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Veranstaltungen:

24. Feb 2018

Vom Beruf in die Leere - oder eine neue Fülle? Angebot aus unserem uebergaenge-Jahresprogramm

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02. Mär 2018

Einführungsseminar "Salutogene Kommunikation"

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05. Mär 2018

Training der Selbstregulationsfähigkeit/TSF (Bildungsurlaub)

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06. Apr 2018

Die heilsame Information des Symptoms (wird als Salkom®-Einführungsseminar anerkannt)

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27. Jul 2018

Entwicklungs- und Supervisions-Seminar

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Autonomie entfalten zum Aussteigen aus dem Kommunikationsmuster 'Opfer-Warn-Dreieck': Angebot aus dem uebergaenge-Jahresprogramm

Die Rollen von Opfer, Täter und Retter / Richter sind durch ein Kommunikationsmuster verbunden. Dieses Muster hat eine alarmierende Funktion wie ein Warn-Dreieck. Zum einen setzt es uns in Alarmbereitschaft, weil ein Opfer verletzt wird oder wurde und Schutz / Hilfe braucht. Zum anderen – von einer reflexiven Meta-Ebene aus betrachtet – lässt uns das Erkennen dieser Warn-Dreieckskommunikation aufmerksam werden, wenn sie als Muster losgelöst von akuten Bedrohungen eine Eigendynamik entfaltet. Dann macht diese Kommunikation unnötigen Stress. 

Sich als Opfer ohnmächtig fühlen, Hilfe suchen, anderen Vorwürfe machen, über andere urteilen – das sind häufige und verständliche Gefühle und Kommunikationsweisen, wenn es einem schlecht geht und/oder man ernsthaft krank ist. Diese Gefühle entstehen im sog. Abwendungsmodus angesichts einer Bedrohung, die man nicht alleine abwenden konnte. Durch Klagen erhöht man die Chance, Hilfe zu bekommen und ggf. auch, dass der ‚Verursacher‘ des Leidens daran gehindert wird, noch mehr Leid zu verursachen. Es soll helfen, Sicherheit herzustellen.

Sehr häufig fühlen und verhalten Menschen sich als Opfer, Täter, Richter oder Retter, weil ein Mitmensch sich in einer anderen Rolle des Warn-Dreiecks verhält. Zum Beispiel prahlt ein junger Mann damit, wie er eine Azubi in seiner Firma „fertiggemacht“ hat, als diese nicht richtig gefegt hat. In der um ihn stehenden Gruppe übernimmt gleich eine Zuhörerin Partei für die Azubi und verurteilt sein Verhalten als verletzendes Machtgehabe. Der junge Mann schaut hilfesuchend in der Gruppe nach Unterstützern für sein Vorgehen – in der Anklage fühlt der Täter sich als Opfer. Gleich springt ihm auch ein Kumpel zur Seite und rechtfertigt das Verhalten als Erziehungsmethode. So entfaltet sich das Kommunikationsmuster des Warn-Dreiecks, ohne dass ein schutz- oder hilfsbedürftiges Opfer gegenwärtig ist. Das Kommunikationsmuster produziert allerdings Opfer, Täter, Richter und ggf. Helfer. So kommt es in der Eigendynamik des ‚Warn-Dreieck-Musters zu kreisender Verunsicherung.

Um aus dieser Eigendynamik auszusteigen und ggf. wieder einen Weg für eine konstruktive Kooperation zu öffnen, gilt es, die Autonomie in drei Schritten zu entfalten: 1. Das Kommunikationsmuster zu reflektieren; 2. seine Gefühle, Bedürfnisse und Anliegen wahrzunehmen und 3. diese verantwortungsbewusst zu kommunizieren.

Didaktische Methoden: Impulsreferate, kommunikative Partnerübungen und/oder Rollenspiel, Diskussion.
Ziele: Erkennen, Verstehen und Lösen störender ‚schwieriger‘ Kommunikationsmuster, auch in therapeutischen Beziehungen.

Seminargebühr: 340,- € (Ermäßigung möglich)

Leitung
Theodor Dierk Petzold

Allgemeinarzt, ECP Psychotherapie; Lehrbeauftragter Allgemeinmedizin MH-Hannover; Leiter des Zentrums für Salutogenese, Entwickler sowie Ausbilder und Supervisor in Salutogener Kommunikation/SalKom®

Veranstalter:
Zentrum für Salutogenese
Veranstaltungsort:
Anfang:
Fr, 24. Nov 2017 um 16:00 Uhr
Ende:
So, 26. Nov 2017 um 13:00 Uhr
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