was bedeutet die Entwicklung neuer Massenmedien? Wie können wir diese ordnen?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Eltern ihren Kindern schöne Geschichten erzählen, können die Kinder in Resonanz gehen… Beim lebendigen Sprechen in Präsenz werden die Bedeutungen der Worte und Sätze durch Stimme u.a. sowie Umfeld(-beziehungen) geprägt. Dieses Phänomen sei hier die Sprache 1.0 bzw. Sprachraum 1.0 genannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Sprache lernen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Eltern ihren Kindern schöne Geschichten erzählen oder vorlesen, können die Kinder in Resonanz mit dem emotional gefärbten Tonfall der Stimme und mit den Inhalten der Geschichte gehen. So wird eine positive Resonanzbeziehung zwischen ihnen mittels Sprechens aufgebaut. Hier ist die Wirkung beim Kind zum einen abhängig von den Emotionen des Vorlesenden und zum anderen von den Inhalten der Geschichte, inklusive der beschriebenen Rollen, mit denen sich das Kind identiﬁzieren kann. Die Resonanzvorgänge führen zur Aktivierung von Zentren und zur Verschaltung von Neuronen im Gehirn: Die Worte werden mit Empﬁndungen verknüpft. Diese können sich gut und stimmig anfühlen, Lust anregen oder Angst und Stress verursachen. Wenn die sinnlich aufgenommenen Informationen im Kind Resonanz gefunden haben, werden sie autonom verarbeitet. Der Mensch ist ein informationsverarbeitendes Wesen. Dabei strebt das Gehirn nach Kohärenz, nach Übereinstimmung aller Erfahrungen und konstruiert aus den unterschiedlichen Eingängen ein Gesamtbild. Dieses soll für das Leben möglichst aufbauend sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zur Entwicklung der Sprache in einer systemischen Holarchie[1]
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Sprachräume 1.0 bis 3.0
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim lebendigen Sprechen in Präsenz werden die Bedeutungen der Worte und Sätze durch Ton/Stimme (wie Falk Fischer in seinem Kommentar vom 1.11.23 zum letzten Beitrag in diesem Blog schön ausgeführt hat), durch Mimik, Gestik, Haltung, Geruch und Umfeld(-beziehungen) geprägt und deutlich.[2] Dieses Phänomen sei hier die Sprache 1.0 bzw. Sprachraum 1.0 genannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der Verschriftlichung der Sprache und besonders mit dem Buchdruck entsteht Sprache 2.0: Zusätzlich zur sinnlich und intern-extern abgestimmten Sprache 1.0 ein zunehmend, von sinnlich wahrnehmbaren Bedeutungen gelöster, abstrakter Sprachraum. Die LeserInnen können die Wahrhaftigkeit des Geschriebenen nicht mehr mit eigenen, sinnlichen Wahrnehmungen des Autors überprüfen. Im Volksmund entstand die Redewendung: „Der lügt wie gedruckt.“ Mit Hilfe von Drucksachen verbreiten sich gute wie schlechte Ideen und regen viele Menschen inspirierend an – unabhängig von einem Kontakt zum Autor. Die LeserInnen können im Austausch mit anderen selbst darüber bestimmen, ob sie die Schriftstücke gut oder schlecht ﬁnden, womit sie positiv oder negativ in Resonanz gehen, was sie stimmig oder unstimmig empﬁnden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insgesamt kann man allerdings festhalten, dass die Entwicklung des Lese- und Schreibvermögens die geistige Entfaltung und Bewusstheit vieler Menschen, also ein abstraktes Denken, gefördert hat – wenn auch häuﬁg in die Richtung der Schriften.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die digitale Kommunikation, per Handy und Internet zusammen mit Emojis, Bildern und Tönen sowie künstlich erzeugten lebensähnlichen Reden und Filmen in Sekundenschnelle weltweit, erweitert den gedruckten Sprachraum noch einmal dimensional zum Sprachraum 3.0. Jetzt breiten sich Ideen und alle anderen Informationen wie auch Fotos und Reden fast ohne Zeitverlust weltweit aus und werden von (fast) jedem und für jeden zur Verfügung gestellt. Dieser Sprachraum 3.0 ist anscheinend der Anfang eines neuen globalen Kommunikationsraums.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Tücken des Sprachraums 3.0
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die künstliche Erzeugung von Sprache, Bildern und Tönen erlaubt auch das Täuschen und Lügen noch perfekter, denn Fake ist noch schwieriger von Wirklichkeit zu unterscheiden. Über die Kommerzialisierung hatte ich im letzten Post schon berichtet. Es fühlt sich an wie eine Enteignung unserer Sprache, unserem kommunikativen und gefühlten Reden. Wie können wir uns die Sprache wieder aneignen? Wie können wir diese zu einem gemeinsamen Kohärenzraum mitgestalten, in dem wir als autonome Menschen zusammenﬁnden?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fake – gehypt durch sog. künstliche Intelligenz KI – hat heute das Potenzial zu einer kurzfristigen neuen Wirklichkeit zu werden. Wer schaﬀt eine nachhaltige neue Wirklichkeit – KI (heute zur Proﬁtmaximierung und/oder zum Machterhalt) oder wir Menschen mit lebendiger Intelligenz LI zum Kooperieren zum guten Leben Aller, zum Abstimmen der Bedürfnisse, Anliegen, Visionen und Erfahrungen – wo möglich, mit angepasster Anwendung von KI??
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Themenvorschau: Die nächsten Posts in diesem Blog werden voraussichtlich den Themen „Macht-Opfer-Dynamik in der Sprache“ (das Susanne Sußner in ihrem Kommentar zum letzten Beitrag in diesem Blog angesprochen hat) und „Wahrheit und Wahrhaftigkeit“ gewidmet – es sei denn, es ergeben sich aus der Diskussion andere Themen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [1]	Holarchie bezeichnet eine Ordnung von Ganzheiten: Das größere/komplexere Übersystem ist dem kleineren/weniger komplexen übergeordnet: Die Familie dem Individuum, die Gesellschaft der Familie…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [2]	Die dem Sprechen vorausgehende vorsprachlich sinnliche Kommunikation bekommt in der Klassiﬁzierung „Kommunikation 0.1…“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 29 Nov 2023 10:49:07 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>KOHÄRENZ UND MOTIVATION</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kohärenz und Motivation
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine grundlegende These für eine ganzheitliche und systemische Psychologie lautet, dass Menschen ein tiefes Bedürfnis und Streben nach Kohärenz haben und dies maßgeblich ist für ihre übergeordnete Motivation.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was bedeuten Kohärenz und Motivation?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kohärenz, engl. coherence, bedeutet Stimmigkeit, stimmige Verbundenheit, Passung, Übereinstimmung, auch Zusammenhalt eines Systems. Gelegentlich werden auch ähnliche Worte wie z.B. Kongruenz, Konsistenz, Harmonie oder Gleichklang zur Beschreibung von Kohärenz-Phänomenen verwendet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Motivation bezeichnet alles, was uns in Bewegung bringt. Meistens wird der Begriﬀ verwendet, wenn es um äußerlich sichtbares und engagiertes Verhalten geht. Genau genommen betriﬀt es aber auch alle inneren Aktivitäten, die untrennbar mit äußeren verknüpft sind. Jede Bewegung erfordert aktive innere Veränderungen. Sogar bei jedem Gedanken sind Aktivitäten im Gehirn festzustellen. Auch diese Aktivitäten wie Gedanken und Gefühle sind Folge einer Veranlassung, einer Motivation.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kohärenzmotivation übergeordnet im Mittelpunkt
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So sprechen wir von einer Kohärenzmotivation bei Allem, was uns zu Aktivitäten in Richtung Kohärenz im Inneren und im Außen veranlasst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kohärenz im Inneren
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir ein Gefühl von Kohärenz, von stimmiger Verbundenheit erleben, ist dies verknüpft mit Wohlbeﬁnden, Freude und Glück, auch mit Gelassenheit und Ruhe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch Klaus Grawe, als „Pabst der Psychotherapieforschung“ bezeichnet und Begründer der Neuropsychotherapie, schreibt 2004, dass Stimmigkeitsregulation das übergeordnete Prinzip psychischen Geschehens ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was heißt Stimmungsregulation? In vielen Einzelforschungen zeigen Ergebnisse, dass ein Erleben von Kohärenz (Passung, Harmonie usw.) Wohlbeﬁnden und Gesundheit fördern. Der Medizinsoziologe und Stressforscher Aaron Antonovsky, der Begründer der Salutogenese, hat das Kohärenzgefühl, den sense of coherence in den Mittelpunkt seiner Gesundheitstheorie gestellt. Manche psychologische ForscherInnen beschreiben eine vertikale Kohärenz als Übereinstimmung zwischen inneren Idealbildern vom eigenen Dasein mit der gefühlten Realität als gesundheitsförderlich. Das bedeutet, dass unser Fühlen und Handeln möglichst kohärent z.B. mit unseren Moralvorstellungen ist. Z.B. auch, dass unser Denken über gute Eltern-Kind-Beziehungen übereinstimmt mit unseren Emotionen und Verhalten unseren Kindern gegenüber. Der Organismus strebt tief nach Kohärenz möglichst all seiner Erfahrungen, seiner Ich-Zustände und -Dimensionen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kohärenz im Außen – Zugehörigkeit in Lebensdimensionen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Inkohärenzen in der Realität und weitere Grundmotivationen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie zeigt eher mehrere Inkohärenzen, wenn z.B. einer das Gefühl hat, nicht genug zu bekommen oder das nicht machen darf, was er gerne möchte, oder jemand erkrankt. Dieses sind Herausforderungen für unsere Kohärenzmotivation. Dabei kommen weitere Grundmotivationen ins Spiel wie die über Dopamin regulierte Appetenz-/Annäherungsmotivation, um sich lustvoll verlockenden Zielen anzunähern, und die stressende Aversions-/Abwendungsmotivation, die angesichts von Bedrohungen für Sicherheit sorgen soll. Was die Kohärenzmotivation angeht, so ist es für Kinder besonders – sogar existentiell – wichtig, gefühlt zur Familie dazuzugehören. Aus dieser Kohärenzmotivation heraus machen sie ihren Eltern vieles nach und verteidigen diese gegen äußere Kritik. Bei einem Gefühl, dass diese Zugehörigkeit bedroht ist, wird ihre Aversionsmotivation aktiviert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Grundmotivationen-e1693256619815.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die komplette Tabelle und vollständige Beschreibung der Grundmotivationen ﬁnden Sie in Petzold &amp;amp; Henke[iii].
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zugehörigkeit zu größeren Lebensdimensionen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Jugendliche und Erwachsene wird zunehmend wichtig, dass sie zum Leben in der Sprache, zur Kultur, dazu gehören. Das veranlasst sie, sich Normen und Werten der Kultur anzupassen. Das beginnt schon bei Kindern im Alter von etwa vier Jahren, wie Michael Tomasello in seinen Grundlagenforschungen zur Kooperation beobachtet hat. Die Kohärenzmotivation zur Zugehörigkeit in der Kultur wird über die Zugehörigkeit zur Familie gebahnt, wo auch die Sprache gelernt wird. So übernehmen Kinder häuﬁg auch die Einstellung der Eltern zur Kultur und deren Instanzen/Institutionen. Die Zugehörigkeitsmotivation zur Kultur veranlasst auch das Erlernen von Kulturtechniken wie auch eines Berufes. Erst sekundär kommt die Appetenzmotivation ins Spiel, die über Belohnung wie z.B. einen hohen Lohn angeregt wird. Primär und nachhaltig ist die Sinnmotivation maßgeblich. Sekundär kann auch eine Aversionsmotivation zur Vermeidung von Armut und Ausgeschlossensein ins Spiel kommen, wenn Eltern, PädagogInnen oder andere Institutionen mit der Peitsche drohen: „Wenn du keinen Beruf lernst, bekommst du auch keine Frau!“ „… wirst du in der Gosse landen!“ u.Ä. Derartige Drohungen wie auch kränkende Erlebnisse in kulturellen Institutionen oder starke Inkohärenzen der Sprache, Werte und Normen mit den eigenen Bedürfnissen können zu einer Aversion gegen die herrschende Kultur führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute wird das Bewusstsein über eine noch größere Lebensdimension immer stärker: Wir gehören alle zur Menschheit und zur Biosphäre. Ob wir wollen oder nicht. Wir sind Teile dieser Lebensdimension. Wenn wir uns gegen sie stellen, zerstören wir unsere eigene Lebensgrundlage und die unserer Mitmenschen. Diese globale Zugehörigkeit erfordert ein neues erweitertes Bewusstsein zur Kohärenz. Der erste Schritt, den unsere Kohärenzmotivation dabei machen will, ist, diese Zugehörigkeit anzunehmen, nicht zu leugnen und nicht sich, eine Nation oder eine Organisation als Teil über das Ganze, über die Menschheit und Biosphäre zu stellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zusammengefasst: Eine ganzheitliche und systemische Psychologie sieht den Menschen motiviert in stimmiger Verbundenheit in seiner individuellen Ganzheit, mit seinen Mitmenschen, seiner Kultur, der Menschheit und der Natur bis hin zur Biosphäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [ii]	S. a. Schiﬀer E (2023) Warum Huckleberry Finn nicht süchtig wurde. Anstiftung zu Lebensfreude von Kindern und Jugendlichen im kokreativen Zusammenspiel. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [iii]	Petzold TD &amp;amp; Henke A (2023) Motivation. Grundlegendes für ein gelingendes Leben. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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    </item>
    <item>
      <title>RESILIENZ UND SALUTOGENESE</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was haben Resilienz und Salutogenese gemeinsam und was unterscheidet sie?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Antwort kurz zusammengefasst: Die Frage der Salutogenese ist die weiterführende Konsequenz aus den Ergebnissen der Resilienzforschung. Resilienztrainings haben ein implizites Paradox, das mit einer salutogenetischen Orientierung gelöst werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wirken Fragestellungen?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Erﬁnder des Wortes Salutogenese, der amerikanisch-israelische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky, ist auf die Frage der Salutogenese, der Frage nach der Entstehung von Gesundheit, durch eine Resilienzforschung gekommen. Die Frage der Resilienz (bedeutet Widerständigkeit), lautet, wie Menschen trotz äußerer Stressoren wie Bedrohungen gesund bleiben können. Dabei wird gesund zunächst als zu erhaltender Zustand verstanden und nicht als ständiger Prozess in eine positive Richtung. Resilienztrainings sollen den Menschen helfen, sich gegen die alltäglichen Stressoren in der Familie, im Beruf und in der Gesellschaft allgemein wie auch in der Umwelt widerständiger zu machen; trotz der vielfältigen Bedrohungen gesund zu bleiben und möglichst zu überleben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ursprung der Salutogenesefrage
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Antonovsky hat angesichts der Ergebnisse seiner Resilienzforschung bei Frauen in Israel, die den Holocaust überlebt hatten, die Resilienzfrage zur Salutogenesefrage erweitert und vertieft. Er hatte Frauen interviewt, die sich trotz des Wahnsinnsstresses im Holocaust noch über dreißig Jahre lang nicht nur resilient gezeigt haben, sondern sich zudem psychisch und körperlich weiter gesund entwickelt haben. Die resilienten Frauen hatten die Eigenschaften und Fähigkeiten gezeigt, sich ihre innere Lebensorientierung auf kohärente, ihnen bedeutsame, sinnhafte Ziele zu bewahren, sich handlungsfähig zu fühlen und ein Verstehen von Zusammenhängen zu haben. Diese innere primäre Lebensorientierung in Richtung Kohärenz haben sie sich vom KZ-Stress nicht nehmen lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daraus hat er die Salutogenesefrage allgemeiner gestellt und von den Stressoren wie dem KZ und dem Bewahren eines ﬁxen Zustands abgelöst. Die innere Lebensorientierung auf Kohärenz bezieht eine Veranlassung zur gesundheitsförderlichen Gestaltung der Umgebung wie auch Umwelt mit ein. Die Frage nach dem Mitgestalten eines guten Leben stellen Menschen sich spätestens dann, wenn sie sich resilient und stark genug fühlen. Oder wenn sie von vornherein meinen, dass es in ihrem Leben primär nicht um eine persönliche Schutzhülle, einen Schutzpanzer geht, sondern viel mehr um eine Mitgestaltung eines guten Lebens –womöglich für alle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Resilienz: ein persönlicher Schutzpanzer?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei dem Bild von Resilienz als persönliche Panzerung kommen mir Ansätze der humanistischen und körperorientierten Psychotherapie in den Sinn, wo wir in den 1980er Jahren bemüht waren, unsere Charakterpanzer aufzulösen, um in persönlichen liebevollen Kontakt miteinander kommen zu können. Gehen Resilienztrainings jetzt den umgekehrten Weg zur Panzerung des Menschlichen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Krankheits-Gesundheits-Kontinuum.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einer salutogenetischen Orientierung geht es uns also primär um ein gutes Leben, wozu auch gute Lebensbedingungen gehören. Auf diesem Wege ist es oft auch hilfreich, widerstandsfähig gegen Bedrohungen zu sein. Aber wir streben primär nicht danach, Menschen für Kriegseinsätze in Afghanistan zur Prävention von Posttraumatischen Belastungsstörungen resilient zu machen, wie es das Pentagon mit Hilfe von PsychologInnen und Psychopharmaka versucht hat, und auch nicht primär für ein gesundes Überleben möglicher KZs oder schlechter Arbeitsbedingungen. Sondern wir streben primär danach, Frieden zu stiften und gute Lebens- und Arbeitsbedingungen zu gestalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Der neuro-motivationale Unterschied
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit den Fragen nach der Resilienz und der Salutogenese werden im Menschen zwei unterschiedliche neuro-endokrine Motivationssysteme[ii] angesprochen: Mit der Resilienzfrage wird das Aversionssystem aktiviert, das sich gegen den Stressor richtet und uns in einen erhöhten Spannungs-/Stresszustand versetzt. So kann ein primäres Streben nach Resilienz selbst Stress und längerfristig damit chronische Erkrankungen befördern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Grundmotivationen-e1693256619815.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Salutogenesefrage hingegen regt unser Kohärenzsystem an, das uns nach Stimmigkeit im Innen und im Außen streben lässt. Im Kohärenzmodus fühlen wir uns gelassen. Wir sind im Urvertrauen und wollen unsere Umwelt immer wieder möglichst stimmig mitgestalten. So hat Antonovsky bei der Salutogenese von einer anderen Lebensorientierung gesprochen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ein gutes Zusammenspiel von Kohärenz und Resilienz zum gelingenden Leben
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Grunde geht es um ein gutes Zusammenspiel unserer neuro-endokrinen Motivationssysteme. Die Kohärenzmotivation soll in der Regel und langfristig die maßgebliche sein, da diese auf lange Sicht gesünder und für ein gelingendes Leben wertvoll ist. Die Aversionsmotivation wird gebraucht, um bei akuter Bedrohung wieder Sicherheit herzustellen. Wenn der Verteidigungs- oder Widerstandsmodus aber längere Zeit stark aktiviert ist, kommt es leichter zu chronischen Erkrankungen – sowohl psychisch als auch körperlich. So zeigen heute auch Ergebnisse der Resilienzforschung, dass es gut ist, sinnhafte Ziele im Leben zu haben. Diese positiven Ziele dürfen sich allerdings nicht einer Widerstandsmotivation unterordnen, sondern sollen die übergeordnete Intentionalität prägen. Wir brauchen eine zugrundeliegende Gelassenheit und immer wieder Phasen der Ruhe im Kohärenzmodus, wo wir in Stimmigkeit im Vertrauen sind und Freude und Sinn im Leben empﬁnden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Praxis zur Kohärenz
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einer salutogenetischen Lebensorientierung und der Salutogenen Kommunikation, wie sie auch im Stressmanagementkurs TSF „Rund um stimmig und gesund“ geübt wird, fördern wir unsere Fähigkeit, primär und immer wieder in den Kohärenzmodus zu gelangen. Wir tauschen uns über unsere positiven Anliegen aus, vertiefen und diﬀerenzieren unsere Selbstwahrnehmung durch Fragen, erhöhen unsere Handlungsfähigkeit und lernen aus unserer Reﬂexion für ein gutes Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Salutogenese löst das Paradox der Resilienz mit einem anderen nur scheinbaren Paradoxon auf: Wenn wir positive Kohärenzziele im Leben verfolgen, werden wir ganz nebenbei auch resilienter gegen Stressoren. Diese Möglichkeit haben schon Friedrich Nietzsche und Victor Frankl gesehen, wenn sie gesagt haben: „Wer ein Wozu im Leben hat, erträgt fast jedes Wie.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [i]	Petzold TD, Henke A (2023) Motivation. Grundlegendes für ein gelingendes Leben. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung – www.geen.de.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 28 Aug 2023 08:11:26 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>KOOPERIEREN UND MACHT</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über Kooperieren habe ich hier im Blog und in zahlreichen Veröﬀentlichungen[i] schon viel geschrieben. Was hat aber Kooperieren mit Macht zu tun?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Michael Tomasello[ii] mit seinem Team hat bei seiner anthropologischen Entwicklungsfor-schung bei Kindern eine für Menschen charakteristische Art und Weise des Kooperierens gefunden. Diese folgt vier Kriterien oder Regeln: die KooperationspartnerInnen gehen (1) aufeinander ein und ﬁnden (2) ein gemeinsames Ziel; (3) klären sie die Rollen bei der Kooperation und helfen sie sich gegenseitig (4), wenn einer Hilfe braucht. So kann menschliches Kooperieren fair gelingen. Da taucht Macht noch gar nicht auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Verantwortung und Macht
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Macht wird in einer Gesellschaft wie auch in einer Familie gebraucht, wenn wenige Menschen Verantwortung für ein größeres System, wie eine Familie, eine Organisation oder einen Staat übernehmen sollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Abb.-19-Alpha-Rolle.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern für ein größeres System umzusetzen, braucht es Vorbildfunktion und ein jeweils angepasstes Maß an Macht, z. B. um Schutz vor akuten Bedrohungen zu organisieren. Deshalb geben Kinder ihren Eltern naturgemäß eine Menge Macht und BürgerInnen ihrer Regierung und deren Institutionen meist auch. Selbst bei Kooperationen zwischen mächtigen Verantwortlichen und Untergebenen wie BürgerInnen können (und sollten!) die vier Regeln von Tomasello angewendet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Egoistisches „Nicht-Kooperieren“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Problematisch wird es, wenn einer der KooperationspartnerInnen das gemeinsame Ziel, also die geteilte und dann kollektive Intentionalität und damit die Motivation der KooperationspartnerInnen aus dem Blick verliert und primär eigene (egoistische) Ziele verfolgt, wie z.B. Wahlerfolg für die Partei, Lobby-Interessen, persönliche Geld-und Machtinteressen u. Ä. Dann nennen Axelrod[iii] und andere ForscherInnen es Nicht-Kooperieren. Diese Art des egoistischen Nicht-Kooperierens ist in der kapitalistischen Ökonomie anscheinend die normale und dominierende Art (gestörter) Kooperation. Auch in Bezug zu der von Tomasello beschriebenen menschlich fairen Kooperation erscheint diese in der Ökonomie und Politik heute gestört. Viele WirtschaftswissenschaftlerInnen wie sogar einige BiologInnen versuchen, diese Art durch einen angeblich evolutionären Überlebenskampf zu begründen und als natürlich zu rechtfertigen. Dies resultiert aus einer einseitigen darwinistischen[iv] Miss-Interpretation von Darwins Forschungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wir haben die Wahl zwischen Kooperieren und „Nicht-Kooperieren“
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Interessant dazu sind die mathematischen Modelle zum Kooperieren des Politikwissenschaftlers Axelrod und anderen in der Spieltheorie. Als Rahmenbedingung haben sie das Gefangenendilemma (s. Wikipedia) genommen. Auch wenn das Bild des Gefängnisses kein schönes und kein salutogenes ist, ist dieses Rahmenmodell vom Gefängnis abstrahiert womöglich übertragbar auf Leben in einem Übersystem – heute etwa deutlich auf die Biosphäre mit den begrenzten Ressourcen. Darin haben die KooperationspartnerInnen die Wahl zwischen Kooperieren und Nicht-Kooperieren. Kooperieren hat zur Folge, einen mittleren Gewinn (bzw. eine mildere Strafe) zu bekommen im Vertrauen darauf, dass der andere, mit dem er sich nicht absprechen kann, auch diese Wahl triﬀt (schließlich haben beide bei der gemeinsamen Tat, wegen derer sie im Gefängnis sitzen auch schon kooperiert (bzw. als sie als kleine Kinder noch fair waren)): Dann kommen beide mit einer geringen Strafe davon. Wenn aber einer egoistisch und/oder nicht-vertrauend nicht-kooperiert, beschuldigt und verrät er den anderen. Dann kommt er selbst glimpﬂich davon (bzw. hat den größten Gewinn) und der andere bekommt die größte Strafe (bzw. hat den geringsten Gewinn oder sogar Verlust).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesen Computerspielen wie auch in der Realität kann es von dieser Art von Entscheidungen zwischen Kooperieren und Nicht-Kooperieren viele Abfolgen geben und dann viele Variationen, wobei z. B. einer jedes zweite Mal kooperiert und dann wieder nicht. Oder der Partner reagiert auf ein Nicht-Kooperieren ebenfalls mit einem Nicht-Kooperieren. Das heißt dann Tit-for-Tat: Wie du mir – so ich dir.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Axelrod hat in den 1980er Jahren dazu einen internationalen Wettbewerb ausgeschrieben, um die erfolgreichsten Algorithmen für die Art der Entscheidungen zum Kooperieren zu ﬁnden. Das Ergebnis ist einerseits erstaunlich und andererseits spiegelt es ziemlich die Wirklichkeit wider, wenn man das reale Leben etwas länger aus einer Distanz betrachtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Welche Art der Kooperation ist erfolgreicher?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Egoistisches Nicht-Kooperieren ist kurzfristig erfolgreicher für den agierenden Partner. Eine Kombination aus Kooperieren und Tit-for-Tat und dabei immer wieder vertrauensvolle Angebote zum Kooperieren zu machen, ist wiederum langfristig erfolgreicher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Außerdem wurden Experimente einer Art gemacht, die Gesellschaften nachbilden sollten. Kurzfristig haben sich auch hier egoistische Strategien durchgesetzt –langfristig die kooperierenden. Wenn egoistische Strategien alle kooperierenden Partnerschaften verdrängt haben, von denen sie ja ausbeuterisch existiert hatten, haben sie letztlich sich gegenseitig zerstört. Ist das ein Szenario, in dem wir uns heute beﬁnden? Wenn es weder aus der Umwelt noch aus den Massen noch viel herauszupressen gibt? Dann haben egoistisch handelnde Menschen ihre Lebensgrundlage und die anderer zerstört.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Zukünftige Dynamik von Kooperieren – auch jede lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn in solchen Gesellschaften nun kleine Anfänge von menschlich fairer Kooperation waren, waren diese nachhaltig erfolgreicher und konnten auf Dauer die egoistischen verdrängen. Auf Dauer siegt menschlich faires Kooperieren, sogar in mathematischen Berechnungen. Dazu braucht es eine zusammenpassende Absicht, ein gemeinsames Ziel, die geteilte und dann gemeinsame Intentionalität.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Abb.-26-Resonanzraum-1.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn KooperationspartnerInnen eine gemeinsame Intentionalität haben,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bildet sich ein intentionaler Resonanzraum. In diesem intentionalen Resonanzraum agieren die KooperationspartnerInnen kokreativ wie Teilsysteme („AgentInnen“) eines Systems im Sinne des gemeinsamen Zieles.(Die beiden Kreise sollen die Selbst- und Kohärenzregulation der PartnerInnen darstellen: W=Wahrnehmen, H=Handeln, R=Reflektieren, Lernen)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Angenommen, wir beﬁnden uns kulturell und global in der gerade skizzierten Situation, wo sich die egoistisch Nicht-Kooperierenden durchgesetzt haben. Dazu haben sie Regierungen z. B. durch entsprechende Leadership-Trainings und/oder andere Maßnahmen zum Vertreten ihrer Nicht-Kooperieren– und Kontroll-Ideologie und einem grundsätzlichen Nicht-Vertrauen gewonnen. Überzeugend und entscheidend für viele PolitikerInnen und ÖkonomInnenist nach wie vor der Fokus auf schnelle Erfolge. Diese brauchen sie, um wiedergewählt zu werden bzw. in der ökonomisch existentiellen Konkurrenz mehr Gewinn zu machen, Geltung zu erlangen, erfolgreicher zu sein. Allerdings war und ist ihr eigentlicher Auftrag, für ein gutes Leben aller BürgerInnen nachhaltig zu sorgen. Dazu brauchen alle Beteiligten Vertrauen und faires menschliches Kooperieren miteinander und mit der Natur – das allein hat langfristig Bestand und ist daher nachhaltig zukunftsfähig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute gibt es viele Erkenntnisse zu dem, was wir für ein langes und gutes Leben brauchen. Ein Umsetzen dieses Wissens würde aber eine große Umverteilung der Reichtümer und Macht sowie eine tiefgehende Umstellung der Lebensgewohnheiten, der Kooperations- und Kommunikationsmuster bedeuten. Die Reise zu dieser Art von gutem Leben wird eine lange Reise der menschlich Kooperationswilligen sein. Allerdings tragen alle Menschen sowohl die Fähigkeit als auch das Bedürfnis zum Kooperieren in sich. Wie jede Reise beginnt auch diese mit dem ersten Schritt: kooperieren zum guten Leben aller Menschen – angefangen hier und jetzt mit meinen nächsten gutwilligen Mitmenschen um mich herum in meinem Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [i] Petzold TD (2015) Für eine gute Arzt-Patient-Kooperation ist die gemeinsame Intentionalität entscheidend. Zeitschrift für Allgemeinmedizin Z.Allg.Med.10: 6–10.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Petzold TD: Blog auf der Website: www.gesunde-entwicklung.com : https://gesunde-entwicklung.com/ethik-zur-kooperation-zusammenfassung/
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Petzold TD &amp;amp; Henke A (2023) Motivation. Grundlegendes für ein gelingendes Leben. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [ii] Tomasello M (2010) Warum wir kooperieren. Berlin: Suhrkamp.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tomasello M, Hamann K (2012) Kooperation bei Kleinkindern. https://www.mpg.de/4658054/Kooperation_bei_Kleinkindern . (Abruf 10.02.2016)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [iii]	Axelrod R (2009) Die Evolution der Kooperation. München: Oldenbourg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [iv]	Darwinismus: Darwin hat bei der „natürlichen Zuchtwahl“ (= Selektion) die „passendsten“ (= engl. ﬁttest) als die überlebensfähigsten gefunden – nicht die stärksten. In seinen Beschreibungen dreht es sich immer wieder darum, wie die Lebewesen zu den Umweltbedingungen passen, sich anpassen oder diese sich passend machen – ganz ähnlich, wie es in Petzold &amp;amp; Henke 2023, S.61ﬀ beschrieben ist. Dass er dabei auch häuﬁg ein Konkurrieren und Kampf der Lebewesen beobachtet und auch ausführlich beschrieben hat, gehört dazu. Mit der darwinistischen Deutung der Evolutionstheorie ist die Deutung bezeichnet, die einseitig die Seite des Überlebenskampfes hervorhebt und als oberstes Evolutionsprinzip beschreibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Interessanterweise beschreibt Darwin im dritten Teil seines Hauptwerkes „Geschlechtliche Zuchtwahl in Beziehung auf den Menschen und Schluss“ (1874/1966, S. 629ﬀ) wie Männer sich immer im Konkurrenzkampf (um Frauen) beﬁnden und in dieser Konkurrenz immer bessere Fähigkeiten (auch als die Frauen –z.B. größere Gehirne) ausbilden. Frauen dagegen viel mehr auf sozialen Ausgleich und Fürsorge achten. Wenn das in der Tendenz stimmen sollte (nicht unbedingt in von Darwin beschriebenen Ergebnissen), könnte genau dieser beschriebene Unterschied zwischen Mann und Frau zu Darwins Überbetonung des Konkurrenzkampfes in der Evolution geführt haben (wie er in einem anderen Zusammenhang selbstkritisch einräumt (ebd. S. 67). Dieses männliche Konkurrenzdenken und -kämpfen ist möglicherweise auch ein wichtiges Teil des heutigen Problems. Zur Lösung könnten gerade die Frauen durch ihre ausgeprägten Fähigkeiten zur Empathie, Verbindungen herstellen und integrieren den größten Teil beitragen. Neuropsychologisch haben sie dazu eine bessere Verbindung zwischen den Großhirnhemisphären sowie häuﬁger die Fähigkeit, selbst existentielle Opfer-Situationen mit dem „tend-and-befriend“ (s. Kap. 2b) Muster friedlich zu lösen. Ihre Art zu denken scheint besser für die evolutionäre Lösung der heutigen großen Probleme gewappnet zu sein als der männliche Konkurrenzkampf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kommentar
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sandra
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           14. August 2023 um 20:38
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielen Dank für diesen Blogartikel, ich ﬁnde ihn sehr wertvoll. Ich denke, dass gerade JETZT, Frauen besonders „gefragt“ und aufgefordert sind, ihre Fähigkeiten, wie du sie unten im Text beschrieben hast, zu leben. Diese Fähigkeiten ersteinmal selbst zu schätzen, ist der erste Schritt. Um sie dann in`s Leben (damit meine ich auch in die Kultur) zu bringen – dazu braucht es Mut. Ich denke es geht hier nicht nur um Frauen, sondern allgemein um Weiblichkeit. Somit sind genauso Männer mit ihren weiblich integrierten Anteilen gefragt und aufgefordert diese ans Licht zu bringen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn ein langer Atem gebraucht wird um kulturelle oder gar globale Machtmissbrauchsthemen zu transformieren, allein die Erfahrung des guten Kooperierens zum Wohle Aller (so gut es einem im Moment gelingen mag) – macht glücklicher, gibt Motivation und meinem Leben Sinn.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alleine deshalb lohnt es sich, auf dem „salutogenen“ Weg zu bleiben und täglich ein Stückchen mehr über sich hinaus zu wachsen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Herzlichst Sandra
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 06 Aug 2023 06:24:52 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>LERNEN AUS CORONA</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lernen aus Corona.  Auf die Fragestellung kommt es an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zurzeit gibt es auf vielen Ebenen Initiativen zur Aufarbeitung der Pandemie. Im Bundestag wurde eine Enquete-Kommission gefordert. Der Chef-Virologe Drosten wurde heute (11.7.23) in der lokalen Zeitung mit Aussagen auf einem Symposium des hessischen Sozialministeriums derart zitiert, dass es keine besonderen medizinischen Lehren aus der Pandemie für weitere Pandemien gebe, da das Corona-Virus einzigartig sei. Nur in Bezug auf die Politik und die Kommunikation sollten Lehren gezogen werden… Inzwischen hat ein EU-Sonderausschuss schon kritische Ergebnisse vorgelegt und einen „ganzheitlichen Ansatz zur Pandemieprävention“ empfohlen. Dabei denkt sie allerdings noch immer nur an „Handlungsgrundsätze zur Bekämpfung, Vorbereitung, Verhütung und Reaktion auf Pandemien“ und nicht an primär gesundheitsorientierte Fragestellungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Andere kritische Ansätze zur Aufarbeitung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine große Gruppe von WissenschaftlerInnen aus dem Gesundheitsbereich wie aus dem EbM-Netzwerk (Evidenzbasierte Medizin) hat als „Initiative Pandemieaufarbeitung“ in ihrem „2. Oﬀenen Brief“ drei Punkte hervorgehoben, in denen sie starke Brüche im wissenschaftlichen Diskurs durch den Umgang mit der Pandemie sieht: In der Evidenzbasierung, der Patienten-Autonomie und einem demokratischen Führungsstil („Governance“) statt nur Top Down. Dabei haben alle Aspekte, insbesondere die Bedeutung und Achtung der Autonomie, medizinische Relevanz. Wie auch die Kommunikation sind sie wichtige gesundheitliche Aspekte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Außerdem gibt es weitere Papiere zur Pandemieaufarbeitung, wie die „Wiener Thesen“, die „Berliner Thesen“ und andere. Jeweils nennen die AutorInnen die ihnen wichtig erscheinenden Stärken und Schwächen bzw. Konzepte der Pandemiebewältigung. Dabei kommt eine Sammlung von mehr oder weniger wichtigen Aspekten zusammen, allerdings keine überzeugende gemeinsame Orientierung. Die Intention und Ausrichtung der einzelnen Beiträge ist mehr implizit und hinter den genannten Aspekten zu ahnen. Die subjektiv und metativ (=metasubjektiv) nach Wissenschaftsdisziplin (Virologie, Mathematik, klinischer Medizin, Allgemeinmedizin, Pﬂege, Public Health, politischer Parteien u.a.) geprägten Beiträge passen nicht ohne Weiteres zusammen. Es fehlt die gemeinsame übergeordnete Fragestellung; und entscheidend: die menschliche Motivation zur Gesundheit – unser implizites Entwicklungsstreben zu einem guten Leben, das mehr und meistens etwas anderes ist, als das Abwenden von Krankheiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Angstgeleitete oder gesundheitsorientierte Fragestellungen?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Wissenschaft ist die Fragestellung das Wichtigste, wie schon Antonovsky (1997) zur Salutogenese geschrieben hat. Die Fragestellung ist für das Design und für das Ergebnis der einzelnen Studien maßgeblich. So werden die Ergebnisse der Betrachtungen und Untersuchungen je nach Fragestellung sehr unterschiedlich sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist die Fragestellung angstgeleitet im Aversionsmodus formuliert (zum Vermeiden der „Peitsche“), z.B.: Wie können Tote verhindert werden? Wie kann das Virus bekämpft werden? Wie können wir unsere politische Position bzw. unser System verteidigen? Wer hat Recht?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oder ist sie aus einer gierigen Appetenzmotivation gestellt, wie beispielsweise: Wie verdiene ich das meiste Geld in der Krise?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man dagegen Fragen nachgeht, die ein attraktives Gesundheitsziel im Kohärenzmodus fokussieren, wie z.B.:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie können Menschen sich gesund entwickeln und ein gutes Leben leben – auch angesichts einer Bedrohung durch Viren?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und: Wie können ExpertInnen und PolitikerInnen gut mit BürgerInnen kooperieren?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In meinem Blog ﬁndest du im Beitrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wie einer Pandemie begegnen?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            beispielhafte Ausführungen zu Fragestellungen. In einer kleinen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Sozialmedizinischen Fallstudie“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bin ich der Fragestellung nach einer erfolgreichen Bewältigung noch in der Schlussphase der Pandemie einmal nachgegangen, die wir in der „Studiengruppe Gesundheit“ der VDW e.V. diskutiert haben (s. letztes zusammenfassendes Kapitel der Studie). Zusammenfasend wird geschlussfolgert:„…, dass eine Bedrohung, wie sie eine Virusinfektion wie SARSCovid-19 dargestellt hat, am besten durch ein achtsames Verhalten und eine gute Selbstfürsorge der Menschen in ihrem direkten sozialen Miteinander zu bewältigen ist. Dieses achtsame Verhalten zu ermöglichen und zu fördern ist Aufgabe der Institutionen…“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 20 Jul 2023 06:51:12 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>EINE ERNEUERUNG DER KULTUR ALS „SELBSTVERWIRK- LICHUNG DES GEISTES“?</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/eine-erneuerung-der-kultur-als-selbstverwirk-lichung-des-geistes</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           EINE ERNEUERUNG DER KULTUR ALS „SELBSTVERWIRKLICHUNG DES GEISTES“?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Freude über einen Gedanken kürzlich hält weiter an. Beim Nachsinnen über eine übergeordnet integrierende Perspektive auf Evolution und gesunde Entwicklung ging mir auf, dass die gesunde Entwicklung des Menschen genau wie auch die Evolution der Lebewesen im Grunde ein kleiner bzw. großer Schritt der Selbstverwirklichung des Geistes in der Materie ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diesen Gedanken fand ich äußerst passend. So dass ich dachte, dass den bestimmt schon Menschen vor mir gedacht haben. Denn der Geist – verstanden als gänzlich abstrakte, attraktive und komplexe Informationen („Attraktiva“) – verwirklicht sich unter vielem anderem in stimmigen Gedanken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und: Ja, es gibt ein Buch vom Philosophen Richard Kroner von 1928 mit eben diesem Titel: „Die Selbstverwirklichung des Geistes“. Der Gedanke fasst Hegels Ausführungen in seiner „Phänomenologie des Geistes“ (1807) zusammen. Hegel wie Kroner beziehen allerdings diese Selbstverwirklichung primär auf menschliches Erkennen und Kultur, in der sich der Geist verwirklicht. Dazu passt unsere Frage für kokreative Gespräche: Was wollen wir kultivieren? Das Streben des Geistes sorgt dabei dafür, Widersprüche zu lösen und eine Einheit herzustellen. Hier gibt es eine Analogie zum Kohärenzstreben der Selbstregulation und unserer Hirnfunktion (s. a. Metatheorie und Motivation).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir tut der Gedanke gut, das Leben, sowohl ganz allgemein als auch im Konkreten, als Selbstverwirklichung des Geistes zu verstehen. Ich kann so mein Leben genau wie das aller anderen Menschen und Lebewesen als Teil dieser großen Selbstverwirklichung im evolutionären Vollzug verstehen und als stimmig empﬁnden. Ich bin im informierenden Fluss dieses sich selbst verwirklichenden, geistig-materiellen Lebensstromes ein aktives Wesen. Mein individuelles Bewusstsein ist dabei ein Vermittler, der in Resonanz zum „großen“ Geist sich diesem anzunähern strebt. Mit Geist sind auch die Informationen gemeint, die die Beziehungen von Menschen zu ihren Mitmenschen und Umwelt prägen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesen Beziehungen zwischen den Teilsystemen sowie in der Kommunikation zwischen ihnen zeigt sich die Kohärenz der Systeme (s. a. letzten Post). Zum Beispiel kommunizieren Familienmitglieder in der Regel viel zum Zusammenhalt der Familie, BürgerInnen zum Gedeihen der Kommune, MitarbeiterInnen zum Erfolg ihrer Firma und heute Menschen weltweit zum guten Umgang mit der Biosphäre. Diﬀerenziertes Bewusstsein entwickelt sich im kokreativen Flow mit Mitmenschen. Dieses Bewusstsein sowie der kokreative Flow sind Aspekte des sich selbst verwirklichenden Geistes.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Abb.-06-5bf40963.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei spielt die Sprache eine wichtige Rolle. Mit ihrer Hilfe können wir sehr diﬀerenziert Gedanken kommunizieren und gemeinsam immer wieder auf ihren Wahrheitsgehalt, auf ihre Übereinstimmung mit Bedürfnissen wie auch Beobachtungen und Reﬂexionen hin überprüfen. Mit Hilfe der Sprache können wir insbesondere auch unsere Ziele wie Motive kommunizieren. Dadurch können wir bei gemeinsamer Intentionalität zielorientiert kooperieren. Dienen die Sprache sowie unsere Kooperationen also der Selbstverwirklichung des Geistes? Bringen sie uns dem Geist näher?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine grundlegende These ist: Wenn wir uns in den Flow der Stimmigkeit begeben oder diesen suchen, sind wir im Strom der Selbstverwirklichung des Geistes. So begeben wir uns in der kokreativen Kommunikation in eben diesen gemeinsamen Fluss, in dem sich unser Dasein dem Sein des Geistes annähert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abb. aus Petzold (2022) Schöpferisch kommunizieren. Aufbruch in eine neue Dimension des Denkens.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 22 Jun 2023 12:50:31 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>KOKREATIVE KOMMUNIKATION UND SELBSTWIRKSAMKEIT BOTTOM UP</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/kokreative-kommunikation-und-selbstwirksamkeit-bottom-up</link>
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  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           KOKREATIVE KOMMUNIKATION UND SELBSTWIRKSAMKEIT BOTTOM UP
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Selbstwirksamkeit erhöhen?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir von kokreativer Kommunikation sprechen, denken wir konsequenterweise an die gemeinsame Kreativität von Gruppen. So erscheinen die Erfahrungen paradox, die manche mit den kokreativen KulturTreﬀen KKT gemacht haben: Sie haben in ihrem kulturellen wie beruﬂichen Leben ihre individuelle Selbstwirksamkeit erhöht. So ist eine Teilnehmerin direkt am Tag nach dem 1. KKT ihrem inneren Impuls gefolgt und hat zu einer wöchentlichen Friedensmeditation online eingeladen. Mit überraschend schnellem und großem Erfolg: Es haben sich über 60 TeilnehmerInnen in kurzer Zeit aus fünf Ländern dazu angemeldet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine andere Teilnehmerin berichtete beim 3. KKT, dass sie nach dem 2. KKT auf einer beruﬂichen Fortbildung, die sehr zäh und für alle Beteiligten unbefriedigend verlief, spontan einen längeren positiven Beitrag gegeben hat, der Bewegung in die negativ festgefahrene Situation brachte. Daraufhin hat sie gleich ein reizvolles neues Jobangebot bekommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kokreative Bottom-up-Prozesse
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kokreative Kommunikation regt positiv an – ganz besonders zunächst die individuelle Kreativität. Diese kann sich in den Lebenszusammenhängen des betroﬀenen Individuums entfalten. Dort kann seine Kreativität wieder andere Mitmenschen anregen. Und so weiter. Je klarer die konstruktive aufbauende Kommunikation ist, desto mehr Resonanz kann sie ﬁnden und umso kokreativer und weiter kann sie womöglich in die Kultur hinein wirken. So kann das KKT mit individuellen und Kleingruppen-Prozessen auf das Makro-/Übersystem Kultur wirken – und zwar Bottom-up: von unten nach oben, im Kleinen auf das Große.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Aus systemischer Sicht
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 22 May 2023 05:41:55 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>DEN GEDANKEN EINES „GUTEN LEBENS FÜR ALLE“ KULTIVIEREN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/den-gedanken-eines-guten-lebens-fuer-alle-kultivieren</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Apfelbaum-q-IMG_20220921_153854-scaled.jpg" alt="Ein Apfelbaum voller roter und grüner Früchte vor blauem Himmel."/&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Uphoff-GarteDietlebi-20150606_140025-scaled.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Frage nach dem guten Leben geht es nicht darum, eine klare Deﬁnition oder gar Norm zu ﬁnden. Das gute Leben ist eine attraktive Leitidee, ein inneres Idealbild, das sich verändern kann. Auf der einen Seite ist das Streben nach einem guten Leben schon Jahrtausende alt. Auf der anderen Seite tauchen die Begriﬀe in den letzten Jahren in Gesprächen und in Medien immer häuﬁger auf. Was bedeutet für dich ein gutes Leben? Was bedeutet mir ein gutes Leben? Was bedeutet ein gutes Leben für alle Menschen in der Biosphäre?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Ziel und der Weg sind eins
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein gutes Leben ist ein Ideal vom Leben und gleichzeitig jeder Schritt auf dem Weg zu diesem Ideal. Das Ziel ist der Weg und der Weg ist das Ziel – diese alte Weisheit passt hier besonders gut. Jeder Schritt in Richtung des Ideals ist schon ein Stück gutes Leben – selbst wenn er einmal schmerzhaft sein sollte. Dann haben wir einen Anlass zum Lernen für unser gutes Leben. Die Motivation zum guten Leben für Alle in der Biosphäre verbindet uns intentional mit allen Menschen und der Biosphäre und fordert uns gleichzeitig ganz individuell heraus, nachzuspüren und nachzudenken, was ein gutes Leben in jedem Moment für jeden bedeutet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist dir bedeutsam? Was sind deine Bedürfnisse und Anliegen? Immer wieder dieser Frage nachzugehen und die Anliegen an passender Stelle zu kommunizieren, ermöglicht mehr gemeinsames Lernen sowie ein bewusster gemeinsames gutes Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei gibt es nicht den einen richtigen Weg. Im Gegenteil: Es gibt so viele Annäherungsschritte, wie es Menschen gibt. Es gibt keine Norm vom guten Leben. Jede scheinbare Abweichung vom Weg des guten Lebens kann aus einer anderen Perspektive als ein Lernvorgang auf eben diesem Weg gesehen werden – individuell, als Gemeinschaft, Kultur oder Menschheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Gutes Leben bedeutet, es mitzugestalten
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Theodor W. Adorno hat in seiner Minima Moralia geschrieben: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ Dem möchte ich widersprechen. Wir können und dürfen nicht auf angenehme äußere Bedingungen warten, auf ‚gutes Wetter‘. Auch, wenn PolitikerInnen Krieg führen und uns dazu einspannen wollen, gibt es Schritte zur Annäherung an ein friedliches gutes Leben. Wir behalten die Verantwortung für unser gutes Leben auch „im falschen“ – selbst, wenn das Leben dann nicht derart gut möglich erscheint, wie wir es uns vorgestellt haben. Selbst bei Unterdrückung, Zwang, Ausbeutung und Verleumdung: Wenn unser Leben im Außen viel mit Verteidigung gegen Bedrohungen befasst ist, können wir das gute Leben doch im Inneren und Kleinen kultivieren. Dann bezieht sich das Mitgestalten des guten Lebens zunächst auf scheinbar kleine Dinge. Diese können auf längere Sicht auch größere Systeme verändern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Jeder kann von jedem lernen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir ein „gutes Leben für Alle“ anstreben, beinhaltet dies, dass wir uns mit anderen Menschen darüber austauschen, was ihnen ein gutes Leben bedeutet. Davon können wir Aspekte des guten Lebens lernen, die uns zuvor nicht präsent waren. Möglicherweise kann ein solcher Austausch Menschen helfen, immer neue Aspekte kennen zu lernen und alte, überholt geglaubte Aspekte neu zu integrieren. Das könnte zum Beispiel für ein einfaches Leben mit der Natur der Fall sein. Denn unsere lebendige Intelligenz und Motivation ist ursprünglich auf Kohärenz mit der Natur aus – als Menschheit mit der Biosphäre. Das ist die Grundlage der Evolution der Lebewesen und heute für uns Menschen eine ganz aktuelle und bewusste Erfordernis. Dabei kann womöglich ein Lernen von Umgangsweisen von Naturvölkern mit ihrer Umwelt hilfreich sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ein gutes Leben gelingt kommunikativ kokreativ
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um ein stimmiges Leben zu leben, gestalten wir jeden Tag neu gut für uns und unsere Mitwelt – zusammen mit unseren Mitmenschen und der Natur und in Abstimmung mit diesen. Ein gutes Leben für Alle in der Biosphäre ist ein ständiger kommunikativer Abstimmungsvorgang zwischen den Menschen und mit der Natur. Für dieses Kokreieren spielt die passende, authentische Kommunikation unserer Anliegen eine wichtige Rolle (s. a. Kokreative KulturTreﬀen KKT). In dieser Kommunikation kommen implizite, intuitive und rationale, abgeleitete Anliegen und Gedanken zusammen. So entfaltet sich das gute Leben kokreativ in Übereinstimmung mit der Umwelt als ein evolutionärer Prozess (s. Kap. 4 u. 5 im Buch „Motivation. Grundlegendes für ein gelingendes Leben“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
  &lt;h5&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h5&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 27 Apr 2023 10:31:22 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"NEGATIVE" KOMMUNIKATION ZUM KONSTRUKTIVEN WENDEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/negative-kommunikation-zum-konstruktiven-wenden</link>
      <description>Wahrscheinlich kennt das jeder*: In einem Teamoder auch bei privaten Treﬀen wird andauernd über negative Erfahrungen und Umstände gesprochen. Diese sind heutzutage im krisenhaften Übergang überall gegenwärtig. Je nach Fachrichtung oder Interesse betriﬀt es mehr die Umwelt, die stressenden Bedingungen in der Schule...</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Negative" Kommunikation zum Guten wenden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wahrscheinlich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           kennt das jeder*: In einem Teamoder auch bei privaten Treﬀen wird andauernd über negative Erfahrungen und Umstände gesprochen. Diese sind heutzutage im krisenhaften Übergang überall gegenwärtig. Je nach Fachrichtung oder Interesse betriﬀt es mehr die Umwelt, die stressenden Bedingungen in der Schule, die Bürokratie und die Proﬁtorientierung im Gesundheitswesen, die Kriege und Berichterstattungen in den Massenmedien oder sonst etwas. In Expertenteams werden dann gerne mögliche Ursachen analysiert, um die vermeintlichen Ursachen des Übels auszumerzen … wie das Wirtschaftssystem, die Religion, den Materialismus oder die menschliche Unvollkommenheit. Bei konsequenter Ursachenforschung würde man letztlich beim Urknall oder einem Schöpfungsfehler Gottes landen.Das Ergebnis solcher Gespräche ist auf der einen Seite: Wir sind uns in der Beurteilung der katastrophalen Lage ziemlich einig. Das ist ganz angenehm, weil man sich nicht mehr so alleine fühlt. Allerdings geht es bei der Ursachenbenennung oft auseinander, vermutlich weil unter Expertinnen jeder der rechthabende Richter bzw. beste Retter sein möchte und einen anderen geistigen oder ideologischen Hintergrund hat. Auf der anderen Seite vertieft sich ein Gefühl von Ohnmacht – auch kollektiv: Wir sind alle machtlose Opfer. Es gibt – gefühlt – keine Möglichkeit, etwas wirklich zu verändern. Ausweglosigkeit, Machlosigkeit und Hoﬀnungslosigkeit machen sich breit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die innere Wende zu einer neuen Frage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man diese negativen Kommunikationsmuster oft genug erfahren hat und sein Mitgestaltungspotential und auch das der Gruppe entfalten möchte, gibt es mehrere Möglichkeiten, sich selbst und die Kommunikation zum Konstruktiven zu wenden.Anstatt auf eine rechthaberische Diskussion über vermeintliche Ursachen der Missstände einzusteigen, geht man den Fragen nach:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was ist mein eigentliches Mitgestaltungsanliegen in dieser Gruppe?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wo will ich hin?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was ist das Gestaltungsanliegen der Gruppe, ihr Ziel?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ihre Antwort auf diese Fragen können Sie z.B. als Wunsch in das Gruppengespräch einbringen: „Ich bin hier, weil ich mit euch zusammen bessere Lernorte für Kinder gestalten möchte (bzw. Genesungsorte für Erkrankte). Ich möchte mit euch darüber sprechen, wie diese aussehen können und was unsere Rolle darin ist.“Die Frage n ach dem Anliegen, auch Ziel, Wunsch oder Bedürfnis, bildet den Kern einer heuristischen Vorgehensweise: von der antizipierten Lösung her den Annäherungsweg gestalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein neuer Ziel-Fokus verändert die Kommunikation
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter der Perspektive eines gewünschten antizipierten Lebensvollzugs, wie einem guten Leben für möglichst Alle, erscheinen die aktuellen Probleme und deren Lösung in einem ganz anderen Licht. Da stehen dann womöglich die Selbstwirksamkeit und Autonomie in natürlicher und soziokultureller Verbundenheit an der ersten Stelle der Motive. Wie können wir selbst wirksam werden zusammen mit unseren Mitmenschen und in Übereinstimmung mit der Natur? Welche Rollen kommen dabei kulturellen Institutionen und der Ökonomie zu, um das gute Leben möglichst Aller zu entfalten? Konkret können wir in unseren Teams und anderen Gruppen unser Gestaltungsanliegen beispielsweise so äußern: „Ich würde in unserer Gruppe gerne über ein konkretes Projekt sprechen, das für Kinder neue Lernerfahrungen ermöglicht.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anliegen und Bedürfnisse kommunizieren
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je nach Gruppe und Kommunikationspartnerinnen kann es auch angebracht sein, noch direkter sein eigenes Bedürfnis in und für die Gruppe mitzuteilen, also z.B.: „Ich möchte meine Ideen für eine Schule der Zukunft mit Euch teilen.“ Oder „Ich wünsche mir, dass wir eine Runde dazu machen, wie jeder sich die Rolle von Patientinnen und Ärztinnen in einem zukünftigen Gesundheitswesen vorstellt.“ Oder: „Ich wünsche mir jetzt eine kurze Achtsamkeits-/Besinnungspause, in der jeder für sich nachspürt, was sein tiefes Anliegen an unsere gemeinsame Arbeit hier ist.“Wenn wir über unsere Gestaltungsanliegen und Bedürfnisse sprechen, beﬁnden wir uns primär im motivationalen Kohärenzmodus. Anders ist es, wenn wir die Missstände fokussieren, anklagen und detektivisch analytische Ursachenforschungen betreiben – dann beﬁnden wir uns im motivationalen Aversionsmodus. Im Kohärenzmodus können die positiv formulierten Anliegen bei den Kolleginnen Resonanz ﬁnden, diese zum Mit- und Weiterdenken anregen und ein kokreativer Gruppenprozess kann in Gang kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die „negativen“ Beobachtungen als Herausforderungen berücksichtigen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die kritisch gesehene Realität ﬁndet erst dann Beachtung, wenn wir unser Gestaltungsanliegen gemeinsam visualisierend entfaltet haben. Dann können wir überlegen, wie wir uns zu den gegebenen Bedingungen und Top-down-Vorgaben im Bildungswesen, zur Ökonomisierung, Umweltzerstörung, Pathologisierung und Bürokratie im Gesundheitswesen, der Berichterstattung in den Medien usw. stellen wollen, um unsere Gestaltungsanliegen voranzubringen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            *
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            * Um den Geschlechtern in der Sprache halbwegs gerecht zu werden, ohne den Schreib- und Lesefluss zu sehr zu verkomplizieren, wird hier im Plural immer die weibliche Form verwendet, es sei denn, es handelt sich ausschließlich um Männer, und im Singular entsprechend der bislang üblichen Schreibweise die männliche Form, es sei denn, es handelt sich explizit um eine Frau.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 14 Apr 2023 09:56:43 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>WAS SIND KOKREATIVE GRUPPENPROZESSE?</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was bedeutet kokreativ?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kokreativ besagt, dass Neues in einem wechselseitigen Miteinander kreiert wird. Das was ich hier schreibe ist das Ergebnis eines längeren kokreativen Prozesses, in dem ich Gedanken von anderen aufgegriﬀen habe, mich habe inspirieren lassen, zusammen mit anderen Erfahrungen gemacht habe und dann an einem Punkt in diesem andauernden Prozess mich hinsetze und das momentane Ergebnis in Worte fasse. So gesehen ist jeder kreative Vorgang – wenn man genau hinschaut – ein kokreativer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie können wir Kokreativität in der Gruppe fördern?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im engeren Sinne verstehen wir kokreativ als gemeinsam kreativ bei gemeinsamer Intentionalität. Intentionalität wird verstanden als die Richtung von Intentionen/Absichten. Durch die gemeinsame Intentionalität von miteinander Kommunizierenden wird ein intentionaler Resonanzraum gebildet. Das bedeutet, dass die Beteiligten sich innerlich in einer passenden / kohärenten Motivation auf ein gemeinsames Ziel ausrichten. Das soll zu Beginn formuliert sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ziel kann konkret sein oder noch sehr unbestimmt im Nebel liegen. In einem solchen Resonanzraum kann sich eine kokreative Kommunikation im Flow entfalten. Das bedeutet, dass jeder sich von anderen in seinem Denken anregen lässt, auf Gesagtes eingeht und weiter denkt zur Annäherung an das gemeinsame Ziel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deﬁnition: Kohärenzmotivation bezeichnet einen inneren Beweggrund, ein Grundbedürfnis, ein Streben immer wieder und/oder mehr Stimmigkeit zu erreichen. (s. Buch: „Motivation. Grundlegendes für ein gelingendes Leben“ von TD Petzold &amp;amp; A Henke)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ziele müssen dabei positiv formuliert sein. Also z.B. anstatt „Die Umwelt soll nicht zerstört werden.“: „Ich möchte einen achtsamen und aufbauenden Umgang mit der Natur.“ Die Ziele sollen sowohl gefühlt als auch in der Formulierung nach passenden kreativen Lösungen streben, nach Stimmigkeit. Das wird unter Kohärenzzielen verstanden, die aus der Kohärenzmotivation entstehen. Es ﬁnden sich so im Prozesse Lösungen, die sich vorher keiner allein ausdenken konnte. Beiträge im kokreativen Gruppenprozess sollen dann eine solche Annäherung im Flow fördern und nicht hemmen. Sie sollen nicht Angst und Unsicherheit verbreiten, nicht aus dem Aversionsmodus kommen. Bedenken und Ängste sollen erst am Schluss des Gesprächs Beachtung ﬁnden, sonst könnten sie den kokreativen Prozess hemmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Kokreativität im engeren Sinne soll die primäre Art und Weise der Kommunikation im kokreativen Kulturtreﬀen KKT sein. Damit soll eine Annäherung an stimmige Kohärenzziele ermöglicht, erleichtert und praktiziert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie können Widersprüche kokreativ werden?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im weiteren Sinne, aus einer Metaperspektive reﬂektiert, kann auch aus Widersprüchen Neues entstehen, wenn nicht einer unbedingt alleine Recht haben will. Dann kann man vom Widerspruch des anderen lernen, selbst wenn dieser aus einer Abwendungsmotivation im Aversionsmodus geäußert wird. So können Prozesse, die gegeneinander geführt werden, in einem dialektischen Sinne verstanden werden, wobei aus einer These und Antithese eine Synthese gebildet wird. Dabei bildet ein Widerspruch jeweils eine Herausforderung zur Weiterentwicklung beider Seiten und kann deswegen ggf. wichtig sein zur Entwicklung – solange er keine totale Überforderung ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Entstehen einer Synthese kann dann aus einer Metaperspektive als kokreativer Prozess gesehen werden – selbst wenn der Vorgang ohne eine gemeinsam gefühlte Intentionalität erfolgte und im Abwendungsmodus sogar Verletzung und Zerstörung beinhaltet hat (wie z.B. bei einer Revolution). Diese Art von Entwicklung ﬁndet statt, z.B. wenn Menschen mit Macht ihr früh, sozial geprägtes Interaktionsmuster im Aversionsmodus und frustrierten Appetenzmodus ausagieren im Glauben, damit Sicherheit, Macht und/oder Reichtum herzustellen. Widersprüche können kokreativ sein, wenn sie nicht vernichtend sind und letztlich vom Willen zur Synthese motiviert sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann braucht es, um zu einer konstruktiven Synthese zu gelangen, wieder eine gemeinsame Intentionalität zum Kooperieren für einen kokreativen Prozess im engeren Sinne. Diese kokreativen Prozesse in der Gruppe können geübt werden wie z.B. im Kokreativen KulturTreﬀen KKT. Dazu gibt es einfache und erprobte Regeln. In größeren Gruppen ist eine Moderation durch einen Flow-Meister angebracht (s. a.„Drei entscheidende Fragen – …“ S. 189; und Der Mensch, Heft 58 1-2019, S. 59).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 23 Mar 2023 09:29:06 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>WOVON UND WOZU ANSTECKEN?</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/lachen-flacher-007f26060d48af2e4faa683e4d6bd9bf-e1677833374253-66973bf2.jpg" title="(Bildquelle: https://www.pinterest.de)"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie „Ansteckung“ bei unterschiedlichen Motivationen verläuft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In allen drei Grundmotivationen gibt es „Ansteckung“:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Abwendungs- / Aversionsmotivation (Angst, Kampf oder Flucht, ‚Peitsche‘)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Annäherungs- / Appetenzmotivation (Lust, Belohnungen, ‚Zuckerbrot‘)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kohärenzmotivation (Heiterkeit, Gelassenheit)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Angst kann sehr ansteckend sein (Abwendungs-/Aversionsmotivation).
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das hat auch einen Sinn. Wenn einer eine Gefahr wahrnimmt, besteht die Reaktion von vielen in der Nähe, dass sie auch weglaufen oder kämpfen – selbst wenn sie die Gefahr noch gar nicht wahrgenommen haben. So können sie auch ihr Leben retten, indem sie dem ersten so weit vertrauen, dass seine Angst einen Grund hatte und ihm folgen, um in Sicherheit zu kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man merkt, dass die Gefahr gar nicht so groß oder eine Täuschung war, dass man also nicht hätte weglaufen oder schießen oder aufrüsten müssen, lernt man daraus: Dem glaube ich in Zukunft nicht mehr so leicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So ist es für jeden Menschen, jede Gesellschaft in jeder Generation ein neuer lebenslanger Lernprozess: Die aktuellen und vorhergesehenen Gefahren richtig einzuschätzen und angemessen zu reagieren. Wenn ich die Angst des anderen nicht ernst genug nehme, kann es sein, dass ich selbst Opfer dieser Bedrohung werde. Wenn ich mich aber zu leicht von Angst anstecken lasse und überreagiere, kann ich mich selbst in unnötigen Stress und in Gefahr bringen und je nach Reaktion auch andere gefährden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Verlockende Ziele können ansteckend sein (Annäherungs-/Appetenzmotivation)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           m Annäherungs-/Appetenzmodus ist lautes Lachen wie auch lustgesteuerte Aufmerksamkeit ansteckend. Es hat den Sinn, dass man sich einem anschließt, der eine Nahrungsquelle geortet hat – auch wenn man sie selbst noch nicht wahrgenommen hat. Diese Ansteckung im Appetenzmodus erhöht die Wahrscheinlichkeit, verlockende Annäherungsziele zu erreichen. Sie ruft gelegentlich Neid hervor und führt zum Wetteifern um ein Lustobjekt, eine Belohnung und ggf. auch zu Gier und Kampf um attraktive Objekte und Ressourcen und/oder zu Eifersucht oder anderen Süchten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie ansteckend ist Gelassenheit und Heiterkeit? (Kohärenzmotivation)
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die beiden genannten Ansteckungen entstehen meist schnell und halten auch nur für kurze Zeit. So wie das Ziel erreicht ist: die Gefahr abgewendet wurde oder verschwunden ist bzw. das attraktive Objekt vereinnahmt wurde, kommt es leicht zu Frustrationen und Konﬂikten bis hin zu Kämpfen untereinander. Womöglich hilft Gähnen, um innerlich aus diesen Hamsterrad-Modi auszusteigen und zur Ruhe zu kommen. Auch der Ruhemodus kann ansteckend sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Ansteckung im Kohärenzmodus erfolgt nicht über die Wahrnehmung einer Bedrohung oder der Erwartung einer Belohnung, sondern eher im Gefühl der Geborgenheit, oder im Einvernehmlich-Sein, eine intentionale Verbundenheit in Gelassenheit und Dankbarkeit, eine tiefe seelische Verbundenheit. Dazu gehören Emotionen, also Gefühle, die uns besonders bewegen, wie hier insbesondere Freude und Trauer. Wobei Trauer den Abschied von sinnlicher Verbindung begleitet und hin zu einem Bewusstsein einer tieferen und abstrakteren Verbundenheit leiten kann – bis hin zu Freudentränen. Auch innere Heiterkeit und Humor, ethische Werte und praktische Erfahrungen fairer Kooperation können uns im Kohärenzmodus anstecken. Der Kohärenzmodus ist auch ein Modus der Würde und Autonomie, die sich in der Tiefe wohl nicht manipulativ herstellen lässt, sondern eher durch Wahrhaftigkeit und Authentizität überträgt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Wovon und wozu willst du dich anstecken lassen?
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;strong&gt;&#xD;
        
            Womit und wozu möchtest du andere anstecken?
           &#xD;
      &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Theodor Dierk Petzold
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Danke
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielen Dank noch mal an Dr. Herrmann, dem Vorsitzenden von KLUG e.V., der das hoﬀnungsvolle Thema der gesunden Ansteckung ins Salutogenese-Symposium am 18.2.23 eingebracht hat. Er führte an, dass es nur ca. 3,5% der Menschen braucht, um ggf. große Transformationen anzustoßen. Eine Teilnehmerin hatte darauf zu bedenken gegeben, dass es ja auch negative Ansteckung gäbe. Das hat mich veranlasst, dieses Thema diﬀerenzierter unter der Lupe der drei Grundmotivationen zu betrachten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kommentar
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sandra Kunz
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. März 2023 um 14:22
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine spontanen Gedanken dazu: Ich glaube, dass „lebendig zu sein“ ausreicht um bereits angesteckt zu sein (mit dem übergeordneten Kohärenzmodus). Es wird fühlbar im Streben nach Allverbundenheit in der Akzeptanz meiner Individualität, im Streben nach Zufriedenheit und den Wunsch diese mit Menschen zu teilen, in der freudvollen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verbundenheit mit Tieren, Pﬂanzen, Menschen der Biospähre…. – hier wird möglicherweise der Grad der Ansteckung sichtbar, spürbar und immer bewusster erlebbar, wobei die beiden anderen Modi mich unterstützen wollen/sollen/können dies zu erkennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 02 Mar 2023 10:07:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>KOKREATIVE KULTURTREFFEN („KKT“)</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine zukunftstaugliche Kultur kohärent gestalten!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele reden von Wandel, Transformation, Great Reset oder der Bundeskanzler zuletzt von „großer Zeitenwende“. Auch wenn die AutorInnen jeweils z.T. sehr unterschiedliche Vorgänge beschreiben und divergierende, häuﬁg noch Abwendungs-Ziele haben: das Empﬁnden, dass sich grundsätzlich etwas ändert oder ändern muss, ist weit verbreitet. Wir – Menschen – wollen etwas verändern. Wir sind die agierenden Subjekte des Wandels, der „Zeitenwende“ und nicht ihre Opfer. Wir sind die Subjekte möglichst einer großen Erneuerung von unten her –bottom up!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sicher ist es gut, an verantwortliche Personen in führenden Positionen Appelle zu richten – z.B. zum Frieden, zum achtsamen Umgang mit der Natur u.a.m. Aber wenn wir auf ein Handeln dieser Personen warten, geben wir unsere Mitgestaltungsmacht ab und erhöhen das Risiko, dass wieder einmal mehr vor allem die Interessen und Absichten der Reichen und Mächtigen umgesetzt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wir brauchen etwas anderes als „Kampf gegen … „
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aktuell ﬁndet die öﬀentliche Diskussion überwiegend im Abwendungs-/Aversionsmodus statt mit Verurteilung und mit Bestrafung wie „Peitsche“. Gelegentlich wird auch gelobt, als Belohnung für angeblich korrektes Verhalten als „Zuckerbrot“, um die Annäherungs-/Appetenzmotivation anzuregen. Die öﬀentliche Berichterstattung ist stark geprägt vom moralischen „Zuckerbrot und Peitsche“. Nur selten wird kreativ und aufbauend über sinnvolle Ziele im Sinne eines guten Lebens für Alle gesprochen oder geschrieben. Ein gutes Leben für möglichst Alle wird nur in kohärenter Kooperation untereinander und mit der Natur gelingen. Deshalb brauchen wir eine große Erneuerung mit Kohärenzmotiven.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Unser Beitrag hier zur großen Erneuerung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Beitrag zu diesem transformativen Vorgang ist eine Erneuerung unseres Denkens über die Welt einschließlich uns Menschen. Im Anthropozän sind wir die Mitgestalterinnen durch faire Kooperation miteinander und mit der Umwelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es geht darum, für diese Mitgestaltung als menschliche Kulturen als Hauptakteure jetzt Verantwortung zu übernehmen. Zu diesem Prozess der bewussten Mitverantwortungsübernahme für die „Mutter Erde“ ist eine Reﬂexion unserer Motivationen hilfreich oder sogar erforderlich. Unser Verhalten resultiert aus unserer Motivation. So ist unsere Zukunft das Ergebnis letztlich unserer Motivation, die in Wechselbeziehung zur Umwelt entsteht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Der Motivation auf der Spur
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was motiviert uns in Wechselbeziehung in der Natur wie Biosphäre – als Individuum, als Gemeinschaft und als Kultur? Was ist heute im Anthropozän unsere Rolle bei der Mitgestaltung der Biosphäre?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Können wir unsere Motivation bewusst neu regulieren – als Individuum, Gemeinschaft und als Kultur? Damit unser Verhalten zukunftsfähig aufbauend und kohärent mit der Umwelt ist?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was wollen wir kultivieren?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch die„kokreativen Kulturtreﬀen KKT“ gestalten wir die Zukunft aus unserer Kohärenzmotivation heraus ko-visionär und praktisch mit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim KKT geht es um:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Finden, Benennen und Visualisieren: Gute kulturelle und globale Rahmenbedingungen für ein gutes Leben für möglichst alle in der Biosphäre
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Austausch über Erfahrungen guter Praxis
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Üben von Kommunikation im Kohärenzmodus
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die KKT ﬁnden jeweils am ersten Sonntagabend im Monat statt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immer wieder im Kohärenzmodus miteinander zu kommunizieren, bedeutet auf Stimmigkeit und Integration in Bezug auf ein gutes Leben in der Biosphäre zu achten. Das innere Kriterium für den Kohärenzmodus ist Freude und Dankbarkeit. Freude und Dankbarkeit sind zwar nicht die einzigen aber die letztlich maßgeblichen Qualitäten, die wir in unseren Treﬀen immer wieder spüren wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das erste KKT ﬁndet am Sonntag, den 5. März von 20.00-21.30 Uhr online statt (kostenfrei) – anmelden hier oder per Mail an info@salutogenese-zentrum.de
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir freuen uns auf Sie / Dich!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 24 Feb 2023 05:50:42 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>UNSERE MOTIVATION ENTSCHEIDET DARÜBER, WIE WIR UNSERE ZUKUNFT GESTALTEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/unsere-motivation-entscheidet-daruber-wie-wir-unsere-zukunft-gestalten</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was motiviert dich – nachhaltig? Was ist dir langfristig bedeutsam?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir die Nachrichten von Umweltzerstörung, Korruption, Krieg und anderem lebensfeindlichen Verhalten lesen, entsteht der Eindruck, dass Menschen überwiegend antisozial, gierig und zerstörerisch motiviert sind. Angeblich reagieren Menschen nur auf „Zuckerbrot“ und „Peitsche“, also entweder auf Belohnung oder auf Bedrohung. Was sagen neue Erkenntnisse der Neuropsychologie dazu? Sind Menschen primär zum Überleben motiviert oder zu einem guten Leben in ihrer Umwelt? Sind wir vor allem und letztlich individuell egoistisch motiviert oder haben wir eine primäre Motivation zum Kooperieren – zum Mitgestalten?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Laut Geo-WissenschaftlerInnen haben wir das Zeitalter des Anthropozän, des vom Menschen geprägten Erdzeitalters begonnen. Welche Motivation und welche daraus folgende Ziele prägen diese begonnene Zukunft?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Was motiviert dich – nachhaltig? Was ist dir langfristig bedeutsam?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Neurowissenschaftliche Grundlagen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bisher sind zwei Grundmotivationen wissenschaftlich anerkannt, die als tiefe motivationale Einstellungen das Verhalten, Fühlen und Denken sowie den Stoﬀwechsel prägen. Das ist zum einen die lustorientierte, Dopamin gesteuerte Annäherungsmotivation, auch Appetenzmotivation genannt, die auf das „Zuckerbrot“, also die Belohnung reagiert. Es dient der Nahrungssuche und -aufnahme sowie Paarung – kann leider auch zum Suchtverhalten führen. Zum anderen ist das die Abwendungsmotivation, auch Vermeidungs- oder Aversionsmotivation genannt, die auf Gefahren wie auf die „Peitsche“, also die Bestrafung reagiert und für Sicherheit sorgen soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es versetzt den gesamten Organismus samt Fühlen und Denken in einen erhöhten Spannungsmodus zum Abwenden. Ein anhaltender Stressmodus führt häuﬁg zur Entstehung von chronischen Erkrankungen. Diese Abwendungsmotivation, die mit einem Gefühl von Angst und Unsicherheit verknüpft ist, spielt auch bei Kriegen die Hauptrolle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit diese beiden Grundmotivationen überwiegend zur Sicherheit bzw. zum Aufbau des Lebens dienen, braucht es die übergeordnete Kohärenzmotivation, die das rechte Maß vorgibt und bei Bedarf die Aktivitäten zur Sicherheit/Kontrolle bzw. Aufbau/Lust anregt oder bremst. Diese regulatorische Fähigkeit ist besonders im Stirnhirn, im lateralen Präfrontalcortex LPFC repräsentiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Gibt es eine Motivation zum guten Leben mit der Umwelt?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ganz gelassen kooperieren
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Theodor Dierk Petzold und Anja Henke zeigen in ihrem neuen Buch „Motivation. Grundlegendes für ein gelingendes Leben“ die neuropsychologischen Grundlagen ebenso wie praktische Möglichkeiten zur Kultivierung der Kohärenzmotivation. Es ist eine gänzlich neue, integrierende und systemische Sicht auf die menschliche Motivation und Motivationspsychologie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das übergeordnete Kohärenzsystem ist mit dem Gefühl von Freude und Gelassenheit, von Stimmigkeit im Inneren und in äußeren Beziehungen verknüpft. Es ist die Motivation zu nachhaltigem Kooperieren auch mit der Natur. Während die Aversionsmotivation zu schnellen und vorübergehenden Kooperationen zur Gefahrenabwehr motiviert, hat die Kohärenzmotivation langfristige und positive Ziele, die die KooperationspartnerInnen intentional verbinden und zum Mitgestalten motivieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese drei Grundmotivationen bilden das grundlegende Bindeglied zwischen unseren Weltbeziehungen und unseren Körperfunktionen. Die Kohärenzmotivation lässt uns nach stimmiger Verbundenheit im Inneren wie im Äußeren mit Mitmenschen wie mit der Umwelt streben. Im Inneren suchen wir eine „vertikale“ Kohärenz, die mit Wohlbeﬁnden und Gesundheit verknüpft ist. Im Äußeren streben wir jeweils nach „horizontaler“ Kohärenz, auch Zugehörigkeit, in unseren Lebensdimensionen wie unserer Familie, Kultur und global-geistig. Wenn wir zu sehr unserer Appetenz- und/oder Aversionsmotivation folgen und diese noch medial puschen, kann das Zerstören überwiegen. Die Zukunft der Menschheit ist die Folge ihrer Motivation.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Am 18.2.23 ﬁndet im Zentrum für Salutogenese ein Symposium zu diesem Thema statt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 13 Feb 2023 08:47:06 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Vertrauen und Angst</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vetrauen und Angst
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Bild+5-ab4314a8.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 02 Dec 2022 08:53:55 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>EINE ANTWORT AUF DIE GEGENWÄRTIGEN KRISEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/eine-antwort-auf-die-gegenwartigen-krisen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Wandel ist im Gange – gestalten wir gemeinsam eine Zukunft mit Zukunft!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unabgeschlossene Krisen – allgegenwärtig. Krisen, mit und ineinander verwoben, jede für sich und gemeinsam um Kipppunkte kreisend. Überdies ein bislang undenkbarer Krieg in Europa. Nichts liegt näher – und ferner – als mir eine Welt vorzustellen, in der Frieden die Entfaltung eines guten Lebens ermöglicht. Wie ist es mir möglich zwischen Apathie und Aktionismus den Pfad eines dem Weltganzen dienlichen Engagements zu ﬁnden? Ein Engagement, das dem turbulenten Geschehen in eine zukunftsfähige Richtung verhilft? Wie kann es mir gelingen, auf das Gute hin ausgerichtet zu bleiben? Wie kann ich Vertrauen in heilsame Werdenskräfte kultivieren? Wie und wo kann ich meinen Teil zu einem gedeihlichen Miteinander beitragen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Fragen trage ich mit mir herum, sie drängen auf Antworten. Wo könnte ich Antworten ﬁnden? Hilfreiche Fragen stellen! Klingt zunächst paradox. Ist es irgendwie auch und doch auch wieder nicht. Fragen, die spielerisch Leichtigkeit mit Tiefe verbinden und die schöpferischen Quellen anregen. Denn aus dem ursprünglich Schöpferischen, davon bin ich überzeugt, erwächst stets Gedeihliches.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erste Fragen und Antworten haben sich nach und nach entwickelt. Entstanden ist aus einem Zusammenspiel von inneren Dialogen, Gesprächen und Materialien eine Bricolage, gebunden zwischen zwei Buchklappen. Wenn Du magst, kannst Du hier einen Blick hineinwerfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           von Mona Siegel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/SQ_cover_es.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 16 Aug 2022 13:16:06 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>EIN BUNDESWEHR-GENERAL ZUR FORTFÜHRUNG DER MEDIZIN MIT ANDEREN MITTELN?</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/ein-bundeswehr-general-zur-fortfuhrung-der-medizin-mit-anderen-mitteln</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/heimspiele2004-klein-014-002-1.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denkweisen – Paradigma – in der Medizin und Gesellschaft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Herr Scholz, der neue Bundeskanzler, hat angekündigt, Generalmajor Breuer zum Chef des Corona-Krisenstabs zu ernennen. Als Afghanistan erfahrener, hochdekorierter Oﬃzier soll er Deutschland zum Sieg über Corona führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bislang war ich als Arzt – wie wohl auch viele meiner Kolleginnen (1) und andere Menschen – davon ausgegangen, dass der Umgang mit dem Covid-19-Virus eine ärztliche oder zumindest eine medizinische Aufgabe sei. Herr Scholz setzt mehr aufs Militärische. Mir geht es hier nicht darum, die neue Regierung zu kritisieren. Es geht mir darum zu reﬂektieren, was gerade Stand in der Medizin und dem Gesundheitswesen ist. Ist der erfolgreiche Umgang mit einer pandemischen Virus-Erkrankung tatsächlich eine Kriegsführung, wie es nicht selten formuliert wurde? (2) Ist „Kampf gegen Viren“ der ‚State of the Art‘ in der Medizin heute? Oder ist das eine Bankrotterklärung ärztlichen Denkens und Handelns? Was ist gut für unsere gesunde Entwicklung?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Denkweisen – Paradigma – in der Medizin und Gesellschaft
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die moderne Medizin führt schon mindestens seit 150 Jahren einen Kampf gegen Krankheiten und deren vermeintliche Ursachen. Das pathogenetische Denkmuster (=Paradigma) ist schon vor 50 Jahren von dem Psychoonkologen Lawrence LeShan in New York klar beschrieben worden (3): Die Krankheit diagnostizieren, dann eine Ursache ﬁnden und letztlich dies bekämpfen. Erst sekundär wird nach dem Menschen geschaut: Was ist aus ihm geworden, nachdem die Krankheit bekämpft wurde? Mit dieser Vorgehensweise wird nicht nur vielen Menschen geholfen, sondern auch viel Schaden angerichtet. In den USA sind die Kollateralschäden (sog. Nebenwirkungen) von medizinischen Therapien die dritthäuﬁgste Todesursache (4). Wenn wir die Umweltschäden durch die moderne High-Tech-Medizin in die Kollateralschäden miteinbeziehen, sieht die Bilanz womöglich noch schlechter aus. Seit 2014 ist die Lebenserwartung in vielen großen Industrienationen rückläuﬁg (5). Angesichts der SARS-Erkrankung wurde der Feind, das Virus Covid-19, schnell von Virologen identiﬁziert und der Kampf im Labor geprobt. Für den Kampf gegen das Virus im Volk wurden von der Politik noch EpidemiologInnen und Mathematiker zur Beratung bei der Strategieplanung dazu geholt. Ärztinnen sollten dann in Kliniken den Kampf gegen das Virus in den Menschen weiterführen. Mit im Labor entwickelten Impfungen soll fortan das körpereigene Abwehrsystem auf das Virus programmiert werden. Epidemiologinnen und Mathematikerinnen stellten Hochrechnungen über die Verläufe der Infektionswellen und einen Kollaps der Krankenhäuser bzw. den Sieg über das Virus auf. Welche Rolle die Menschen selbst mit ihrem Immunsystem, ihrer Selbstfürsorge und ihre zweckmäßige Kooperation untereinander nach angemessener Aufklärung darin spielten, wurde in den Statistiken nicht transparent. Ihre eigenen Gesundheitsziele sowie ihre Fähigkeiten und anderen Ressourcen, ihre Ziele zu erreichen – ihre Gesundheitskompetenz –waren nicht gefragt. Die mathematischen Berechnungen, die schlimmst möglichen Katastrophenszenarien und die Kampfmaßnahmen der Regierung bestimmten und bestimmen immer noch die öﬀentliche Diskussion und machen Angst –anscheinend zum großen Teil gewollt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Ich fühle mich so, als würde ich in den Krieg geschickt – aber man nimmt mir jede Waﬀe weg.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dr. Christian Franz, Hausarzt, weil er zu wenig Impfdosen erhalten hat (Welt Nachrichtensender; 8.4.2021).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Durchimpfung sei der einzige Weg, das Virus zu besiegen. Ich befürworte Impfungen, allerdings mit einer strengen Indikationsstellung und freiwillig, wie es für alle invasiven Interventionen in der Medizin erforderlich ist. Und es braucht eine kooperative Haltung der impfenden Ärztinnen: Eine Impfung ist kein Kampﬁnstrument gegen das Virus im Menschen. Die Impfung soll das Immunsystem des Geimpften derart anregen, dass es das Virus schneller erkennen und seinen Eintritt in Zellen verhindern und es womöglich isolieren kann. Unter Drohung kann eine dienliche Kooperation mit dem Patienten kaum zustande kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Gesundheitsorientierte Kooperation
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leshan hat dieses Denkmuster nicht nur klar benannt und kritisiert, sondern auch konsequent salutogenetisch orientiert erneuert. Er ist primär der Frage nachgegangen, was gesund am Patienten ist und hat dann mit ihm gemeinsam geschaut, was dieser und ggf. auch die professionellen HelferInnen tun können, damit es ihm besser geht. In der Folge waren die Therapien erheblich erfolgreicher (s. FN 2). Es kam zu einer menschlich partnerschaftlichen Kooperation zwischen Therapeut und Patient, weil sie mit einer gemeinsamen Intentionalität gemeinsam am gleichen Ziel arbeiteten (vgl. Tomasello 2010 (6)). Können wir daraus etwas für den Umgang mit Covid-19 lernen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie könnte ein salutogenetisch orientierter Umgang mit einer derartigen Bedrohung aussehen?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu Beginn einer derartigen viralen Bedrohungslage ist eine schnelle Aufklärung und Warnung der Menschen vor der möglichen Gefahr sicher angebracht. Also so, wie wir das im Februar/März 2020 im Ansatz erlebt haben, solange man noch nichts Genaueres wusste. Allerdings wäre schon da der Fokus einer salutogenen Gesundheitskommunikation ganz stark auf der Ermächtigung der Bürgerinnen gerichtet, darauf, was die Menschen selbst tun können, um Ansteckung zu vermeiden und ihr Immunsystem zu stärken. Dazu gehört außer Abstand halten und in Räumen Lüften und in engen Situationen Masken tragen, mit Sicherheit Bewegung an der frischen Luft. Es ist zum ersten entscheidend, dass Menschen nicht derart mit dem Virus kooperieren, dass sie ihm die Möglichkeit geben, von einem zum nächsten zu kommen. Zum anderen ist das Immunsystem des Menschen wichtig, das das Virus an der Vermehrung im Körper hindert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           In vier Wochen von einer Inzidenz von fast 10.000 auf Null
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei ist das Verhalten ganz entscheidend für den Verlauf der Verbreitung des Virus. Freunde berichteten mir von einem Dorf mit etwa 500 Einwohnerinnen im Oktober 2021, von denen ein im Vergleich mit dem Bundesdurchschnitt vermutlich relativ hoher Anteil der unter 65-Jährigen nicht geimpft war. Dort gab es eine Welle mit einer 7-Tage-Inzidenz von fast 10.000 auf das Dorf berechnet. Nach dem Schreck verhielten sich alle kooperativ angemessen vorsichtig, sodass innerhalb von vier Wochen die Inzidenz schon wieder bei null war. Wenn das Virus keinen Überträger und keinen Wirt ﬁndet, zerfällt es – ganz ohne Kampf. Nicht mit dem Virus zu kooperieren bedeutet, mit Menschen überwiegend auf Distanz zu kommunizieren. Das ist sicher für einige eine große Herausforderung – besonders für jüngere Menschen. Sie brauchen verständnisvolle Unterstützung dabei. Aber in einsichtsvoller gemeinschaftlicher Kooperation kann diese anscheinend gut gemeistert werden. Menschen sind außer mit einem physischen Immunsystem anscheinend auch mit einem antiinfektiösen sozialen Verhaltensmuster ausgestattet, das durch zutreﬀende ggf. auch verbale Information aktiviert werden kann – analog wie das physische Immunsystem durch biomolekulare Information aktiviert wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Mehrdimensionale Zusammenhänge von gesunder Entwicklung und Krankheitsentstehung
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer salutogenetisch orientierten Medizin sehen wir eine Erkrankung in einem komplexen Entwicklungszusammenhang des Menschen, in seinen physisch-sozio-kulturell-global-geistigen Beziehungen, in seiner mehrdimensionalen Selbstregulation. Dann erscheint z.B. die Corona-Pandemie vielmehr als eine „Syndemie“, wie R. Horton (7), der Chefherausgeber von Lancet sie nennt, also ein verbreitetes synergistisches Zusammenwirken von pathogenen Faktoren: Viren, genetische Disposition, Vorerkrankungen, Lebensstil, sozial-ökonomische Bedingungen, soziale Verhaltensweisen, politische Maßnahmen und womöglich noch globale Umweltzerstörung führen zusammen zu schweren Erkrankungen. Ebenso und noch mehr entwickeln Menschen sich in diesen mehrdimensionalen Zusammenhängen gesund (s. Ottawa-Charta 1986).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem mehrdimensionalen Verstehen kooperieren wir als Gesundheitsproﬁs mit den Menschen in ihrem individuellen, sozialen, ökonomischen und kulturellen wie auch global-geistigen Streben nach gesunder Entwicklung. Wir teilen unser Wissen und hören den Menschen zu, was ihnen bedeutsam in Bezug auf Gesundheit und Corona ist. Damit stärken wir ihre Autonomie, wie sie in der Genfer Deklaration 2017 vom Weltärztebund (8) zurecht ganz obenan gestellt wird. Wir gehen auf ihre Ziele, Bedürfnisse und Ressourcen ein, suchen eine gemeinsame Intentionalität, klären die Rollen in der Kooperation und helfen den Partnerinnen, wenn sie ihren Job nicht so machen können, wie geplant (9).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer solchen ärztlich therapeutischen Herangehensweise gibt es keinen Krieg gegen Corona (10), sondern eine Kooperation zur gesunden Entwicklung, zum gemeinsamen Lernen im Umgang mit Infektionsgefahren und zur Stärkung und Ermächtigung der Individuen und Gemeinschaften und auch der Nation, Kultur und der ganzen Menschheit. Da kann es auch Impfungen geben, wenn der Nutzen und das Risiko gut abgewogen sind. Da gibt es leider auch hier und da Schmerz und Leid durch die Erkrankungen aber keine bzw. wenig selbst verursachte Kollateralschäden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [1]	Um den Geschlechtern in der Sprache halbwegs gerecht zu werden, ohne den Schreib- und Leseﬂuss zu sehr zu verkomplizieren, verwende ich im Weiteren im Singular entsprechend der bislang üblichen Schreibweise die männliche Form, es sei denn, es handelt sich explizit um eine Frau, und im Plural immer die weibliche Form, es sei denn, es handelt sich ausschließlich um Männer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [2]	„Sars-CoV-2 ist unser gemeinsamer Feind. Wir müssen diesem Virus den Krieg erklären. Das bedeutet, dass die Länder die Verantwortung haben, mehr zu tun, sich zu rüsten und sich zu verstärken.“ (António Guterres in einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung, 15.03.2020)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [3]	LeShan L, Büntig W (2010), Die Melodie des eigenen Lebens ﬁnden. Interview auf DVD. Müllheim: Auditorium.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [4]	Ärzteblatt (2016) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/66550/US-Studie-Medizinische-Irrtuemer-dritthaeuﬁgste-Todesursache (Abruf 10.05.2021).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [5]	Ho J Y, Hendi A S (2018) Recent trends in life expectancy across high income countries: retrospective observational study. In: BMJ 2018;362:k2562 | doi: 10.1136/bmj.k2562. Moody’s Analytics (2019), The economic consequences of millennial health 6.11.2019 Health of America. https://www.bcbs.com/sites/default/ﬁles/ﬁle-attachments/health-of-america-report/HOA-Moodys-Millennial-10-30.pdf&amp;amp;nbsp; (abgerufen 10.11.2020).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [6]	Tomasello M (2010), Warum wir kooperieren. Berlin: Suhrkamp.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [7]    Horton, Richard: Covid is not a pandemic. richard.horton@lancet.com /  http://www.thelancet.com Vol 396 September 26, 2020; S. 874 (R. Horton ist Herausgeber (editor-in-chief) von Lancet) [8]	Vgl. a. Ottawa-Charta der WHO von 1986 und Genfer Deklaration des Weltärztebundes 2018;
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [9]	S. Kriterien menschlicher Kooperation bei: Tomasello M, Hamann K (2012), Kooperation bei Kleinkindern. https://www.mpg.de/4658054/Kooperation_bei_Kleinkindern. (Abruf 10.02.2016). s.a. Petzold TD (2021a) Drei entscheidende Fragen – Salutogene Kommunikation zur gesunden Entwicklung. Und (2021b) Schöpferisch kommunizieren – Aufbruch in eine neue Dimension des Denkens. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [10]	S.a. Petzold TD: https://gesunde-entwicklung.com/globale-ethik-zur-kooperation/
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 11 Dec 2021 13:05:23 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>INS VERTRAUEN FINDEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/ins-vertrauen-finden</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Ins Vertrauen finden
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Erkundungsreise liegt hinter uns – sechs Monate in denen wir gemeinsam –immer wieder aufs Neue – der C-Krise mit salutogenetischer Orientierung begegnet sind. Prozessbegleitet von Theodor Dierk Petzold haben wir allerhand hilfreiche und ermutigende Erfahrungen machen können. Nun am Ende unserer Reise haben wir diese, unter dem Titel Ins Vertrauen ﬁnden konzeptioniert: Eine Lernreise in sechs Schritten, die von geschulten SalKom®-AbsolventInnen angeboten werden kann. Das Ziel: Die Angst an die Hand nehmen und sich zum Lebendigen hin öﬀnen – trotz der Angst und Unsicherheit dem Leben vertrauen. Vertrauen – ein so geläuﬁges Wort mit unendlich vielen Facetten, wie der Beginn unserer Reise (s. 1. Etappe) das eindrücklich zeigt. Jede(r) Einzelne trägt sowohl sein je eigenes Verständnis von Vertrauen mit sich, als auch seine/ihre je eigenen Vertrauensquellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           INS VERTRAUEN FINDEN
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum ist Vertrauen als zentrale Gemütsverfassung so elementar? Das Verharren in der Angst hält den Stress erzeugenden Abwendungsmodus aktiv und führt uns immer noch mehr in die Enge (Angst, lat. angustus = Enge). Im Vertrauen sind wir positiv gestimmt und zu aufbauendem Verhalten motiviert. Finden wir darüber hinaus noch zu Gelassenheit, können wir unsere (persönliche) Stimmigkeit befragen und ihr folgen – die bestmögliche Ausrichtung auf gesunde Entwicklung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           INS VERTRAUEN FINDEN
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was braucht es dafür? Es braucht den oﬀenen Austausch: Empathisches Zuhören und Gesagtes stehen lassen. Vor allem dann, wenn sich aufgrund von Befremdlichem und Andersartigem Widerspruch meldet: Keine Diskussionen – nur Fragen zum Verständnis. Was dabei u.U. entstehen könnte, wäre ein Gefühl der Allverbundenheit in der Diversität – Brücken bauen anstatt Grenzen ziehen! Es ist diese Qualität des Austausches, die dem Wunsch nach Fortsetzung der gemeinschaftlich aufbauenden Erfahrungen zugrunde liegt: sich vertrauensvoll mitteilen und im So-miteinander-Sein zu je eigenen stimmigen Entscheidungen ﬁnden – jenseits von richtig oder falsch!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also werden wir uns weiterhin treﬀen. Zunächst wollen wir noch einmal bei der C-Krise bleiben und uns fragen: Was hat die C-Krise bei mir bewirkt und was bewirkt sie ggf. weiterhin? Auf mehrfachen Wunsch soll dabei auch die spirituell-universelle Dimension der Krisenerfahrung Raum haben – die Frage nach dem (etwaigen) Sinn, gegebenenfalls auch als geistige Ressource!? In einer ersten Diskussion, was denn überhaupt unter dem Begriﬀ der Spiritualität zu verstehen sei, wurden bereits die auseinanderstrebenden Kräfte dieser Dimension erkennbar! Und wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass der Wunsch, sich darüber austauschen zu wollen, erst nach einer vertrauensbildenden Phase von sechs Monaten artikuliert werden konnte. Umso mehr gilt: Zuhören und Gesagtes stehen lassen (s.o.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit wollen wir unsere Erkundungen mit Fokus auf die C-Krise abschließen und im 8-Wochen-Rhythmus mit dem Salutogenic Reﬂecting Team (SRT) fortsetzen. SRT ist eine Methode der Supervision, bei der die Kompetenzen aller Beteiligten angeregt werden, sich entfalten und weiterentwickeln können und zur ko-kreativen Wirkung kommen. Die verallgemeinerte Frage hierfür lautet: Was könnte dem betroﬀenen Subjekt (dem Klienten) bzw. dem Meta-Subjekt (der Gruppe, der Gesellschaft, der Biosphäre etc.) guttun? Eine dem entsprechende chaostheoretische Vorstellung geht davon aus, dass die entwicklungsfördernde Lösung in einer informativen metaphysischen Wirklichkeit (als Attraktor/Attraktiva) bereits existiert und im schöpferischen Gruppenprozess Gestalt annehmen kann (vgl. KoRa, in: DER MENSCH 58/2019 Resonanzen). Sowohl Fälle wie auch Themen (aus Politik, Gesellschaft, Bildung etc.) können zum Gegenstand werden. Das Ziel: Die weitergehende Professionalisierung von SalKom® (im Sinne eines Qualitäts-Entwicklungszirkels) sein. Das Wesentliche: Von der Lösung her denken und Oﬀenheit für Experimentelles und Unerwartetes.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mona Siegel ((Ko-Initiatorin und Teilnehmerin)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man muss noch Chaos in sich haben,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           um einen tanzenden Stern gebären zu können
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (aus F. Nietzsche: Also sprach Zarathustra)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 25 Aug 2021 12:10:21 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>WAS WILLST UND KANNST DU TUN, UM DICH DEINER VISION ANZUNÄHERN?</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           WAS WILLST UND KANNST DU TUN, UM DICH DEINER VISION ANZUNÄHERN?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Einstimmung diente die (zusammengefassten) Ergebnisse der 2. Etappe in Form einer geleiteten Imagination mit dem Leitsatz: „Stell dir vor in 20 Jahren, du bist die Veränderung, die du für dich und die Welt wünschst.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Im Anschluss an die Imagination erfolgte der Austausch zur Frage „Was willst und kannst du tun, um dich deiner Vision anzunähern?“. Nachfolgend findest Du die ANTWORTEN DER TEILNEHMERINNEN:
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Beziehung zu Menschen treten ist mir ganz wichtig, zu mir selber, zur Natur alles hat Platz, das hat etwas wie O
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           ff
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           enheit. Ich sehe mich dadurch als Suchende nach einer liebenden Haltung. Diese Erkenntnisse sind für mich durch alle diese Ebenen hindurch gegangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein kurzfristiges Nahziel: ich wünsche mir, dass ich mit der Technik besser klarkomme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kann mir eine Vertiefung vorstellen vielleicht auch mit einer Gruppe. In Vorbereitung auf heute war in mir -das Ziel des Pariser Abkommen- , diese Ziele 2041 übertroffen zu haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Herausforderung ist, daß mir bewusst wird was ich fühle und möchte, für mich,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            meine Lieben und die Menschheit das was andere auch möchten. Mich beschleicht oft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           der Zweifel wie sich unsere Werte entwickeln und geliebt wird und was andere
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Menschen für Werte haben, anders ist als ich denke dass das schön wäre. Oft sind in Diskussion die materiellen Werte, an was messen wir uns?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Lernprozess: Wie kann ich trotz Abwendungsimpulsen innerlich wieder in einen Annäherungs- und auch Kohärenzmodus kommen? … Am meisten hat mich die Selbstsorge angesprochen: dass ich meine Kohärenz spüre, bewahre und zugleich weiterentwickele – und damit auf mein Umfeld ausstrahle. Diese Selbstwirksamkeit ist mir wichtig. Ich möchte mein nahes Umfeld neu gestalten. In meinem jetzigen Umfeld ist das Vertrauen weitgehend zerstört. … . Ich möchte mich auf die Sachen konzentrieren, die ich noch beeinflussen kann. Ein neues, selbst gestaltetes Umfeld ist im Moment das Projekt, das ich stark angehe. Eine andere, laufende Sache, mit der ich vielleicht auch in die Kultur hinein wirken kann, will ich vorher noch abschließen. Vor allem Natur ist unglaublich wichtig geworden, aber auch das Universelle, das über das Globale hinaus geht, selbst über die Biosphäre, die ja auch mit der Erde verbunden ist. Das ist eine Dimension, mit der ich immer wieder in eine stimmige Resonanz gehen kann. Ich bin noch am Üben, wie das noch besser gelingen könnte. Das ist eine positive Erfahrung, die ich im Moment mache und die mir sehr hilfreich ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Selbstfürsorge begleitet mich seit Jahren und sie wird mich bis zum letzten Atemzug beschäftigen. Die Natur, ich bin viel in der Natur, ich bin kurz nach fünf aufgestanden und hab Karto
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           ff
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           eln in die Erde hinein gelegt, die Karto
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           ff
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           eln müssen hinaus und ich habe eine Kraft bekommen, die Verbindung mit der Natur und dem Universum. Was möchte ich noch tun? Aufräumen in mir, schauen was stimmt nicht, wo bin ich noch mit jemanden im Knatsch, wo kann ich mich noch versöhnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich studiere im dritten Semester Soziale Arbeit. Ich hatte schon vor Corona diverse Visionen, was ich gerne erreichen möchte für die Welt. Mein Ziel ist in Frieden und Harmonie mit mir selbst und der Welt zu sein. Ich habe das Gefühl, dass diese Unruhen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           überall – auch in mir selbst- sind. Das hat mich motiviert eine Art „Weltsingen“ auf den Weg zu bringen…. Jeder kann mitmachen. Ich fand die Idee so schön, weil man beim Singen ja keine Angst empfinden kann und dann mal für einen Moment aus dem Angst
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Modus herauskommt…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Klarheiten schaffen: ich habe letztes Jahr mein Haus und meinen Garten aufgeräumt und entrümpelt, ich mache das jetzt noch mal intensiver als vorher und bin mir bewusster geworden- was brauche ich wirklich? … dass ich nur noch die Dinge in meinem Haus, in meinem Garten haben möchte, die mir Kraft bringen. Und mit dieser Kraft und aufgeräumt sein, trete ich im wahrsten Sinne vor die Tür…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer Mischung von Resignation und Trauer und unguten Gefühl geht es darum, dass man sich gegenseitig aufbaut zusammen Meditation macht, das wir gucken, was machen diese Nachrichten mit uns und wie können wir trotzdem in Frieden bleiben…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und die Verbindung mit der Natur, ist das was wirklich gut tut oder mit lieben Menschen das ist ne Sache, die helfen einem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Morgen startet Studio S, steht für Stimmigkeit und Salutogenese &amp;amp; Sandra, ein online Studio, über stimmige Themen- zum Körper, die Salutogenese… ich habe Interviewpartner und bin seit Wochen beflügelt. Ich habe mir in den letzten Wochen und Monaten den Wunsch erfüllt, ich habe das Bedürfnis im kulturellen Bereich etwas
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           b
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           eizutragen. … Ich versuche die Technik und die Natur zusammen zu bringen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich sehe die Zukunft oft düster und angstvoll, vor allem im nahen mitmenschlichen Bereich. Das hat mich im letzten Jahr dazu bewogen mich mit Menschen zu verbinden, die so ähnlich denken salutogen denken und sich auch mit Nachhaltigkeit und Ressourcen Schonung beschäftigen und ich habe gestern Abend dazu eine Hypnosearbeit mit mir selbst gemacht, um in diese Ebenen zu kommen und ich kann das sehr gut über das Unterbewusstsein. In der Gedankenwelt fühle ich mich zu sehr
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           g
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           estört, auch durch meine Patient:innen und durch mein Umfeld. … durch die Natur, durch die Wasserfälle, das Wasser, das Licht, die Farben. Zurück auf der „Insel der Visionen“ gestaltet sich das neue Leben, die neuen Gedanken. Es entwickelt sich dort
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           die neue, friedliche , kreative, liebende, spielerische, leichte, geistreiche Welt unter den dort lebenden sich Wohlgesinnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für mich ist es gerade ´das Kleine`. Ich spüre, über meine eigene Wahrnehmung kann
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ic
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            h von mir selber Verbindungen herstellen. Es passieren mir gerade sehr interessante
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           u
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nd auch lustige Sachen, zum Beispiel das Bedürfnis Pop Songs zu hören im Radio und
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           d
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ann tanze ich morgens zum Pop Song um den Tisch herum. Der Tag fängt dann schon ganz anders an. Ich bin auch Musikerin und jetzt singe ich für mich, ich singe gregorianische Psalmen. Das tu ich für mich. … Ich habe dabei eine unglaubliche
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verbundenheit gespürt und genau das sollte Platz kriegen. … Da geht es mir auch um eine Stimmigkeit mit mir selber und meiner Wahrnehmung, meinen Ressourcen und dem Guten was ich in die Welt bringen möchte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Vernetzen woanders und im Kopf frei zu sein etwas anderes zu denken an einem anderen Ort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich fand es schön, dass es durch ein Gespräch mit meiner Tochter in der nächsten Generation weitergeht und welche offenen Türen sie erlebt hat und alle waren begeistert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je mehr ich in Kontakt mit mir bin, bin ich auch in Kontakt mit den anderen mit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Menschen. Die Selbstfürsorge: ich gucke nachhaltig, was tut mir gut.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Logo_Saluta_Eli.png" length="211953" type="image/png" />
      <pubDate>Fri, 30 Jul 2021 09:52:17 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>WAS HAST DU IN UNSEREM KOMMUNIKATIVEN PROZESS GELERNT?</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/was-hast-du-in-unserem-kommunikativen-prozess-gelernt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           WAS HAST DU IN UNSEREM KOMMUNIKATIVEN PROZESS GELERNT?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was TeilnehmerInnen auf diese Frage antworteten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für mich stellen die Meetingtermine eine feste Größe dar, die mir in dieser Pandemie-Zeit eine psychische Stabilität geben. Hier kann ich vertrauen, so sein wie ich bin, meine Positionen überprüfen und mich ggf. neu ausrichten. … . Ein neuer Möglichkeitsraum hat sich aufgetan, sich zu vernetzen, auszutauschen, dabei meine Autonomie wahren und die Autonomie der Anderen wahren. Überprüfen des eigenen Standpunktes um sich wieder neu zur Mitte hin auszurichten (Sowohl-als-Auch). Gelernt habe ich weiterhin, dass alles was in dieser Gruppe als kokreativer Prozess entstanden ist, einzigartig ist. Jeder Gruppenprozess durchläuft seinen einzigarig kokreativen Prozess.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die gemeinsame Reﬂexion hat mir, insbesondere meinem Herzen gut getan. …Vertrauen, Hoﬀnung und den eigenen Weg mitzugestalten, wird positiv angeregt. …Mehr Menschen könnten mit den erarbeiteten Fragen in ihre seelische Gesundheit möglicherweise zurück ﬁnden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie ein Schneeball- Eﬀekt…von dort geht’s in die Familie, zum Arbeitsplatz, in den Freundeskreis.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine neue Art der salutogenen, vertrauensvollen Kommunikation könnte beginnen. Wie ein Stein, der im Wasser Kreise zieht, könnten mehr Kreise sich berühren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein liebevolleres Miteinander kann wachsen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das in Kontaktgehen und im Kontaktbleiben mit relevanten Menschen ist für meine persönliche Entwicklung und Zufriedenheit sowie für das Gemeinwohl essentiell. Insbesondere in anspruchsvollen Situationen: Wie gehen Menschen bei Angst mit unterschiedlichen Meinungen / Haltungen / Klarheiten um?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Meetings haben mein Denken und meine Perspektiven erweitert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Insgesamt fühlt sich mein Sein durch den Austausch in dieser außergewöhnlichen Zeit, mit vielen Fragezeichen und extrem unterschiedlichen Aussagen, weicher an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Insbesondere das Meeting „Visionen“ führte bei mir dazu, dass ich in Wiederholung Visionen in mir erscheinen lies. Hierzu war ich mit Sandra in Kontakt. Dies hat den Vorgang noch verstärkt. Dieses Thema sehe ich als ausbaufähig an. Visionen erzeugen Vertrauen (Glaube – Liebe – Hoﬀnung).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich versuche tunlichst die Extreme zu vermeiden. Menschen, die in extreme Haltungen gehen, möchte ich mit Respekt begegnen, allerdings erlaube ich mir inzwischen auf eine gesunde Distanz zu gehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ﻿
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            Es wird immer wieder mal vorkommen, dass ich den Bereich Harmonie/Stimmigkeit verlassen werde. Mein Anliegen ist, dieses Verlassen unmittelbar zu spüren, damit ich durch mein Dazutun wieder in eine mögliche Stimmigkeit komme.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 30 Jul 2021 09:21:48 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>STÖSST DU BEI DEINER ANNÄHERUNG AUF HINDERNISSE? WIE KANNST DU MIT DIESEN KREATIV UMGEHEN?</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/stosst-du-bei-deiner-annaherung-auf-hindernisse-wie-kannst-du-mit-diesen-kreativ-umgehen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           STÖSST DU BEI DEINER ANNÄHERUNG AUF HINDERNISSE? WIE KANNST DU MIT DIESEN KREATIV UMGEHEN? TeilnehmerInnen-Stimmen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Reﬂexion dazu: ich bin mutig, meiner inneren Stimme zu folgen und tue, was sich für mich stimmig anfühlt. Ich habe gelernt auf die ersten Impulse in mir zu achten und diesen zu folgen, durch die positive Erfahrung (gute Rückmeldungen, Feedback) wächst zum einen mein Mut mich noch mehr zu trauen und zum anderen erlebe ich, dass ich diesen ersten Impulsen noch mehr vertraue und ihnen mehr Gewichtung gebe.… Ein Wunsch an mich: Ich vertraue meiner Tat-, Schubkraft genauso wie meiner Ruhekraft…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie ich Selbstwirksamkeit entfalte: Ich sehe mich aufgrund meiner schriftlichen Kommunikationsfähigkeit und dem Wissen um die auf gesunde Entwicklung ausgerichtete Gesprächsführung als Vermittlerin*	:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Online-Lehre zwischen Studierenden und Dozierenden
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zwischen Mensch und Natur
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Selbstwirksamkeit erfahre ich auch im Austausch mit Gleichgesinnten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Was für mich aufgrund mangelnder Einsicht und mangels fachlichem Verständnisses z.Zt. nicht handhabbar erscheint, ist die Impfentscheidung. Ich tendiere inzwischen dazu, der Urteilsheuristik der Masse zu folgen, anstatt meiner inneren Stimme. Inzwischen kann ich aber auch nicht mehr diﬀerenzieren: Ist es meine Angst vor der Ungewissheit bzgl. der Impﬀolgen oder eine tatsächliche innere Unstimmigkeit? Was wäre eine vernünftige Entscheidung, mit der ich Verantwortung übernehme und auch in Zukunft gut leben kann? •	Ich ﬁnde es wichtig trotz Vorgaben und Einﬂüsse von „außen“ nach innen zu schauen: auf die eigene Stimmigkeit und auf das, was Vertrauen weckt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das heißt: Autonom sein, bleiben und darum ringen. …
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dazu gehört auch, nach dem zu schauen, was schon da ist → Ressourcen. …
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ﻿
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            Wichtig ist mir, diese Kohärenz auch in der spirituellen Ebene kontinuierlich zu verankern. (Praktiken, Riten…)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diverse kulturelle Systeme (Medien, Politiker, Institutionen etc.) verstärken seit rund anderthalb Jahren massiv ein Klima der Angst. Ihre Motive mögen unterschiedlich sein, im Eﬀekt wird diese Angst aber dazu genutzt, um Kontrolle und Zwang in vielen Lebensbereichen durchzusetzen. … Um kulturell wirksam werden zu können, gilt es zunächst die Muster zu stoppen und die Angst zu distanzieren. Zwei Wege bieten sich dazu an: Reﬂexion (Realitätscheck) und Vertrauen. …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zweitens nenne ich die politischen Maßnahmen, die ich als wirklich bedrohlich einschätzte, auch beim Namen, lasse mich also nicht von dem Framing einschüchtern. Eine Analogie ist vielleicht das Märchen vom Rumpelstilzchen: Der Dämon verliert seine Macht, als er bei seinem Namen genannt wird. Zugleich wurde es leichter, Möglichkeiten zu sehen, diesen Gefahren zu begegnen. …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vertrauen entwickeln konnte ich allerdings durch die Erfahrung von Selbstwirksamkeit – individuell, indem ich meine Ressourcen nutze, z.B. meine Analysefähigkeit, und kollektiv durch Austausch mit anderen Menschen. …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Letzteres (Kohärenzgefühl) kann ich auch stärken, indem ich im Sinne eines Reframings Geschehnisse aus einer anderen Perspektive betrachte und neu bewerte. Wir lernen am besten durch eigene Erfahrungen, die wir reﬂektieren. Ich habe in den letzten Monaten Einsichten gewonnen, die ich ohne diese Ereignisse nicht bekommen hätte. Im Sinne einer Bewusstseinsentwicklung als Lebens-Soll kann ich sie deshalb auch als ein Geschenk begreifen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir dankbar sind, geben wir der Angst weniger Raum! … Oft hilft mir eine einfache Frage: Wofür bin ich dankbar?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           z. B.: In meinen Beziehungen von:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mensch zu Mensch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mensch zu Tier
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mensch zur Natur
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mensch zum Spirituellen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kann Dankbarkeit empﬁnden für Vergangenes, selbst für herausfordernde, schwierige Zeiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich praktiziere es verstärkt, bei meinen Begegnungen aus jedem Lebensbereich, bewusst andere Themen als Corona anzusprechen. Nach dem Motto: Es gibt auch noch etwas anderes in unserem Leben, das mindestens so wichtig ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es hilft mir auch, mich ehrlich, aber auch oﬀen für andere Meinungen zu äußern. Dabei versuche ich bei mir zu bleiben und den Respekt für mein Gegenüber und dessen Meinung zu behalten, ggf. auch explizit zu machen. Das gibt mir das Gefühl im Dialog bleiben zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war auch wichtig für mich, zunächst für mich meine Position zur Impfung klar zu erfassen. Ich bin bereit diese zu Vertreten und auch ggf. die Konsequenzen zu tragen. Je klarer ich für mich bin (in diesem Thema), um so unabhängiger fühle ich mich. Damit empﬁnde ich mich selbstmächtig. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 30 Jul 2021 08:26:41 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>VISIONEN FÜR EINE LEBENSWERTE GESELLSCHAFT</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/visionen-fur-eine-lebenswerte-gesellschaft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Stell dir vor: es sind 20 Jahre vergangen – wir schreiben das Jahr 2041…
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           …Selbstfürsorge
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du hast so gut für dich selbst gesorgt, dass du die Veränderung geworden bist, die du dir für die Welt gewünscht hast und weiterhin wünschst
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du hast Deine Selbstwirksamkeit Dein (Selbst)Vertrauen gestärkt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du lebst in Frieden und Harmonie mit Dir und der Welt – bist zufrieden und dankbar In Deinem Bewusstsein ist die Dualität von Ich und Welt aufgehoben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           …Unsere nahen Mitmenschen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir kommunizieren miteinander über unsere Bedürfnisse und Anliegen und alles, was uns bedeutsam ist
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir hören mitfühlend und achtsam zu
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir unterstützen uns wechselseitig
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben Vertrauen zueinander und miteinander
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir leben in Einklang mit der Natur
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben Zeit und Muße
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           …Kultur
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir leben in einer großen Vielfalt, die wir mit oﬀenem Geist achten, tolerieren und wertschätzen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Weisheit der Vielen kann sich entfalten und wird wertgeschätzt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir entfalten Kokreativität – auch mit salutogener Kommunikation – auch in Kommune und Politik
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gesellschaft ist gerechter, Werte entwickeln sich und werden gelebt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben unser Vertrauen in Institutionen durch Erfahrung geschärft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt einen ehrlichen und transparenten Journalismus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           …global geistig
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir tauschen uns mit anderen Kulturen und Völkern aus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Unterschiedlichkeiten regen Neugier und Toleranz an
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben zunehmend eine Sensibilität für unsere und auch andere Sprachen entwickelt, wodurch die Kommunikation bewusster wird
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind (auch) global in Resonanz mit der Natur und der Biosphäre
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind dankbar für die Veränderungen in der Welt, die wir mitgestaltet haben und in der wir alle gut leben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 23 May 2021 09:06:57 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>KOOPERIEREN – NICHT NUR IN DER C-KRISE</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/kooperieren-nicht-nur-in-der-c-krise</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn Krisen schon länger in verstärktem Maße im Gespräch sind: Finanzkrise, Umwelt-Klimakrise, Sinnkrise u.a., ist durch die Corona-Krise jetzt der Krisenmodus hautnah und weltweit spürbar. Das Positive an Krisen scheint immer wieder zu sein, dass Menschen dann näher zusammenrücken, stärker zusammenarbeiten und sich gegenseitig mehr helfen als sonst. In der Not wird unser neuropsychisches Abwendungssystem, das mit Angst verknüpft ist, angeschaltet, um kurzfristig alle Kräfte zum Abwenden der Gefahr zu mobilisieren, auch den für sozialen Zusammenhalt. Wenn wir aber im Abwendungsmodus bleiben und die Gefahr nicht wirklich spüren, verselbständigt sich die neuropsychische Abwendungsaktivität und sucht eine dazu passende Bedrohung. Diese wird dann leicht in anderen Menschen, Meinungen, Institutionen oder Regierungen gesehen. Das führt häuﬁg zu Macht-und Rechthabe-Kämpfen untereinander, wie aktuell schon sichtbar wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine These ist nun, dass es zur Lösung sowohl der Corona-Krise als auch der anstehenden anderen großen Krisen eine bewusste Art und Weise der Kooperation braucht, die vor allem durch attraktive Ziele für die Zeit nach der Krise motiviert ist und nicht primär durch das Abwenden einer Gefahr. Dies möchte ich hier an Hand unseres Verhaltens und unserer Möglichkeiten in der Corona-Krise skizzieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kooperieren mit einer gemeinsamen Intentionalität
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Recht schnell nach den Bildern von Überforderung norditalienischer Krankenhäuser haben sich die meisten BürgerInnen anders als gewohnt verhalten: haben mehr Abstand gehalten, sind weniger gereist u.a.m. Dieses Verhalten hat sich gleich in einer Umkehr der Ansteckungsrate R gezeigt[1]. Und das noch bevor die ersten Verbote eine Wirkung zeigen konnten. Die BürgerInnen haben als großes nationales Kollektiv kooperiert – manche aus Angst, andere aus Einsicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Etwa zwei bis vier Wochen nach der ersten Maßnahme begann die anfängliche große Zustimmung zu den verordneten Maßnahmen langsam zu bröckeln. Die Kooperationsbereitschaft vieler Bürger mit der Regierung ließ langsam nach, und es bildeten sich zunehmend unterschiedliche Gruppierungen mit unterschiedlichen Intentionen. Den meisten, die ich mitbekomme, geht es um Rechthaben und Angst vor Verlusten – sie sind weiterhin im angstgeriebenen Abwendungsmodus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daneben gibt es viele Ansätze, die versuchen, positive attraktive Ziele zu formulieren, die über Corona hinausgehen, wie Visionen von sozialen Beziehungen, von Lebensgemeinschaften, neuer Architektur, mehr digitaler Homework u.a.m. Wie können wir in eine umfassendere Kooperation zum guten Leben kommen und Synergien fördern und nutzen? Uns zum Positiven vernetzen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen hierfür hilfreichen Schritt sehe ich in der Reﬂexion eines menschlichen Interaktionsmusters, das häuﬁg mit Retten-wollen beginnt, mit Rechthaben-wollen weitergeht und letztlich mit unmenschlichen Handlungen neue Opfer produziert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Das Macht-Opfer-Dreieck[2]
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Angst die führende Motivation ist und die verantwortlichen Persönlichkeiten aus dem Abwendungsmodus heraus denken und agieren und nur auf die eine Gefahr eingeengt schauen, produzieren sie im „Krieg gegen Viren“ Kollateralschäden: neue Opfer. Wie groß diese beim Kampf gegen Corona sind, wird langsam sichtbar: hier bei uns die sozialen und psychischen Schäden bei Kindern und Alten und die wirtschaftlichen Existenzverluste sowie eine verstärkte Hungersnot besonders in Entwicklungsländern wie in Afrika. Für diese neuen Opfer des Kampfes gegen die Coronaviren ernten die verantwortlichen Führungspersonen Vorwürfe. So fühlen diese sich als Opfer und wollen sich rechtfertigen: Sie wollten ja nur helfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Macht-Opfer-Dreieck bringt als Schattenmuster der guten Absicht „Leben retten zu wollen“ mit wechselnden Rollen immer neue Opfer hervor[3]. Freiwillig Opfer für eine gute Sache zu bringen, ist etwas anderes. Diese dramatische psychosoziale Eigendynamik hat in der Geschichte der Menschheit immer wieder Kriege ermöglicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um in der Medizin die fatale Eigendynamik dieses Schattenmusters zu unterbinden, gibt es ethische Prinzipien ärztlichen Handelns, wie sie im Oktober 2017 vom Weltärztebund in Genf verabschiedet wurden: An erster Stelle steht das Wohlbeﬁnden der Menschen, an zweiter Stelle die Autonomie und die Würde des Menschen und an dritter Stelle wörtlich: „Ich werde den höchsten Respekt vor menschlichem Leben wahren“. Ein solcher Respekt beinhaltet noch weit mehr oder auch etwas gänzlich anderes, als nur mit allen Mitteln Menschen am physischen Leben zu erhalten. Diese Deklaration endet mit dem Gelöbnis: „Ich werde, selbst unter Bedrohung, mein medizinisches Wissen nicht zur Verletzung von Menschenrechten und bürgerlichen Freiheiten anwenden.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Umsetzung dieser ethischen Prinzipien braucht es Vertrauen und Mut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Konstruktives Kooperieren im Vertrauen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In unserer neuropsychischen Organisation ist unser motivationales Kohärenzsystem[4] unter anderem dazu da, die Aktivität des Abwendungssystems zu bremsen, um wieder in eine konstruktive und vertrauensvolle Kooperation zu kommen. Mit der Reﬂexion, einschließlich unserer eigenen Gefühle, Motivation und Interaktionen ermöglichen wir unserem Kohärenzsystem, seine heilsame Aufgabe zu übernehmen und die Situation mit mehr Gelassenheit und umfassender Weitsicht zu betrachten. Wir – jeder für sich und viele gemeinsam –können dann Fragen nachgehen wie: Was braucht die Menschheit zum guten Leben (uns selbst eingeschlossen)? Kurzfristig – mittelfristig – langfristig? Und was wollen und können wir in unserem Umfeld und in Deutschland dazu beitragen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine kreative Kooperation zur Annäherung an diese Ziele braucht Vertrauen und Mut. Ihre Quelle ist unser Urvertrauen – das, was dem Leben immanent ist, das Vertrauen mit dem ein Neugeborenes den ersten Atemzug nimmt. Mit diesem Urvertrauen[5] können wir immer wieder Kooperationen beginnen und reﬂektiert mitgestalten, auch wenn es Probleme, Vorwürfe, Egoismus und Kritik gibt. Wir können das Macht-Opfer-Dreieck als Schattenmuster einer letztlich gut gemeinten aber im Abwendungsmodus ausgeführten Kooperation erkennen und uns bewusst entscheiden, ob wir eine der Rollen in diesem Muster spielen wollen. Oder ob wir einen anderen Weg hin zu einer Kooperation mit einer geklärt positiven Intentionalität gehen wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann kommunizieren wir mit unseren Mitmenschen über unsere Bedürfnisse, Anliegen, Hoﬀnungen, positiven Visionen. Über das, was uns positiv bedeutsam ist, wozu wir Lust verspüren, mit anderen gemeinsam zu tun – was uns und andere glücklich macht. Dann können wir uns mit den Menschen verbinden, die auch ein gutes Leben für alle Menschen anstreben, und schauen, wie jeder seinen Beitrag dazu gibt[6]. Wir kooperieren für ein gutes Leben und kultivieren derartige Kooperationen – d.h. wir pﬂegen diese, bauen diese aus und entwickeln sie weiter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dr. med. T. D. Petzold
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [1]	RKI: Epidemiologisches Bulletin 17 | 2020 Online vorab: 15. April 2020
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [2]	https://www.gesunde-entwicklung.de/tl_ﬁles/user_upload/docs/Petzold-Macht-Opfer-Dreieck.pdf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [3]	Dieses Kommunikationsmuster wurde in seinem Kern schon 1968 von Karpman als Dramadreieck beschrieben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [4]	https://www.gesunde-entwicklung.de/tl_ﬁles/user_upload/docs/Petzold-Kohaerenzsystem.pdf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [5]	Petzold TD (Hrsg.)(2012): Vertrauensbuch – zur Salutogenese. Bad Gandersheim: Verlag Gesunde Entwicklung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           [6]	Siehe auch www.globale-ethik-blog.net
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 07 May 2021 06:05:07 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>BEITRÄGE DER SALUTOGENESE ZU FORSCHUNG, THEORIE UND PROFESSIONSENTWICKLUNG IM GESUNDHEITSWESEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/beitraege-der-salutogenese-zu-forschung-theorie-und-professionsentwicklung-im-gesundheitswesen</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         BEITRÄGE DER SALUTOGENESE ZU FORSCHUNG, THEORIE UND PROFESSIONSENTWICKLUNG IM GESUNDHEITSWESEN (Mai 2018) 
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Unter dieser Überschrift erschien im  Handbuch Gesundheitssoziologie  vor wenigen Wochen ein Aufsatz von Theodor Dierk Petzold und Ottomar Bahrs. Eine kurze Zusammenfassung ﬁnden Sie  hier. Das Handbuch ist in der Reihe  Springer Reference Sozialwissenschaften  erschienen, d.h. es besteht derzeit noch die Möglichkeit zur Aktualisierung durch die Autoren bzw. Herausgeber, weshalb der Aufsatz bzw. das Handbuch öﬀentlich noch nicht zur Verfügung steht.
         &#xD;
  &lt;a href="/kontaktieren-sie-uns"&gt;&#xD;
    
          Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!
         &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
         (Mai 2018)
        &#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 07 Feb 2021 10:53:40 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>AUF EIN WORT MIT DEN CORONAMÄCHTIGEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/auf-ein-wort-mit-den-coronamaechtigen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         AUF EIN WORT MIT DEN CORONAMÄCHTIGEN
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          von Mona Siegel
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
         (7. Februar 2021)
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jetzt will ich mich mal wieder zu Wort melden und meinem Unmut Luft machen! Alle Welt spricht von Respekt, Bemühen um wechselseitiges Verstehen, Dialogbereitschaft. Und was erlebe ich allmorgend- und abendlich? Nur zu diesen Zeiten nämlich habe ich ein oﬀenes Ohr für das was in der Welt so vor sich geht: selbstverordnetes Medienfasten.
 
          &#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das hab‘ ich vor Monaten so entschieden – mehr bekommt mir nicht. Also was hab‘ ich zu meckern? Dafür kehr‘ ich mal am besten vor der eigenen Haustür – hier in D. Nicht genug, dass wir alle von der Coronavirus-Plage heimgesucht sind. Dass nun dieses Jahr auch noch große politische Wahlen anstehen scheint mir eine kaum erträgliche Koexistenz. Politiker jedweder Couleur haben die Wahlkampfarena betreten, bringen sich in Stellung um die begehrten Machtposten. Das macht man –Männer wie Frauen– gerne auch auf Kosten der potenziellen KonkurrentInnen. Da kommt die Coronakrise mit all ihren Unwägbarkeiten gerade recht und bietet reichlich Angriﬀsﬂäche. Wechselseitig wirft man sich die vermeintlichen Unzulänglichkeiten vor, so als wäre man selbst frei von solchen. Gerade kommt mir die Frage in den Kopf, ob der Ellenbogengruß an der vernehmbaren Ellenbogenmentalität beteiligt sein könnte. Für die Pandemie gab und gibt es keinen (Notfall-)Plan – das ließe ich mir als Vorwurf der Unterlassung noch gefallen. Allerdings: dabei säßen dann alle, von links nach rechts, im gleichen Boot. Diejenigen, die nun dieses Boot in unwegbarem Gewässer zu manövrieren haben verfügen über je eigene Expertisen – mit Wahrheiten, Verlässlichkeiten, geschweige denn Hellsichtigkeiten ist jedoch keine(r) gesegnet. Also bitte: Werft gemeinsam alles vorhandene (=begrenzte) Wissen in eine Waagschale und führt einen respektvollen konstruktiven Austausch über Lösungen, die dem Wohle aller dienlich erscheinen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Apropos Austausch: Ich frag‘ mich schon seit einigen Monaten, warum es nicht möglich ist, die BürgerInnen dieses Landes in diesen entscheidungsbildenden Prozess direkt miteinzubeziehen. Warum werden die Corona-Gipfel jedweder Art, zuletzt der nationale Impf-Gipfel (1. Feb. 2021), hinter verschlossenen Türen abgehalten? Dies derweil das Volk ungeduldig darauf wartet, dass doch endlich der Rauch aufsteigen möge. Dass die Delegierten das Ende des Gipfels verkünden und hoﬀentlich nachvollziehbare Resultat proklamieren. Dies geschieht dann in eigens dafür eingerichteten Pressekonferenzen. Dieses Kondensat wird dann, nochmals medial reduziert zu kleinen Fastfood-Häppchen, dem Volk top-down als Mahlzeit gereicht.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Warum wiederholt sich diese intransparente Prozedur von Gipfel zu Gipfel,  obwohl es dabei, wie wieder und wieder betont wird, um nichts weniger als den Eingriﬀ in Freiheitsrechte geht? Wen wundert dabei die zunehmende Non-compliance und gesellschaftliche Spaltung? Es wäre doch sicherlich problemlos möglich die Gipfel im TV und online live zu übertragen – die Beratungen öﬀentlich zu führen –barrierefreier Zugang zu den Konferenzräumen zu ermöglichen! In digitalen Zeiten sind die technischen Möglichkeiten hierfür schier unbegrenzt.
           &#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das hätte gleich mehrere Vorteile: Ich könnte mir ein eigenes Bild der Lage machen. Ich könnte mir ein eigenes Bild der Personen machen, die dieses Land regieren –ungeﬁltert, ungeschminkt. Wie ist deren Streitkultur? Vertrauens- und Meinungsbildung nennt man das wohl. Sicherlich auch ein probates Mittel die klaﬀende Legitimationslücke zu füllen und die Demokratiemüden aus ihrem allzu langen Dornröschenschlaf zu erwecken – Demokratie auf der Höhe der Zeit! Und das im Wahljahr 2021 – ungeahnte Möglichkeiten der Befähigung und Ermunterung zum politischen Handeln – ungenutzt. Gerade springt mir die gläserne Kuppel des Reichstages vor mein inneres Auge – ein begehbarer öﬀentlicher Raum, ein Symbol der Volksnähe und der Zerbrechlichkeit der Demokratie (vgl. hier)
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ich warte geduldig darauf, dass einer der schlauen Köpfe diese Form der Bürgerbeteiligung in den öﬀentlichen Raum stellt – vor lauter Bäumen den Wald in all seiner Schönheit wieder entdeckt und achtet und handelt! Eine lebendige politische Kultur braucht stete Achtsamkeit und fortwährendes Bemühen um Erhalt. Und ich hoﬀe, dass diese politisch um- und weitsichtige Einsicht mein weltoﬀenes Ohr früh an einem der kommenden Morgen erreicht – Demokratie reloaded!
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 07 Feb 2021 10:46:16 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.salutogenese-zentrum.de/auf-ein-wort-mit-den-coronamaechtigen</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>MUSTERUNTERBRECHUNGEN SINNVOLL NUTZEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/musterunterbrechungen-sinnvoll-nutzen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           MUSTERUNTERBRECHUNGEN SINNVOLL NUTZEN
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Frühling ist vorüber – das Thema Corona noch nicht. Jetztzeit ist Sommerzeit –Zeit für eine Besinnung und Reﬂexion der Erfahrungen und einen Ausblick.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weltweit und fast gleichzeitig wurden die meisten Menschen im Corona-Frühling aus ihrem gewohnten Alltagstrott herausgerissen. Der war bis dahin weitestgehend von ökonomischen Bedingungen inklusive Beschleunigungsprozessen bestimmt. Die Musterunterbrechungen im Corona-Frühling brachten für viele mehr und anderes als nur Entschleunigung – für manche das Gegenteil. Die negativen Folgen der Corona-Krise und die damit verknüpften Leiden, Ängste und Sorgen haben in den letzten Monaten sehr viel Raum eingenommen. Jetzt und hier wollen wir uns mehr mit den positiven Aspekten und Chancen befassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wozu kann uns die verordnete Musterunterbrechung dienlich sein?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier lohnt es sich genauer hinzuschauen, denn in der Unterbrechung alltäglicher Verhaltensmuster liegt die Chance für zukunftsfähige Neuanfänge. Für kreatives Mitgestalten eines guten Lebens – für uns und unsere Mitmenschen weltweit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Geschenkte Corona-Frühlingszeit, endlich mal Zeit haben, die nicht verplant ist: Zeitwohlstand. Frische Luft, klares Sonnenlicht und kräftig leuchtende Farben in der Natur als Folge des Lockdowns. Innehalten und Annehmen der gegebenen Unterbrechung – Gelassenheit entfalten und stimmige Verbundenheit in der Vielfalt globaler Beziehungen suchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele haben aufgeräumt. Viele sind kreativ geworden. Sehr vielen ist mehr und mehr bewusst geworden: Alle Menschen auf unserem Heimatplaneten Erde sind vom selben Virus betroﬀen. Die globale Verbundenheit wurde immer deutlicher auch fühlbar. Zunächst im resonanten Leiden unter der Virus-Infektion und unter den wirtschaftlichen Folgen. Zunehmend nun auch in einer zukunftsweisenden attraktiven Zielorientierung: der Wohltat für die Atmosphäre und Biosphäre; der Besinnung auf leitende Werte des Mensch-Seins: eines bewussteren achtsamen Umgangs im sozialen Miteinander – im Leben wie beim Sterben, der gegenseitigen Hilfe unter respektvoller Wahrung autonomer Entfaltung und noch manch anderes mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle diese Wünsche und Tendenzen gab es auch schon vor dem Corona-Frühling –noch weitestgehend im Winterschlaf verfangen. Mit Corona haben sie im Frühling gekeimt und die Erdkruste durchbrochen. Dies mit Hilfe der Angst vor Corona-Infektionen und der Angst der politisch Verantwortlichen vor vermeintlichen Fehlentscheidungen. Es folgten Musterunterbrechungen, die im Winter noch kaum denkbar waren. Wertigkeiten jenseits der Ökonomie fanden und ﬁnden im Öﬀentlichen wie im Privaten Raum zur Diskussion, z.B. die Wertschätzung systemrelevanter sozialer Berufe, ökologische Perspektiven, Leben und Sterben, gesundheitsverträglichere Arbeitsbedingungen, Freiheit und gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mut machend ist in der Tiefe die Hoﬀnung gekeimt, dass im Zeitwohlstand ein Bewusstsein über gutes menschliches Leben, sozial, gesellschaftlich und global, gewachsen ist und weiter wächst. Ein Bewusstsein auch darüber, was es bedeutet, Menschen und Institutionen zu vertrauen und Glauben zu schenken oder zu entziehen. Wo möglich gedeihen gegenwärtig Visionen vom guten Leben, die der Ökonomie den rahmenden Maßstab geben, und die unser Kooperieren in unseren alltäglichen Partnerschaften sowie das der Regierungen weltweit leiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt hat der Sommer begonnen. An der Oberﬂäche sichtbar sind viele – auch widerstreitende – Interessen: soziale, ökonomische, ideologische und (geo)politische. Noch wächst die Saat und es ist zu früh, von einer Ernte zu sprechen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn die zahlreich hoﬀnungsvollen, zarten menschlichen Pﬂänzchen sich weiter entfalten, könnten wir sagen, dass wir mit Corona und den politischen Maßnahmen etwas zukunftsweisend Nachhallendes gelernt haben. Auch wenn es bis zur Ernte möglicherweise mehr Zeit brauchen sollte als nur bis zu diesem Herbst: Die Samen sind am Keimen und werden Früchte tragen. Im Herbst und Winter wird die Aussaat in fruchtbarem Boden Verbindung ﬁnden, bereit um im nächsten Frühjahr vermehrt aufzugehen. Diese Hoﬀnung trägt und leitet unser Denken und Tun in diesen Tagen – eine menschliche Weltverbundenheit ist möglich!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hoﬀnung und Vertrauen sind ansteckender als das Corona-Virus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           T.D. Petzold und Mona Siegel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/muehle_bg-e1595583236468.png" length="105507" type="image/png" />
      <pubDate>Tue, 30 Jun 2020 07:58:57 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>FREIHEIT AUSHALTEN</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Freiheit aushalten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Seit das Corona-Virus in unser aller Leben getreten ist, hat die Sorge um unsere Gesundheit die höchste Priorität. Als ob das Corona-Virus uns als apokalytischer Reiter eine Pest biblischen Ausmaßes bescheren würde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Millionen würden vorzeitig sterben, menetekelten Virologen. Deshalb holte die deutsche Regierung den „Hammer“ heraus und veranlasste den weitestgehenden Stillstand unseres sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens. Dieser Stillstand dauert jetzt schon vier Wochen. Seit Mittwoch (22. April) dürfen die Geschäfte wieder öﬀnen. Aber Veranstaltungen sind weiter abgesagt, Mecklenburg-Vorpommern schottet seine Grenzen weiter gegen die „deutschen Brüder und Schwestern“ ab, Künstler und Gastronomen dürfen weiter darben und Hartz4 beantragen. Der Hotel- und Gaststättenverband prognostiziert, dass jedes dritte Restaurant oder Hotel Pleite gehen wird. Die Solo-Selbständigen und Freiberuﬂer in der Musikbranche, Filmwirtschaft sowie die darstellenden KünstlerInnen haben Einnahmeeinbußen von bis zu 100%, die Fischbuden an der Ostsee ebenfalls.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Geht es bei diesen Maßnahmen, die auf dem schwankenden Boden von Halb-Wissen getroﬀen werden, wirklich um unsere Gesundheit? Oder werden wir in kollektive Geiselhaft genommen, weil die staatliche Vorsorge im Gesundheitsschutz und in der Katastrophenbekämpfung kläglich versagt hat, da sie sich nur an Proﬁtzahlen orientiert hat? Ein Gutachten, das die Bundesregierung 2013 dem Deutschen Bundestag vorgelegt, verstärkt diesen Eindruck.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Gutachten wird prognostiziert, dass eine Epidemie mit Corona-Viren in Deutschland zu mindestens 7,5 Mio. Toten in drei Jahren führen wird. „Das Gesundheitssystem wird vor immense Herausforderungen gestellt, die nicht bewältigt werden können“, heißt es dort ebenfalls und vieles andere mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Keiner der seit 2013 verantwortlichen Politiker sollte sagen, er hat es nicht gewusst und sei überrascht worden. Das gilt natürlich insbesondere für unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum wurde diese bundesbehördliche Risikoanalyse nicht ernst genommen? Weil eine entsprechende Risikovorsorge nicht in das neoliberale Konzept der Proﬁtmaximierung passt. Deshalb musste jetzt der „Hammer“ herausgeholt werden, damit die Ausbreitung des Virus etwas verlangsamt werden konnte. Zwar wurde schon in der Risikoanalyse darauf hingewiesen, dass die über 65-jährigen die sein werden, die in erster Linie an dem Virus sterben werden. So ist es auch. 85% der Verstorbenen mit oder an Covid-19 sind älter als 70 Jahre. Nicht nur in Deutschland, sondern beispielsweise auch in Dänemark. Es geht also darum, diese Altersgruppe zu schützen. Deshalb muss man aber nicht das ganze gesellschaftliche Leben lahmlegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie heißt es noch in der Deﬁnition der WHO: Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbeﬁndens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen. Leben retten ist mehr als der Anschluss an Beatmungsgeräte. In einem weiteren Sinne gehört dazu auch ein würdiges Sterben im Kreise seiner Liebsten und Freunde und nicht umgeben zu sein von lebensverlängernden Geräten. Wo werden die traumatisierenden Wirkungen für die Angehörigen der Kontaktsperre in den letzten Lebensstunden bedacht? Es geht also gleichberechtigt auch um unser geistiges und soziales Wohlbeﬁnden, wenn wir die Gesundheit schützen wollen. Das Einschränken unserer Grundrechte, das Einschränken von Reise- und Versammlungsfreiheit, die Reduzierung oder Verunmöglichung der bezahlten Berufsausübung, ist deshalb eine massive Attacke auf unsere Gesundheit. Deshalb plädiere ich für eine sofortige Rücknahme aller Einschränkungen und erwarte Gesetze, die das Vorsorgeprinzip umsetzen. Händewaschen und Abstand halten haben wir jetzt sicherlich alle ausreichend gelernt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 23 Apr 2020 11:42:50 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>MITGESTALTEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/mitgestalten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           MITGESTALTEN
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind im Gange. Die ersten Schritte zurück in ein normales Leben – versuchsweise. Ich indes beﬁnde mich noch in einem Prozess, der durch den Exit aus dem gewohnt freiheitlichen Leben angestoßen wurde. Zunächst widerstrebend, dann willkommen heißend, habe ich die Durchkreuzungen hin- und dann angenommen. Eingelebte, Sicherheit bietende Alltagsroutinen sind weggebrochen – geplante Freundinnenzeiten ebenso. Routinierte Alltagstrance: Nichts in Frage stellen – einfach machen: Adé. Mit einem Mal erzwingt der Shutdown das Innehalten. Und das Innehalten öﬀnet einen Raum des Zweifelns, des Hinterfragens so manch bewährter Gewohnheit. Krise durchbricht Routine. Sichtbar werden hie und da einengende wie auch sinnentleerte Praktiken. So gesellt sich zu der Unsicherheit im Außen die Verunsicherung im Inneren. Zögerliche Bewegungen auf unsicherem Terrain – spüren eigener Verletzungen und Verletzlichkeit. Daneben und damit im Wechsel empfange ich überraschend so manchen kreativen Impuls. Kann es sein, dass Kreativität und Verletzlichkeit geschwisterlich verbunden sind? In meiner Innerlichkeit, nah beieinander, ihre Wohnstatt haben oder gar eine Wohnstatt teilen? Wage ich es, mich diesem aufwühlenden Spüren auszusetzen? So manch lieb Gewonnenes steht in Frage. Wage ich es, eingefurchte Wege zu verlassen und Neuem, Unbekanntem Raum zu geben? Wage ich, mich aus meiner Komfortzone hinaus, hinein in eine mir noch unbekannte Lern- und Wachstumszone? Wage ich es, mich diesem Abenteuer anzuvertrauen? Habe ich den Mut, mich meinem Lebensstrom zu überlassen, darauf vertrauend, dass meine erworbenen Schwimmkünste hinreichen (A. Antonovsky). Und kann ich vielleicht sogar darauf hoﬀen, dass mir im Notfall Hilfe zuteilwird, die mich durch Skylla und Charybdis hindurch trägt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Lichte der globalen Krise, die die Ärmsten am Schlimmsten triﬀt, könnte ich meine Beﬁndlichkeiten durchaus als egozentrisch betrachten. Wem würde es nützen? Hilfreicher scheint mir diejenige Perspektive, in der ich meine biograﬁsche Bricolage (Basteleien mit gegebenen Ressourcen: C. Lévi-Strauss) als Beitrag zu einer bewusstseinskulturellen Bricolage an der Sozialen Plastik (J. Beuys) zu verstehen. Mich als An- und Aufgerufene zu begreifen, das Werdenwollende mitgeschöpﬂich mitzugestalten. Sind doch Ich und Welt zwei Seiten ein und derselben Medaille – wechselseitig untrennbar miteinander verwoben. Und beginnt doch jede Friedensarbeit im je eigenen Weltinnenraum (R.M. Rilke).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um am Ende auf den Anfang zurückzukommen: Ich beschließe, meinem Prozess seine eigene Zeit zu lassen und dann zur rechten Zeit, selbst bestimmend den für mich stimmigen Ausgang zu nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 23 Apr 2020 06:58:27 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>WAHRNEHMEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/wahrnehmen</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/schmetterling_quadratisch_tdpetz.webp"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wo gibt es in Deinem Leben gerade Lichtes und Weite? Mach mit und teile mit uns lichte Momente!
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frühling lässt sein blaues Band wieder ﬂattern durch die Lüfte… (E. Mörike)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Corona-Pandemie hat unser Denken und Fühlen in Beschlag genommen. So erleben wir zurzeit eine kollektive Angina mentalis (lat. = Enge des Geistes). Wir sind mit unserer Aufmerksamkeit auf die Gefahr fokussiert um diese abzuwenden. So physiologisch sinnvoll das kurzfristig sein mag, so problematisch wird diese stresserzeugende Einengung (neuropsychologisch:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Abwendungsmodus
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ), wenn wir in ihr verharren. Wollen wir aus der Krise mit Gesundung herauskommen, ist es hilfreich, dass wir das Lebendige wieder wahrnehmen und uns als mitgestaltenden Teil davon (neuropsychologisch:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Kohärenzmodus
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie jede Krise, so eröﬀnet auch die Corona-Krise einen neuen Möglichkeitsraum, ein neues Zeitfenster. Will ich den Kairos, die günstige Gelegenheit annehmen? Wie komme ich in eine vertiefte Wahrnehmung dessen, was werden will? Hilfreich ist für mich die Frage: Was ist bedeutsam für mich? Was tut mir gut – was tut mir nicht gut? Ich bemühe mich um Corona-Fasten, und wenn mir dies gelingt, stellt sich womöglich eine Leere und Ruhe ein, die eine Pforte zum Raum der Möglichkeiten sein kann. In der Weite einer kohärenten Wahrnehmung kann ich sowohl mein Anliegen als auch die anderer Menschen und Völker und der Biosphäre in Betracht ziehen. Ein keineswegs einfaches Unterfangen, wird mir dabei doch so manche Widersprüchlichkeit und Paradoxie bewusst. Nichts desto trotz vertraue ich dem was da werden will und was mein Beitrag in diesem Werdensprozess sein kann – ich vertraue auf kreative Impulse, die mein Handeln leiten werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Tage staune ich über die Natur, die unbeeindruckt vom Corona-Virus ihren Lauf nimmt – überall sprießen und gedeihen die Frühlingsboten. Sind das auch Vorboten für die Entwicklung aus der Krise?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zukunft entsteht aus Krise – gestalten wir sie mit!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wo gibt es in Deinem Leben gerade Lichtes und Weite? Mach mit und teile mit uns lichte Momente!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Theodor D. Petzold / Mona Siegel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 01 Apr 2020 09:13:52 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>KOHÄRENZÜBERGÄNGE: AKTUELL GESELLSCHAFTLICHER WANDEL IM FOKUS UNSERER ARBEIT</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/koharenzubergange-aktuell-gesellschaftlicher-wandel-im-fokus-unserer-arbeit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kohärenzübergänge, ein Thema, das uns und viele andere um uns herum aktuell beschäftigt: Was bislang als stimmige Verbundenheit in einem System (=Kohärenz) erlebt wurde, fühlt sich nicht mehr stimmig an – eine neue Kohärenz ist noch nicht erreicht, manchmal noch gar nicht klar sichtbar. Dies gilt für alle Lebensdimensionen: biograﬁsch, familiär/ gemeinschaftlich, gesellschaftlich/kulturell wie auch global und geistig. Wie können wir solch beunruhigende Übergänge salutogen meistern? Was sind hilfreiche Kompetenzen im Umgang mit Übergängen und wie können wir sie erwerben? Welche Rolle kann die salutogene Kommunikation dabei spielen? Mit diesen und weiteren Fragen zur bewussten (Mit-)Gestaltung von Übergängen werden wir uns in der nächsten Zeit interdisziplinär beschäftigen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/muehlenrad_orange_20prozent.png" length="179822" type="image/png" />
      <pubDate>Thu, 26 Mar 2020 13:25:18 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>IM SPIEGEL: SALUTOGENESE</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/im-spiegel-salutogenese</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IM SPIEGEL: SALUTOGENESE
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unlängst war im Leitartikel des Wochen-Magazins DER SPIEGEL (Nr. 37/2015) das Fremdwort Salutogenese zu lesen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Autor Stefan Berg meint in seinem Essay unter der Überschrift „Was heilt“: Fremdenfeindlichkeit sei eine ansteckende Krankheit, der man konstruktiv begegnet, in dem man das Gesunde stärkt; dafür gäbe es den schönen Begriﬀ Salutogenese. Für diese Praxis, so Berg, gäbe es überraschende Anzeichen. So seien dieser Tage in den Zeitungen mehr ermutigende Bilder zu sehen als solche, die Angst machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der anschauliche Exkurs zur Unterscheidung von pathogenetisch und salutogenetisch orientierter Sichtweise dürfte einen Beitrag dazu leisten, dass künftig so manchem das Fremdwort Salutogenese kein fremdes Wort mehr ist und wir uns immer mehr der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Frage nach unserer gesunden Entwicklung und Heilung zuwenden:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           HERZLICHEN DANK HERR BERG!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/muehle_bg-e1595583236468.png" length="105507" type="image/png" />
      <pubDate>Thu, 26 Mar 2020 12:01:20 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>HEILSAME DYNAMIKEN KOMPLEXER SYSTEME</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/heilsame-dynamiken-komplexer-systeme</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           HEILSAME DYNAMIKEN KOMPLEXER SYSTEME
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter der Leitung von Prof. Günter Schiepek ﬁndet vom 8.-10. Juli 2019 die 11. Summer School im bayerischen Seeon statt. In Kooperation verschiedener universitärer Abteilungen und der Deutschen Gesellschaft für systemische Therapie DGSF gibt es ein spannendes wissenschaftliches Programm rund um das Thema dynamischer komplexer Systeme in psychotherapeutischen Prozessen und der Hirnforschung. Wer also das Thema unseres diesjährigen Symposiums „Zukunft vom Attraktor her gestalten“ (wo der Name Schiepek öfter gefallen ist) wissenschaftlich vertiefen möchte, ﬁndet hier bestimmt viel Anregung und Stoﬀ auf dem aktuellen ‚State of the Art‘:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           11th Summer School: Human Change Processes – Psychotherapy Research –Neuroscience – Nonlinear Complex Systems.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/muehle_bg-e1595583236468.png" length="105507" type="image/png" />
      <pubDate>Thu, 26 Mar 2020 11:54:06 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>DER ASK – ARBEITSKREIS SALUTOGENESE BEI KREBS</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/der-ask-arbeitskreis-salutogenese-bei-krebs</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           DER ASK – ARBEITSKREIS SALUTOGENESE BEI KREBS
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           untersucht, welche Faktoren vor dem Ausbruch einer Krebserkrankung schützen, welche anderen Faktoren außer Genetik und karzinogenen Reizen — Stress, Ernährung, Einstellungen, Lebensgewohnheiten und so weiter — einen Einﬂuss auf Entstehung, Verlauf und Ausgang einer Krebserkrankung haben und was eigentlich medizinisch nicht erklärbare, unerwartet günstige Verläufe und Spontanheilungen bewirkt. Bei Interesse können Sie auf verschiedene Weisen mitwirken. Lesen Sie mehr Informationen auf der ASK-Homepage und hier. Der 1. Internationale Kongress „Salutogenese bei Krebs“ fand am 23./24. Juni 2017 in Hamburg statt; das Programm können Sie hier noch nachlesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aktuell ist auch die Forschungsarbeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Evaluation des TSF
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Evaluation von SalKom®
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Salutogenese und Annäherungsgleichungen der Chaosforschung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 26 Mar 2020 11:33:45 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>DEN KRANKHEITEN TROTZEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/den-krankheiten-trotzen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Bildschirmfoto-2025-06-05-um-13.03.45.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Im Online-Magazin Perspective Daily wird uns am 8. Oktober von einer persönlichen Erfahrung mit einer ärztlich verordneten Diagnose berichtet. Der Autor bereichert sein hypnotisierendes Erlebnis mit umsichtigen Reﬂexionen, u.a. im Austausch mit dem Leiter des Salutogenese-Zentrums Theodor D. Petzold. Das Ergebnis ist ein erfrischend trotziges Essay, das Sie 
         &#xD;
  &lt;a href="https://perspective-daily.de/article/974-mit-dieser-eigenschaft-kannst-du-krankheiten-trotzen/epVMT77M" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           HIER
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
          nachlesen können.
        &#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 26 Mar 2020 11:00:22 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>ZEIT FÜR GLOBALE ETHIK</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/zeit-fur-globale-ethik</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn wir über gesunde Entwicklung (Salutogenese) nachdenken und sprechen, ist es unserer Meinung nach unablässig, ethische Prinzipien zu klären. Wünschenswert ist eine Ethik die Orientierung gibt und dem Wohl aller Menschen dienlich ist. Diesem Anliegen haben wir das aktuelle Themenheft von DER MENSCH (Heft 57 2-2018) gewidmet und darin unterschiedlichste Menschen zu Wort kommen lassen. Neugierig? Hiererfahren Sie mehr! Darüber hinaus haben wir einen interaktiven Blogeingerichtet – wir freuen uns über Ihren Besuch und regen Austausch!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 26 Mar 2020 10:19:37 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/muehle_bg-e1595583236468.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>TRAINING DER STRESSREGULATIONSFÄHIGKEIT – TSF</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/training-der-stressregulationsfahigkeit-tsf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das von uns entwickelte Training der Stressregulationsfähigkeit – TSF – wurde von der Zentralen Prüfstelle Prävention rezertiﬁziert und trägt damit bereits seit 2015 das Siegel ‚Deutscher Standard Prävention‘. Das TSF ist nach dem Niedersächsischen Bildungsurlaubsgesetz auch als Bildungsurlaub im Bereich Kommunikations- und Stressmanagement anerkannt. Termine und weitere Informationen ﬁnden Sie
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/termine"&gt;&#xD;
      
           hier
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/muehle_bg-e1595583236468.png" length="105507" type="image/png" />
      <pubDate>Thu, 26 Mar 2020 08:30:38 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.salutogenese-zentrum.de/training-der-stressregulationsfahigkeit-tsf</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/muehle_bg-e1595583236468.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/muehle_bg-e1595583236468.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>MPI: STRESSREDUKTION DURCH KOMMUNIKATIONSÜBUNGEN</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/mpi-stressreduktion-durch-kommunikationsubungen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Bild-4.png"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           MPI: STRESSREDUKTION DURCH KOMMUNIKATIONSÜBUNGEN
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer großangelegten Untersuchung, dem ReSource-Projekt, untersucht das Team um Tania Singer am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften seit zehn Jahren die Wirkung von diversen Mentaltrainings auf das Verhalten und die damit verbundenen Veränderungen im Gehirn: Die sozialen Trainingsmodule (dyadische Kommunikationsübungen) reduzieren das Stresshormon Cortisol nachweislich um fast die Hälfte! HIER können Sie Details nachlesen und HIER kommen Sie zum ReSource-Projekt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Forschungsergebnis ermutigt uns, das von uns entwickelte Training der Stressregulationsfähigkeit/TSF noch weiter auszubauen! (Juli 2018)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Bild-4.png" length="20903" type="image/png" />
      <pubDate>Thu, 26 Mar 2020 07:06:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.salutogenese-zentrum.de/mpi-stressreduktion-durch-kommunikationsubungen</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/Bild-4.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>KRAFT DER VISION</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/kraft-der-vision-theodor-d-petzold-leiter-des-zentrums-fur-salutogenese-im-gesprach-mit-dem-climateculture-lab</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           KRAFT DER VISION: THEODOR D. PETZOLD IM GESPRÄCH MIT DEM CLIMATECULTURE-LAB
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie fragen sich was das Klima mit Kultur zu tun hat und beides dann auch noch mit Salutogenese? Auf die kleinste Formel gebracht: Klimawandel braucht Kulturwandel braucht wandlungsmotivierte Menschen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/3190d82c-824c-454e-abf7-c4fc542e988d.png" length="2573625" type="image/png" />
      <pubDate>Thu, 26 Mar 2020 06:33:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.salutogenese-zentrum.de/kraft-der-vision-theodor-d-petzold-leiter-des-zentrums-fur-salutogenese-im-gesprach-mit-dem-climateculture-lab</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/3190d82c-824c-454e-abf7-c4fc542e988d.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://de.cdn-website.com/7ca7a87f8ce24216a3970c919c9fed99/dms3rep/multi/3190d82c-824c-454e-abf7-c4fc542e988d.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>KOOPERATION RÜCKT NOCH MEHR IN DEN FOKUS SALUTOGENER KOMMUNIKATION</title>
      <link>https://www.salutogenese-zentrum.de/kooperation-ruckt-noch-mehr-in-den-fokus-salutogener-kommunikation</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den letzten Jahren – gefüttert durch die Grundlagenforschungen von Michael Tomasello (2009, 2010, 2014) – ist die Kooperation immer bewusster auch zur Grundlage salutogener Kommunikation geworden. Vorher war sie ständig implizit unsere Basis von Therapie und Beratung – in Zukunft wird sie auch zum expliziten Markenzeichen von SalKom®: coKom®.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kooperation ist so fundamental unter Menschen und sogar unter Tieren und anderen Lebewesen, dass sie uns als selbstverständliche Grundlage nur selten bewusst geworden ist – erst dann, wenn wir sie vermissen. So scheint es verständlich, dass das Grundlegendste zuletzt erforscht wird. Deshalb sind wir Michael Tomasello dankbar, dass er hier Bahnbrechendes gefunden hat. Jetzt können wir über Kooperation wissenschaftlich fundiert reden und müssen nicht mehr nur mit unseren persönlichen Erwartungen an eine gute Kooperation hausieren gehen. Menschen haben angeboren ein existentielles Bedürfnis nach Kooperation und die Fähigkeit zu einer evolutionär neuen Art der Kooperation. Diese ermöglicht die Schaﬀung von Kultur. Eine gute Kooperation braucht gegenseitiges Vertrauen, Vertrauen ist ihre individuelle gefühlsmäßige Grundlage. Damit ist auch die Verbindung von Kooperation und Kohärenzgefühl naheliegend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sun, 22 Mar 2020 05:56:20 GMT</pubDate>
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